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Kremmen Brückenzuschuss mit Musikeinlage
Lokales Oberhavel Kremmen Brückenzuschuss mit Musikeinlage
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17:11 03.05.2019
Poller versperren Autofahrern den Weg – Radler und Fußgänger dürfen noch durch.
Poller versperren Autofahrern den Weg – Radler und Fußgänger dürfen noch durch. Quelle: Robert Tiesler
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Kremmen

Trotz ernster Themen hatte Sozialausschuss-Vorsitzender Reiner Tietz für die Abgeordneten und Besucher beim Kultur- und Sozialausschuss am Donnerstag eine Überraschung parat. Am Ende des öffentlichen Teils gab das Groß-Ziethener Musiker-Ehepaar Petra Kleinke und Jan Rase eine kleine musikalische Einlage mit drei selbstkomponierten Stücken. „Ich will mich so am Ende der Legislaturperiode für Ihre Arbeit und das rege Interesse bedanken“, sagte Tietz.

Petra Kleinke und Jan Rase aus Groß-Ziethen sind zusammen die Doooya – am Schluss der Sitzung vom Sozialausschuss in Kremmen präsentierten sie drei selbst komponierte Stücke. Quelle: Jeannette Hix

Neben Themen um Kita-Beiträge und -Plätze sowie um den Erweiterungsbau der Goethe-Schule samt Turnhallen-Sanierung, ging es auch um die marode, denkmalgeschützte Stahlfachwerkbrücke bei Linumhorst.

Die „Bröckelbrücke“ ist seit gut einem Jahr für den Autoverkehr gesperrt. Nur Radfahrer und Fußgänger dürfen sie noch passieren. Bitter für Autofahrer und Landwirte, die nun einen Umweg von etwa 30 Kilometern in Kauf nehmen müssen.

Fehbelliner Bürgermeisterin bittet Kremmen um Zuschuss

Weil Linum als Ortsteil von Fehrbellin zwar dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin angehört, aber nur zehn Kilometer von Kremmen entfernt und auch ein Radweg zwischen Linum und Kremmen angedacht sei, wünscht sich Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke, dass sich Kremmen an den Sanierungskosten der Brücke prozentual beteiligt.

Denn der angedachte Radweg könnte auch über die Stahlfachwerkbrücke führen. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen könnten die Sanierungskosten für die Brücke bei rund 900 000 Euro liegen. Aber: Wird der bereits von Fehrbellin beim Land gestellte Förderantrag bewilligt, müsste die Gemeinde nur noch rund 220 000 Euro an Eigenleistung aufbringen.

Kremmens Bürgermeister würde 20 000 Euro zuschießen – in Etappen

Bürgermeister Sebastian Busse (CDU): „Eine prozentuale Beteiligung lehne ich ab. Die Kosten wären für uns nicht absehbar, falls die Sanierung teurer wird als 900 000 Euro. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich Kremmen mit rund 20 000 Euro beteiligt. Allerdings sollten wir die Kosten aufteilen. So könnten wir je 8000 Euro in die Haushaltsplanung für 2020 und 2021 einstellen, den Rest im Jahr darauf.“ Busses Vorschlag wurde vom Sozialausschuss befürwortet. Jetzt soll im Finanzausschuss und im Hauptausschuss darüber abgestimmt werden.

Radweg-Initiative zeigt sich erfreut

Eva Witzgall (54) von der Initiative „Radweg Kremmen – Linum“ zeigt sich erfreut, dass Kremmen in Erwägung zieht, sich an der Sanierung der Stahlfachwerkbrücke zu beteiligen. „Auch die Kremmener würden profitieren. Von Kremmen könnte man ein kleines Stück entlang der Landstraße L16 Richtung Linum fahren und einen Abstecher nach Flatow und Sommerfeld machen, dann Richtung Linumhorst über die Stahlfachwerkbrücke über Ziethenhorst beziehungsweise Hakenberg und zurück nach Kremmen fahren.“

Von Jeannette Hix