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Kremmen Polizeikontrolle: Tempo 140 km/h statt erlaubter 70 km/h
Lokales Oberhavel Kremmen Polizeikontrolle: Tempo 140 km/h statt erlaubter 70 km/h
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14:47 19.05.2019
In Kremmen begleitete eine Geschwindigkeitsüberwachung in der 30er-Zone vor dem Altenheim die präventive Maßnahme. Quelle: Fotos: Robert Roeske
Kremmen

220 Motorräder und 30 Pkw, Trikes oder Quads winkten die 13 Beamten der Reviere aus Hennigsdorf und Oranienburg bei ihrer Kontrolle am Sonnabend am Ortseingang in Kremmen auf den Parkplatz an der Berliner Chaussee am Bahnhof.

220 Motorräder und 30 Pkw, Trikes und Quads wurden am Sonnabend bei einer Kontrolle der Polizei in Kremmen in Augenschein genommen.

Es war eine zielgerichtete Kontrolle, berichtete Polizeioberkommissar Oliver Kober, der den präventiven Einsatz leitete. Kremmen locke durch den Spargelhof und die Bikerscheune viele Zweiradfahrer an. Deshalb standen bei der Maßnahme, zu der auch eine Geschwindigkeitskontrolle in der 30er-Zone vor dem Altenheim in Kremmen gehörte, die motorisierten Zweiradfahrer besonders im Fokus. Hintergrund sei eine negative Unfallbilanz im Jahr 2018 im Bereich der Polizeidirektion Nord, erklärte Oliver Kober. So habe es in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Oberhavel zusammen 247 Verkehrsunfälle mit Motorrädern gegeben, bei denen sich 149 Fahrer verletzt hätten. Insgesamt seien bei diesen Unfällen sogar 172 Verletzte und sechs Todesfälle zu verzeichnen gewesen.

Polizeikontrolle am Bahnhof Quelle: Robert Roeske

Dem wolle man nun unter anderem mit präventiven Maßnahmen begegnen, so der Polizeioberkommissar. In Kremmen lag dabei das Augenmerk auf der Mängelfeststellung bei den Zweirädern. Zum einen wurden die Verschleißteile wie Bremsen und Reifen geprüft, aber auch bewusste Veränderungen wie Um- und Anbauten an den Fahrzeugen, die dazu führen könnten, dass die Motorräder nicht mehr verkehrssicher seien.

Polizeikontrolle am Bahnhof Quelle: Robert Roeske

Von 10 bis 16 Uhr dauerte die Kontrolle, bei der 60 Ordnungswidrigkeiten festgestellt wurden, die im Verwarngeldbereich bis 55 Euro lagen. Bei zehn Motorrädern sei hingegen die Betriebserlaubnis durch Veränderungen am Fahrzeug erschlossen gewesen. Jedoch habe kein Gefährdungsdelikt vorgelegen, so Kober, so dass die Änderungen vor Ort behoben werden konnten. Verzeichnet wurde auch ein Kennzeichenmissbrauch, bei dem das Nummernschild in einem Neigungswinkel weit außerhalb der Toleranz angebracht war.

Abgewinkletes Kennzeichen Quelle: Robert Roeske

Die Reaktionen der Zweiradfahrer auf die Kontrolle seien aber sehr positiv ausgefallen, sagte der Polizeibeamte. „Das Feedback war überwiegend positiv.“ Viele hätten die Maßnahme, bei der zudem ein Flyer zum Thema verteilt wurde, verständnisvoll aufgenommen worden. Auch ein Motorradclub aus Berlin ließ die Kontrolle über sich ergehen. Bei der Geschwindigkeitskontrolle erhielten 24 Verkehrsteilnehmer eine Strafe im Verwarngeldbereich.

Geschwindigkeitskontrolle in Kremmen und Hohenbruch Quelle: Robert Roeske

Ganz anders in Hohenbruch, wo die Revierpolizei Oranienburg ebenfalls die Geschwindigkeit kontrollierte: Dort gab es für sieben Motorrad- und 24 Autofahrer 13 Strafen im Verwarngeld- und 18 im Bußgeldbereich. Spitzenreiter war hier ein Motorradfahrer, der mit 140 km/h bei erlaubten 70 km/h gemessen wurde. Auf ihn wartet vermutlich der Höchststrafsatz mit 680 Euro, zwei Punkten in Flensburg und drei Monaten Fahrverbot.

Von Ulrike Gawande

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