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Kremmen Kunst und Beeren: Eine Naturidylle am Stadtrand
Lokales Oberhavel Kremmen Kunst und Beeren: Eine Naturidylle am Stadtrand
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18:47 15.07.2019
Katrin Sprenger und Jan Kühling in ihrem kleinen Gartencafé – im Hintergrund sieht man das freie Feld des Luchs. Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

Was für eine Aussicht! Wer sich ins Wiesencafé „Luchblick“ setzt, bekommt genau das: einen Blick ins Luch, ins freie Feld. In der Ferne stehen die Kühe – und da ganz hinten kann man sogar die Straße nach Hohenbruch sehen.

Katrin Sprenger und Jan Kühling betreiben am Kremmener Stadtrand den Hof „Kunst und Beeren“. Es ist ein idyllischer Ort der Ruhe, der Natur und der Ideen. Direkt am Rhinkanal gelegen, können sich die Besucher einerseits in der Antik- und Kunsthandwerkscheune umsehen, durch den Beerengarten laufen und Früchte pflücken oder sich eben ins Café im Grünen setzen und einfach nur genießen.

Das kleine Café „Luchblick“. Quelle: Robert Tiesler

„Ich bin Norddeutscher und komme vom Bauernhof“, erzählt Jan Kühling. Der 48-Jährige stammt aus Rechterfeld südwestlich von Bremen. „Und hier denkt man auch, man ist im Norden. Wir blicken aufs Feld, haben den Kanal im Rücken, Kremmen selbst ist auch total schön.“ Seit 2011 hat er den Hof. Das Paar kennt sich seit drei Jahren, „und seit drei Jahren wird es hier auch immer hübscher“, sagt Jan Kühling und lächelt. Er brauchte einfach mal Ruhe. Er arbeitet als Entwicklungshelfer, ist viel unterwegs. Katrin Sprenger stammt aus Berlin-Pankow, hat dort auch noch immer ein Haus. „Wir sind ein Ost-West-Gespann“, sagt sie.

Grün und wild: der Beerengarten. Quelle: Robert Tiesler

Wer sich in der Antik- und Kunsthandwerksscheune umsieht, wird viel entdecken, was Katrin Sprenger selbst hergestellt hat. Dazu gehören putzige Kühlschrankmagneten, Vasen und vieles mehr. Dort gibt es aber auch Fruchtaufstriche aus Quitten, Maibeeren oder Felsenbirnen sowie diverse Fruchtschnäpse, die Jan Kühling selbst herstellt – natürlich aus Früchten aus dem eigenen Garten und unter der Marke „KremmBerry“.

Die Antik- und Kunsthandwerksscheune. Quelle: Robert Tiesler

Im grünen, recht wilden Beerengarten im hinteren Teil des Grundstückes gibt es 27 verschiedene Beerensorten plus mehrere alte Obstsorten zu entdecken: Himbeeren, Johannisbeeren, Blaubeeren, Weintrauben, Aronia, Mispeln, dazu Birnen und Kirschen und einiges mehr. Wer möchte, kann dort auch die Kinder frei herumlaufen lassen, denn das Gelände ist eingezäunt. „Ich finde es schön, wenn die Leute Spaß haben“, sagt Jan Kühling. „Sie sollen natürlich nicht 50 Kilo ernten, es geht um das Entdecken und Naschen.“ In Zukunft könnte es zudem ein Kinderbeet geben. „Auch wollen wir noch in Richtung Events gehen, um zu zeigen, wie man Weine herstellt. Später vielleicht eine Ausstellung oder kleine Konzerte.“

Katrin Sprenger und Jan Kühling in der Scheune. Quelle: Robert Tiesler

Der Lieblingsort von Katrin Sprenger und Jan Kühling ist aber die Plattform des Wiesencafés mit dem Ausblick auf das freie Feld. Dort können die Besucher etwas trinken und ein paar Kleinigkeiten essen. Es gibt Salate, einen norddeutschen Pannekoken (Eierkuchen), eine Garten-Quiche sowie Suppen und Kuchen je nach Saison.

Bald wird der Kohlrabi geerntet. Quelle: Robert Tiesler

Vor zwei Wochen war die „ruhige Eröffnung“. „Wir wollen noch lernen, und wir sind ja auch nur zwei Leute“, sagt Jan Kühling. „Nächstes Jahr machen wir dann die große Eröffnung“, ergänzt Katrin Springer. Wobei sie klarstellen, dass ihr „Kunst und Beeren“-Hof keinesfalls ein Massentourismus-Projekt werden soll. Am Café stehen zum Beispiel eine Bank und zwei Tische. Sehr viel mehr – wenn überhaupt – sollen es nicht werden. Hinter den Büschen gibt es noch ein paar Sonnenliegen. Im Großen und Ganzen soll die Idylle weiter bestehen bleiben. „Es soll alles schön natürlich bleiben.“ Eine Idylle, die sie aber mit den Besuchern teilen wollen. „Die Leute sind unglaublich freundlich und hilfsbereit“, sagt die 50-Jährige.

Wegweiser auf dem Hof. Quelle: Robert Tiesler

Das Gelände macht aber auch viel Arbeit. Momentan ist der Hof freitags bis sonntags von 12 bis 20 Uhr geöffnet – voraussichtlich bis Oktober. Morgens kümmert sich Jan Kühling um Beete und Wiesen, wässern, mähen, Pflegen. Eventuell kommen im nächsten Jahr noch ein paar Tiere dazu. Dann ist die Naturidylle perfekt.

Blick vom Café. Quelle: Robert Tiesler

Der Hof befindet sich in Kremmen, Am Kanal 16. Infos im Internet: www.kunst-beeren.de

Von Robert Tiesler

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