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Kremmen Neue evangelische Kirchengemeinde ist gegründet
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16:55 07.01.2019
Pfarrer Thomas Triebler am Sonntag in der Nikolaikirche. Quelle: privat
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Kremmen

Seit Beginn des neuen Jahres gibt es die neue „Evangelische Kirchengemeinde Kremmen“. Daran beteiligt sind die Orte Groß-Ziethen, Staffelde, Kremmen, Sommerfeld und Beetz sowie der Fehrbelliner Ortsteil Wall. Bis Ende 2018 waren die Dörfer in drei Kirchengemeinden gegliedert und hatten einen Pfarrsprengel gebildet.

Beim Konzert mit der Epiphaniasmusik am Sonntagabend in der Kremmener Nikolaikirche ist die Neugründung der Gemeinde gefeiert worden. Superintendent Uwe Simon verlas während der Veranstaltung die Gründungsurkunde.

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„Zum einen sagen wir ja immer, dass sich nichts ändert“, sagte Pfarrer Thomas Triebler am Montag. „Und ein bisschen stimmt das auch. Aber auf der anderen Seite hängt da eine ganze Menge dran. Es waren drei Kirchengemeinden, die neue ist der Rechtsnachfolger.“ Die Grundbücher müssten umgeschrieben werden, ein neues Siegel gibt es. „Rechtlich hängt vieles dran, aber es ist vor allem ein Verwaltungsakt.“

Der Posaunenchor spielte am Sonntag. Quelle: privat

Das Gemeindeleben werde sich dagegen kaum verändern. Durch die Vereinigung werde vollzogen, was bisher schon ganz selbstverständlich in der Gemeinde gelebt worden sei. Schon seit 2004 gab es in Kremmen einen gemeinsamen Gemeindekirchenrat. Auch die Finanzen seien zum größten Teil schon gemeinsam verwaltet worden.

Mit der neuen evangelischen Kirchengemeinde Kremmen solle die Organisationsstruktur konzentriert und vereinfacht werden. So sollen schon bald die beiden Gemeindebüros in Beetz und in Kremmen zusammengelegt werden – neben der Kirche entsteht ein neues Gemeindezentrum. „Aber natürlich können wir nicht sagen, dass wir jetzt alles nach Kremmen zentralisieren“, sagte Pfarrer Triebler. „Das Gemeindeleben hat sich ja in den eigentlichen Orten abgespielt. Dort leben ja die Menschen, und daran wird sich auch grundsätzlich nichts ändern. Die Gemeinde lebt weiterhin vor Ort.“

Allerdings werde der Konfirmandenunterricht in Kremmen zusammengefasst, ebenso – wie schon in den vergangenen Jahren – bestimmte Gottesdienste wie das Johannisfest und der Weltgebetstag.

Die evangelische Gemeinde Kremmen ist nicht deckungsgleich mit der Stadtgrenze. Weiterhin nicht dazu gehören Flatow, Ludwigsaue und Hohenbruch. Die Flatower sind Teil der Kirchengemeinde in Linum und gehören damit auch zu einem anderen Kirchenkreis. Ob sich daran mal was ändert, ist völlig unklar. Es gebe immer mal wieder Gespräche, sagt dazu der Kremmener Pfarrer. Die Ludwigsauer sind Teil der Rüthnicker Kirchengemeinde. „Auch wenn sich die Leute hier taufen lassen“, so Thomas Triebler. Die Hohenbrucher bilden mit der evangelisch-reformierten Gemeinde in Brandenburg an der Havel eine Einheit.

Von Robert Tiesler

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