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Kremmen Könnte Carsharing auf dem Land funktionieren?
Lokales Oberhavel Kremmen Könnte Carsharing auf dem Land funktionieren?
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00:32 27.04.2018
Ein Verein, Unternehmen, Privatleute: Es gibt mehrere Arten, das Carsharing-Konzept umzusetzen. Quelle: dpa/Jan Voitas
Kremmen

Ob irgendwann mal mehr Busse durch Kremmen und die Ortsteile fahren, weiß niemand. Aber es gibt vage Ideen für andere Arten der modernen Mobilität. Eines davon heißt Carsharing und bedeutet, dass sich mehrere Menschen ein Auto teilen oder dass mehrere Autos für die Menschen bereit stehen, die mehr oder weniger spontan ein Auto brauchen.

„Beim Carsharing ist das auch minutenweise möglich“, erklärte Sven Geitmann am Mittwochabend. Der Schwantener Experte für Elektromobilität war zu Gast beim Energiestammtisch in „Meyhöfers Gasthaus“ in Kremmen. Meistens werde das Privatauto weniger als eine Stunde am Tag genutzt – im Durchschnitt kommen die Deutschen auf 12 600 Kilometer pro Jahr, im Schnitt teilen sich 1,4 Personen ein Auto. Ein Carsharing-Fahrzeug könnte hingegen vier bis acht Autos, in einigen Fällen sogar 20 Autos ersetzen, so eine Studie, die Geitmann den gut 30 Zuhörern vorstellte.

„So was ist durchaus zu prüfen, als Ergänzung zum Mobilitätskonzept“, sagte Andrea-Liane Spangenberg, die den Energiestammtisch in Kremmen mit koordiniert. Ein wenig skeptischer zeigte sich anfangs Rico Rückstädt von der Germendorfer Firma Energieinsel. „Ob das sinnvoll ist, wird sich zeigen.“ Er kündigte aber an, dass bis zum Herbst im Vehlefanzer Gewerbegebiet Elektroladesäulen entstehen werden. „Das könnte dann ein Standort für Elektroautos und Carsharing sein“, ergänzte er.

Eine Zuhörerin aus Kremmen gab es zu bedenken, dass es oft sein könne, dass zu bestimmten Zeiten alle so ein Auto mieten wollen, während es zu anderen Zeiten kaum Bedarf gebe. Günter Pahs aus Sommerfeld brachte den Plan ins Spiel, in seinem Ort ein Dienstleistungszentrum zu eröffnen. „Das Carsharing-Konzept würde da reinpassen.“ Aus Sicht des Stadtverordneten Reiner Tietz (Linke) sei es sinnvoll, das Autoleih-Konzept auszuprobieren. „Man bräuchte fünf bis sechs Autos“, sagte er am Mittwochabend. Rico Rückstädt regte an, sich mal mit Unternehmern aus Kremmen und Oberkrämer zusammenzusetzen. Er selbst hätte „nicht das ganz große Problem damit, ein Elektroauto für das Carsharing zur Verfügung zu stellen.“ Vielleicht würden ja weitere Unternehmer mitziehen. „Aber ich hätte nicht die Zeit, mich um die Infrastruktur zu kümmern“, ergänzte er. Das Thema soll nun später weiter erörtert werden.

Von Robert Tiesler

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