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Kremmen Analysen und Kommentare: DUB hätte gern einen Sitz mehr gehabt
Lokales Oberhavel Kremmen Analysen und Kommentare: DUB hätte gern einen Sitz mehr gehabt
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18:58 27.05.2019
Wahllokal in der Museumsscheune in Kremmen. Quelle: Robert Tiesler
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Kremmen

Die CDU geht in Kremmen gestärkt aus der Kommunalwahl hervor – und verjüngt. Künftig werden die Christdemokraten mit fünf Sitzen im Stadtparlament vertreten sein. Das Konzept, auch Bürgermeister Sebastian Busse zur Wahl antreten zu lassen, ist aufgegangen. Er hat ordentlich Stimmen gezogen – wird aber erwartungsgemäß auf sein Mandat verzichten. Für ihn rückt Lukas Neumann nach, teilte Fraktionschef Frank Bommert am Montag auf Nachfrage mit.

Die SPD dagegen hat kräftig verloren. „Woran es gelegen hat, ist schwer zu sagen“, sagte Fraktionschef Peter Winkler am Montag. „Vielleicht haben wir nicht alles richtig gemacht.“ Genauer wollen die Genossen das noch erörtern. Er selbst ist auch wiedergewählt worden. „Das ist erstaunlich, damit habe ich nicht gerechnet.“ Mit Margaretha Ganschow hat es bei der SPD eine langjährige Abgeordnete nicht mehr geschafft.

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Erstmals dabei sind „Die Unabhängigen Bürger“ (DUB). Mit Eckhard Koop und Christoph Brunner ziehen jedoch alte Bekannte ins Stadtparlament, zusätzlich aber noch Lisa Sommer. „Für einen Newcomer wie wir das sind, ist das ein erstaunliches Ergebnis“, sagte Eckhard Koop am Montagabend. Allerdings räumte er auch ein, dass er auf vier Sitze im Stadtparlament gehofft hatte. Dafür sind die Unabhängigen im Kremmener Ortsbeirat mit Abstand stärkste Kraft, mit vier von neun Sitzen. Wobei Koop auch da mit einem weiteren Sitz gerechnet hatte – doch die absolute Mehrheit im Ortsbeirat gab es nicht.

Die UWG/LGU bekommt vier Sitze, das ist einer mehr als bei der Wahl 2014. Durch den Übertritt von Stefanie Gebauer waren es aber schon vor der Wahl vier Sitze. Wieder einziehen ins Stadtparlament wird Flatows Ortsvorsteher Gert Dietrich, dafür muss Uwe Fritz seinen Platz räumen.

Die Linken müssen einen Platz abgeben, Reiner Tietz wird künftig Alleinkämpfer, falls er sich keiner Fraktion anschließt. Im Sommerfelder Ortsbeirat hat Reiner Tietz zudem seinen Sitz verloren. „Leider konnten wir unseren Stand nicht ausbauen“, so Tietz am Montag.

In Staffelde hat die CDU übrigens einen 100-Prozent-Sieg eingefahren – was aber mangels anderer Kandidaten anderer Parteien nicht anders möglich war. Groß-Ziethen wird dagegen weiter vom vorherigen Frauentrio betreut – vermutlich weiter mit Astrid Braun als Ortsvorsteherin. Im Beetzer Ortsbeirat hat es der ehemalige Kremmener Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse für die SPD nicht zu einem Mandat geschafft. Ihren Sitz im Hohenbrucher Ortsbeirat hat die SPD auch verloren. Ortsvereinschef Wolfgang Engel wird dem Gremium nicht mehr angehören.

Die genauen Ergebnisse finden Sie hier: für die Stadtverordnetenversammlung und für die Ortsbeiräte.

Von Robert Tiesler