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Kremmen Klubhaus, W-Lan, Radwege: Diskussionen am MAZ-Stammtisch
Lokales Oberhavel Kremmen Klubhaus, W-Lan, Radwege: Diskussionen am MAZ-Stammtisch
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18:42 19.07.2019
Das Gruppenfoto zum MAZ-Stammtisch 2019 im Kremmener Altstadtstübchen. Quelle: privat
Kremmen

Kaputte Gehwege in Kremmen, fehlende Radwege in Hohenbruch, ein fehlendes W-Lan-Netz im Stadtgebiet und die Frage nach dem Kremmener Klubhaus. Um nur einige Themen zu nennen. Es war eine überaus muntere Runde, die sich am Donnerstagabend im Altstadtstübchen in Kremmen zusammenfand. Die 19-köpfige Runde besprach am Stammtisch der MAZ viele Themen, und auch neue Netzwerke entstanden.

Die Situation rund um das Klubhaus am Kremmener Marktplatz wurde heiß diskutiert. Weil die Stadt bei verschiedenen Bauvorhaben enorm investieren müsse, stehe das Klubhaus nicht an erster Stelle, sagte Ortsvorsteher Eckhard Koop. Das Problem sei, dass es passieren könne, dass Fördermittel zurückgezahlt werden müssen, wenn nichts am Bau geschehe. Zudem gäbe es im Handwerk große Preissteigerungen. „Bisher hatten alle möglichen Investoren Probleme mit der Betreibung des Saales.“

Ortsvorsteher Eckhard Koop. Quelle: Robert Tiesler

In diesem Zusammenhang wies Koop darauf hin, dass Kremmen kein Gemeindezentrum habe. Pfarrer Thomas Triebler merkte jedoch an, dass er bis jetzt kein Konzept gehört habe, das eingängig sei. Er frage sich auch, was die Senioren da oben im Saal machen sollten. Eckhard Koop erwiderte daraufhin, dass ja auch ein Fahrstuhl geplant sei. „Wir drehen uns im Kreis“, fand Marcel Steinke, der für die CDU neuerdings im Stadtparlament sitzt. „Warum findet man keine Lösung?“, fragte er. Man müsse sich mit dem Denkmalschutz zusammensetzen und einen Mittelweg finden und dürfe sich nicht nur den Schwarzen Peter zuschieben. Eckhard Koop teilte daraufhin mit, dass es diese Verhandlungen gegeben habe – diese aber nicht erfolgreich gewesen seien.

Marcel Steinke diskutierte mit. Quelle: Robert Tiesler

Ein weiteres diskutiertes Thema war das fehlende W-Lan in der Stadt. Es gebe kaum freies Internet. „Wir wollen aber erst mal ein schnelles DSL bei uns am Kirchplatz“, sagte Pfarrer Thomas Triebler. Es sei geplant, am Kirchplatz ein freies W-Lan einzurichten – wie, sei aber noch unklar. Triebler bekam den Hinweis auf den Freifunk-Verein. Da war er am Stammtisch genau richtig, denn auch Andreas Brunner aus Kremmen war dabei – er engagiert sich im Freifunk-Verein in Oberhavel, der sich für preiswerte Lösungen in Sachen freies Internet einsetzt. Er habe im August einen Termin bei Bürgermeister Sebastian Busse, um dort das Thema zu besprechen, erklärte Andreas Brunner. Freifunk funktioniert über private Router oder über Router, die die Stadt installiert.

Mit einem ganz anderen Problem meldete sich der Hohenbrucher Ralf Hewelcke am MAZ-Stammtisch zu Wort. „Es gibt einen Radweg von Kremmen nach Sommerfeld, aber nicht von Sommerfeld nach Hohenbruch“, sagte er. „Ich hoffe, dass wir endlich mehr an das öffentliche Radwegnetz angeschlossen werden.“ Zwar sei die Strecke außerhalb der Ortschaften nun auf Tempo 70 begrenzt, die Situation für die Radfahrer habe sich dadurch aber kaum verbessert.

Ralf Hewelcke aus Hohenbruch. Quelle: Robert Tiesler

Reiner Tietz, Stadtverordneter aus Sommerfeld, wies darauf hin, dass ein Radweg zwischen Sommerfeld und Hohenbruch auf der Prioritätenliste nicht an erster Stelle stehe. Vorn stehe der Weg zwischen Beetz und Ludwigsaue. Eckhard Koop wies zudem darauf hin, dass der Weg nach Hohenbruch aufgrund der Entfernungen recht teuer werde. „Das kann Kremmen alleine nicht stemmen, Land und Kreis müssen da ins Boot geholt werden.“ Da es sich um eine Landesstraße handele, sei außerdem zu allererst auch das Land zuständig. „Alle Straßen brauchen Radwege“, sagte dazu der Stadtverordnete der Grünen, Andre Klein aus Hohenbruch.

Aber auch die Gehwege in Kremmen, für die die Stadt zuständig ist, sorgen für Probleme. „Wir haben zwar Tempo 30 in der Altstadt, aber ich fahre oft langsamer, weil ich Panik habe wegen der Kinder. Die fahren meist nicht auf dem Gehweg, weil der so schlecht ist“, erklärte Diana Steinke aus Kremmen. An vielen Stellen würden die Platten hochkommen. Ortsvorsteher Eckhard Koop sagte, dass der Gehweg eigentlich saniert werden soll, das Vorhaben aber immer wieder verschoben würde. Malte Voigts, selbst Stadtverordneter, entgegnete, dass immer wieder etwas Außerplanmäßiges komme, „und dann ist einfach das Geld nicht da.“ Marcel Steinke machte den Vorschlag, den Gehweg stückweise zu sanieren.

Von Robert Tiesler

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