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Kremmen Pro-Seniorenpflege plant Neubau am Schlossdamm
Lokales Oberhavel Kremmen Pro-Seniorenpflege plant Neubau am Schlossdamm
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01:17 07.04.2019
Am Schlossdamm, Ecke Burgweg könnte der neue Komplex der pro-Seniorenpflege entstehen.
Am Schlossdamm, Ecke Burgweg könnte der neue Komplex der pro-Seniorenpflege entstehen. Quelle: Enrico Kugler
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Kremmen

Die Pro-Seniorenpflege plant am Kremmener Schlossdamm einen Neubau. Das bestätigte Verwaltungsleiter Detlef Liebisch. Bislang betreibt der Verein in der Stadt eine Sozialstation, ein Alten- und Pflegeheim sowie eine Begegnungsstätte.

Am Schlossdamm soll ein neues Gebäude für die Sozialstation entstehen. Dort integriert werden wird nach den jetzigen Plänen die Begegnungsstätte, die bislang in Mieträumen an der Ruppiner Straße untergebracht ist. „Die Mieträume geben wir dann wieder ab“, so Detlef Liebisch am Donnerstag. Im hinteren Bereich ist eine Tagespflege geplant, die Platz bieten soll für zwölf Leute.

„Wir wollen das als Pro-Seniorenpflege anbieten, damit die Senioren in der Stadt bleiben können.“ Am neuen Standort könnten die verschiedenen Angebote konzentriert werden. Ursprünglich sei dort auch Betreutes Wohnen geplant gewesen. „Aber wir hatten Probleme mit dem Grundstück.“ Jetzt sei eine abgespeckte Version beantragt worden, auch mit der Begegnungsstätte. „Das wollen wir schon seit 2015, die jetzige Begegnungsstätte in der Ruppiner Straße ist nicht behindertengerecht. Das wird sich dann ändern“, erklärte Detlef Liebisch.

Freie Fläche am Schlossdamm. Quelle: Enrico Kugler

Es sei schon viel Arbeit in die Planung gesteckt worden. Das Grundstück gehört der Pro-Seniorenpflege schon einige Zeit. Aus Sicht des Verwaltungsleiters ein guter Standort. Er liegt nur gute 100 Meter vom Marktplatz entfernt, am Schlossdamm und Burgweg.

Ein Gebäude am Schlossdamm muss für das Vorhaben abgerissen werden. Es steht schon einige Zeit leer und fällt durch einen großen Riss in der Fassade auf.

Probleme machen derzeit noch die Planungen für die benötigten Parkplätze. Für Mitarbeiter und Besucher seien aufgrund der Gebäudegröße acht Parkplätze vorgeschrieben. Darum ging es auch in der Sitzung des Kremmener Hauptausschusses in dieser Woche. Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos) hatte dort angemerkt, dass die aktuellen Pläne für das Bauvorhaben ganz anders aussehen würden als ursprünglich besprochen und befürwortet. Dabei sei es um die Gebäudegrößen und auch um die Anordnung der Parkplätze gegangen. Zudem sagte Detlef Liebisch: „Wir haben Voraussetzungen zu schaffen, dass wir eine Brandmauer stellen dürfen.“ Der Bauantrag sei bereits gestellt, was auch Eckhard Koop, wie er am Donnerstag sagte, wundere. Denn immerhin sei in Sachen städtischer Grundstücke für Parkflächen noch gar keine Entscheidung gefallen. Ohne Parkplatzplanung sei jedoch keine Baugenehmigung möglich. Nun werde über eine Grunddienstbarkeit nachgedacht. Das bedeutet, dass städtische Flächen nicht gekauft, aber genutzt werden könnten.

Eckhard Koop betonte jedoch, dass der Kremmener Ortsbeirat hinter diesem Projekt stehe und es voll unterstütze.

Von Robert Tiesler