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Kremmen RE6 alle 30 Minuten: Neuruppin macht Druck
Lokales Oberhavel Kremmen RE6 alle 30 Minuten: Neuruppin macht Druck
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13:22 10.12.2019
Der RE6 am Bahnhof Kremmen. Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

Eigentlich sollte alles klar sein: Ab 10. Dezember 2024 wird der Prignitz-Express RE 6 auch zwischen Neuruppin und Kremmen im 30-Minuten-Takt fahren und nicht mehr im Stundentakt. Das hat Thomas Beyersdorff, Chef der Regionalnetze bei der Bahn, vor gut einem Jahr in Neuruppin versprochen. Bislang fährt der RE6 einmal pro Stunde, und zwischen Hennigsdorf und Kremmen gibt es mit der RB55 Verstärkerzüge.

Verzögerung durch die Regierungsbildung in Potsdam?

Doch dieser Zeitplan ist jetzt wieder in Gefahr. Der Grund: Die Bahn warte noch immer auf eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Land für die weiteren Planungsphasen, sagt Ralf Reinhardt, der Landrat von Ostprignitz-Ruppin. Der SPD-Politiker vermutet, dass die Regierungsneubildung in Potsdam zu den Verzögerungen geführt hat. Um die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt zusammen stellen zu können, sei es aber notwendig, mit dem gleichen Tempo wie bisher an den Planungen zu arbeiten, so Reinhardt. Nur dann könnten die notwendigen Bauarbeiten für den 30-Minuten-Takt auch begonnen und beendet werden.

Denn bei Beetz soll auf einer Strecke von 6,5 Kilometern ein zweites Gleis gebaut werden, damit sich Züge auf der sonst in weiten Teilen eingleisigen Strecke auch begegnen und ausweichen können. Zudem soll der Bahnhof Radensleben wieder zu einem Kreuzungsbahnhof ausgebaut werden, wie er es bis Anfang der 90er-Jahre einer war. Die Bahn rechnet nach ersten Schätzungen mit Gesamtkosten von 28 Millionen Euro für den Ausbau der Strecke für den Prignitz-Express.

Kreistag in Neuruppin verabschiedet Resolution

„Seit September liegt die Vorlage für die Finanzierungsvereinbarung beim Ministerium, ohne dass es bisher einen Fortschritt gegeben hat“, kritisiert Reinhardt, der sich seit Jahren für eine bessere Bahnanbindung ins Berliner Stadtzentrum einsetzt.

Reinhardt hatte deshalb kurzfristig für den Kreistag am Donnerstagabend eine Resolution an das Potsdamer Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung vorbereitet. Darin wird das Ministerium aufgefordert, „unverzüglich“ die noch fehlende Vereinbarung mit der Bahn abzuschließen. Die Abgeordneten stimmten einhellig für diese Resolution.

Beim Ministerium hält man sich bedeckt

Beim Infrastrukturministerium in Potsdam hielt man sich am Montag bedeckt. Das könnte daran liegen, dass Guido Beermann (54, CDU) erst seit zwei Wochen im Ministeramt ist. Der Jurist, der verheiratet ist, drei Kinder hat und in Kleinmachnow in Potsdam-Mittelmark lebt, war zuvor in mehreren Funktionen im Bundeskanzleramt tätig und seit März 2018 Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Große Erwartungen setzt nicht allein Ostprignitz-Ruppin in den neuen Minister, sondern auch der Deutsche Bahnkunden-Verband. Sechs Projekte hat der Verband in seinem Wunschzettel aufgeführt, die Beermann „zum Wohle der Fahrgäste“ zügig umsetzen sollte. Vom Prignitz-Express ist da allerdings nicht die Rede, lediglich vom Beseitigen eingleisiger S-Bahnabschnitte und deren zweigleisiger Ausbau im Raum Berlin.

Von Andreas Vogel

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