Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kremmen Nadelöhr entschärft
Lokales Oberhavel Kremmen Nadelöhr entschärft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:18 14.05.2018
OVG-Busse müssen sich jetzt nicht mehr durch die eingeengte Berliner Straße in Kremmen quälen. Dafür halten sie nunmehr vorm Rathaus und nicht mehr auf dem Marktplatz.
OVG-Busse müssen sich jetzt nicht mehr durch die eingeengte Berliner Straße in Kremmen quälen. Dafür halten sie nunmehr vorm Rathaus und nicht mehr auf dem Marktplatz. Quelle: Robert Roeske
Anzeige
Kremmen

In Kremmen fahren die Busse der Linie 800 (Oranienburg-Flatow) seit einiger Zeit etwas anders. Schuld daran ist die Berliner Straße.

Busse zu Ausweichmanövern gezwungen

Im vergangenen Jahr waren im Zuge der Sanierung der Strecke Bauminseln angelegt worden, um den Verkehr in dem Bereich zu beruhigen. Diese Fahrbahnverengungen sowie parkende Autos hatten in der Vergangenheit jedoch etlichen Kraftfahrern den Schweiß auf die Stirn getrieben und auch Anlieger äußerten sich verärgert. „Unsere Busfahrer hatten dort immer wieder Schwierigkeiten, ungehindert durchzukommen“, sagt Maik Meißner, der bei der Oberhavel-Verkehrsgesellschaft (OVG) für die Fahrplangestaltung zuständig ist, auf Nachfrage der MAZ. Vor allem, wenn sich in der Straße zwei Busse begegnet sind, sei es nicht möglich gewesen, ungehindert aneinander vorbei zu fahren. Einer von beiden haben immer umständlich ausweichen müssen, was nicht unerhebliche Gefahren für einen reibungslosen Verkehrsfluss mit sich brachte.

OVG macht Bogen um die Berliner Straße

Bei einem Vor-Ort-Termin Anfang des Jahres, an dem unter anderem der Landesbetrieb für Straßenwesen, die OVG und die Stadt Kremmen teilnahmen, wurden deshalb Möglichkeiten erörtert, wie sich die Situation in der Berliner Straße entschärfen lässt. Seit dem 24. März verkehren die OVG-Busse nicht mehr durch die Berliner Straße, sondern fahren vom Bahnhof kommend auf der Landesstraße an der Tankstelle vorbei und in der Folge weiter über den Schlossdamm.

Haltestelle inzwischen vorm Rathaus

Haltepunkt ist dann nicht mehr direkt auf dem Kremmener Marktplatz, sondern am Rathaus. Nach einer Probezeit von einem halben Jahr, so Bürgermeister Sebastian Busse (CDU), werde man sich erneut zusammensetzen und erörtern, ob sich die Umfahrung bewährt hat. Sollte dies der Fall sein, was sich bereits jetzt abzeichne, wolle die Stadt mit den Denkmalschutzbehörden reden, ob an der Haltestelle vorm Rathaus das Errichten von Buswartehäuschen genehmigungsfähig ist.

Zusätzliche Haltepunkt eingerichtet

Auf Wunsch von Fahrgästen, so Bürgermeister Busse und Fahrplangestalter Meißner übereinstimmend, wurden in Kremmen zudem zusätzliche Haltestellen am Zugang zum Scheunenviertel beziehungsweise auf der anderen Straßenseite nahe des Spargelhofes eingerichtet, die von der OVG seit dem 2. Mai angesteuert werden.

Von Bert Wittke