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Kremmen Projekt „Wohnquartier Rhingärten“ verschoben
Lokales Oberhavel Kremmen Projekt „Wohnquartier Rhingärten“ verschoben
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13:43 14.08.2019
217 Wohneinheiten soll(t)en auf der Fläche zwischen Bahngleisen und Straße der Einheit entstehen sollen. Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Rheinhäuser sollten dort gebaut werden. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Kremmen

Mehrheitlich (drei Nein-Stimmen, zwei Ja-Stimmen) wurde am Dienstagabend im Bauausschuss das Projekt „Wohnquartier Rhingärten“ erst einmal abgelehnt. „Zum einen ist die Situation des Flächennutzungsplans ungeklärt. Zum anderen geht es um die soziale Infrastruktur wie Kita- und Schulplätze“, bestätigt Bauausschuss-Chef Ricky Schlichting (SPD). „Grundsätzlich ist man nicht gegen das Projekt. Doch es gibt noch zu viele offene Fragen.“

Ein Investor hatte sich am Dienstag den Politikern vorgestellt. Im Gepäck hatte er 217 Wohneinheiten, die auf der Fläche zwischen Bahngleisen und Straße der Einheit entstehen sollen. Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Rheinhäuser sollten dort gebaut werden. „Im Endstadium wären das 600 Einwohner mehr für Kremmen“, so Schlichting. „Das funktioniert in der momentanen Situation nicht. Wir bräuchten mehr Räumlichkeiten bei Kita und Schule.“

Ortsvorsteher Eckhard Koop (DUB) dazu: „Wir haben das Projekt nach dem jetzigen Stand verschoben“, sagt er. „Das Wohnquartier Rhingärten soll auf einer Fläche von 8,6 Hektar gebaut werden. Laut Landesentwicklungsplan hat Kremmen mit den Ortsteilen 7,7 Hektar für die Bebauung zur Verfügung. Wir haben aber noch andere Projekte in der Planung. Zwei in Staffelde und eines in Orion. Da kommen wir jetzt schon insgesamt auf 12,14 Hektar.

Solange Kremmen noch kein Grundfunktionszentrum ist und wir möglicherweise dann 6,5 Hektar mehr im Außenbereich bebauen könnten, wäre es jetzt den anderen Ortsteilen unsolidarisch gegenüber, das Wohnquartier zu beschließen. Die gesamte Planung für die nächsten zehn Jahre wäre damit festgelegt.“

Zudem sieht Koop ebenfalls Probleme bei der Kapazität der Kita- und Schulplätze. „Wie viele Familien nach Kremmen ziehen würden, kann man natürlich nicht sagen. Doch von der Erfahrung her zieht es junge Familie in unsere Region. Die Kinder müssen zur Kita gehen können. Schon heute platzen wir aus allen Nähten“, sagt der Ortsvorsteher, der aber auch sagt: „Wir wollen Entwicklung für Kremmen.“

Eigentlich sollte das Thema am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung behandelt werden. Doch Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) habe das Thema von der Tagesordnung genommen, heißt es.

Von Sebastian Morgner

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