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Kremmen Eurofighter über Kremmen: Mit 1.311 km/h unterwegs
Lokales Oberhavel Kremmen Eurofighter über Kremmen: Mit 1.311 km/h unterwegs
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15:34 07.05.2019
Ein Eurofighter der Bundeswehr sorgte für den Knall. Quelle: dpa
Kremmen

Ein heftiger Knall beschäftigte am Dienstag die Bewohner rund um Kremmen. Luftfahrzeuge vom Typ Eurofighter der Bundeswehr waren am Vormittag über der Region unterwegs. Die Luftfahrzeuge haben einen Übungsflugbetrieb innerhalb des Luftraumes MVPA geflogen. Hierbei waren auch Anteile im Überschallbereich, heißt es vom Luftfahrtamt der Bundeswehr.

Gegen 8.31 Uhr befand sich ein Luftfahrzeug im Überschallbereich etwa 17 nautische Meilen nordwestlich von Kremmen. Der Eurofighter befand sich dabei in einer Höhe von 39524 Fuß (etwa 12 046 Meter) mit einer Geschwindigkeit von etwa 1311 Kilometern pro Stunde. Das teilte Kai Stobbe, der Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr in Köln mit.

Warum gibt es diese Testflüge?

Ein Zweck von Überschallflügen sei die Überprüfung der Funktion von Triebwerk, Steuerorganen und anderen Flugzeugsystemen unter allen vorgesehenen Einsatzparametern. Insbesondere nach Instandsetzungsarbeiten und periodisch durchzuführenden Kontrollen ist ein Testflug, auch im Überschallbereich notwendig. Eine Begleiterscheinung solcher Flüge, der sogenannte Überschallknall, sei physikalisch bedingt und wird durch die aerodynamische Form des Flugzeuges, dessen Geschwindigkeit und Flughöhe sowie die meteorologischen Bedingungen bestimmt.

„In Orion haben die Wände gewackelt“, schreibt ein Kremmener im Facebook-Forum „Wir in Kremmen. „Das hat ganz schön gescheppert“, erzählt Daniela Mietz, die in Orion war, als es knallte. Aus allen Himmelsichtungen sind Meldungen eingegangen – aus vehlefanz, Sommerfeld und Amalienfelde. Die Feuerwehr aus Kremmen bekam keine Einsatzmeldung.

Wie kommt es zum Knall?

„Mit dem Eintritt in den Bereich der Schallgeschwindigkeit treten Druckverdichtungen in der das Flugzeug umgebenden Atmosphäre auf, welche sich durch Druckstöße entladen“, erklärt Bundeswehr-Sprecher Kai Stobbe. „Diese breiten sich kegelförmig hinter der Schallquelle aus. Die Breite dieses Kegels kann 80 Kilometer betragen. Die Druckstöße nehmen wir als Knall und Druckschwankungen wahr.“

Von Sebastian Morgner

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