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Kremmen Mathias Fritz – Meister der akrobatischen Figuren
Lokales Oberhavel Kremmen Mathias Fritz – Meister der akrobatischen Figuren
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16:49 26.04.2019
Der Rock'n Roll Club Butterfly ist die 2. Familie von Mathias Fritz (2. v. l.). Freitags trainiert er in Beetz die Mini-Rock’n Roller. Quelle: Rock’n’Roll-Club Butterfly
Sommerfeld

Wenn Buddy Holly, Chuck Berry und Little Richard vom Band dröhnt, ist er nicht mehr zu halten – Mathias Fritz (36) vom Rock’n’-Roll Club Butterfly. Der Elektro-Ingenieur aus Sommerfeld ist mehrfacher Berliner Meister im Rock’n-Roll-Tanz, hat sämtliche Trainerscheine von C, B bis zur Spitzenklasse A in der Tasche. Aber der 1. Vorsitzende vom Butterfly-Club ist auch Sportwart. Jeden Freitag von 17 bis 18 Uhr trainiert er in der Turnhalle in Beetz die Knirpse, die auch auf die Klassiker der 50er Jahre voll abfahren.

Mathias war zwölf Jahre alt, als ihn das Rock’n’-Roll Fieber gepackt hat. Im Wald wurde der Grundstein dafür gelegt. „Beim Pilzesuchen traf ich einen Nachbarn, der mit seinem Hund spazieren ging. Der Mann fragte mich, ob ich nicht Lust habe, mal beim Training in Sommerfeld vorbeizukommen“, erinnert sich Mathias Fritz. „Ich war ein kleiner, dicklicher Junge. Und ich wollte dünner sein.“ Also schaute er mal vorbei. Doch als die ersten Klänge von Little Richard und Fats Domino aus dem Tonband röhrten, war es um Mathias Fritz geschehen. Seitdem geht er regelmäßig zum Training und die Pfunde schmolzen so dahin. „Diese Musik, dieser Rhythmus haben mich von Anfang an fasziniert“, sagt Mathias. Mit 16 startet er bei den Berliner Meisterschaften in der niedrigsten C-Tanzklasse und sahnt den Meister-Titel ab.

Auch Kinder bekommen in Beetz ein Training. Quelle: Jeannette Hix

Während man in der C-Klasse „nur“ vier Akrobatik-Figuren in 90 Sekunden präsentieren muss, sind es in der besten Klasse A schon sechs, ist zu erfahren. „Bei den unteren Klassen darf man die Dame noch bei jeder Figur festhalten, bei der A-Klasse ist das nicht mehr erlaubt“, sagt Mathias Fritz. Bis zu einem halben Jahr trainiert er noch härter vor den Meisterschaften, um die teils lebensgefährlichen Figuren zu beherrschen wie den Schocksalto. „Bei dieser akrobatischen Figur wird die Dame schwungvoll in einen Schultersitz gebracht und von dort schockartig mit einem Rückwärtsüberschlag vom Herrn herunterkatapultiert“, erklärt Mathias Fritz.

Es daure lange, bis das Timing zwischen den Partnern stimmt und soviel Vertrauen aufgebaut ist, dass die Übung klappt. Er selbst habe für den Schocksalto ein halbes Jahr trainiert. „Die Tanzpartnerin hat da oft mehr Mut als der Tanzpartner. Denn der hat bei der Akrobatik die volle Verantwortung für die Frau“, sagt Mathias.

Die Tänzer in Aktion – hier bei der Grünen Woche in Berlin. Quelle: Jeannette Hix

Oft habe er die Partnerin wechseln müssen. „Mal bekam eine Tanzpartnerin ein Kind, ein anderes Mal war sie inzwischen beruflich so eingespannt, dass keine Zeit mehr für das Training blieb“, sagt Mathias, der inzwischen im Job auch mehr Verantwortung hat und somit auch weniger zum Trainieren kommt. Darum will er dieses Jahr nicht an den Berliner Meisterschaften teilnehmen. Trotzdem versucht er, zwei Mal die Woche in Berlin zu trainieren, wo der Club angemeldet ist.

Auch der Freitag ist reserviert: Immer von 17 bis 18 Uhr ist für die kleinen Nachwuchs-Rock’n-Roller da, die in der Turnhalle in Beetz fleißig die Tanzelemente üben.

Die Leute vom Rock'n’-Roll Club Butterfly Quelle: privat

Seine Schüler jedenfalls sind begeistert. „Das ist echt ein toller Ausgleich nach der Schule“, findet Collin (10) aus Sommerfeld, der auch in der Feuerwehr organisiert ist. Lilith (10) aus Hohenbruch steht eher auf die Musik. „Ich bin seit der ersten Klasse dabei. Die Bewegung und die Musik machen viel Spaß.“ Lenya (11) aus Amalienfelde tanzt schon seit drei Jahren. „Toll, wenn man auf Festen zeigen kann, was man bei Mathias gelernt hat.“

Die nächsten Auftritte für die jungen Rock’n’-Roller jedenfalls sind gebongt. Am 11. Mai tanzen sie in Leegebruch und am 1. Juni auf dem Kinderfest in Beetz. Na dann: Rock Around the Clock.

Von Jeannette Hix

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