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Kremmen Ein Frauen-Trio bringt das Dorf voran
Lokales Oberhavel Kremmen Ein Frauen-Trio bringt das Dorf voran
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02:08 26.07.2019
Der weibliche Ortsbeirat in Groß-Ziethen (v.l.): Steffanie Marzahn, Antje Marcy und Astrid Braun. Quelle: Robert Tiesler
Groß-Ziethen

Frauen an die Macht! In Groß-Ziethen ist das gelungen. Der Ortsbeirat des Kremmener Ortsteils besteht seit der Kommunalwahl im Mai aus der Ortsvorsteherin Astrid Braun (59), Steffanie Marzahn (30) und Antje Marcy (44). „Wir haben nichts gegen Männer“, sagt Astrid Braun und schmunzelt. „Aber es hat sich einfach nicht ergeben, und es ist auch keiner von den Männern auf uns zugekommen.“ Zwar hatte die SPD bei der Wahl einen Mann ins Rennen geschickt – geschafft hat er es aber nicht. So leiten nun die drei Frauen, die allesamt als Einzelkandidatinnen antraten, die Geschicke im Dorf.

Astrid Braun war zuvor schon vier Jahre Ortsvorsteherin, ihre beiden Mitstreiterinnen sind dagegen neu im Ortsbeirat. „Mich hat Astrid angesprochen, ob ich Interesse habe“, erzählt Antje Marcy. „Wir sind ja alle auch im Heimatverein, da ergeben sich solche Gespräche“, ergänzt Steffanie Marzahn.

Aufgewachsen in Kremmen

Die 44-jährige Antje Marcy ist Buchhalterin bei der Wohnungsgenossenschaft in Hennigsdorf. „Im Heimatverein bin ich seit drei Jahren.“ Nach Groß-Ziethen gezogen ist sie vor sieben Jahren. „Ich habe das Haus von der Oma übernommen.“ Aufgewachsen ist sie in Kremmen, später lebte sie in Hennigsdorf. Der Familie wegen ging es zurück ins Dorf. „Ich finde es schöner, wenn die Kinder auf dem Land großwerden.“ Sie mag es, dass dort jeder jeden kennt. „Man grüßt sich, und man hilft sich.“ Sie mag die „Weiberabende“ des Heimatvereins, „und die Dorffeste sind auch toll.“

Steffanie Marzahn lebt von Geburt an in Groß-Ziethen. „Das ist mein Zuhause“, sagt sie. Sie ist seit 2008 Gesundheits- und Krankenpflegerin in den Ruppiner Kliniken in Neuruppin.

Seit 2015 Ortsvorsteherin

Astrid Braun lebt seit 1994 in Groß-Ziethen. „Das ist und bleibt meine Wahlheimat“, sagt die ehemalige Polizeireiterin. Als sie 2015 Ortsvorsteherin wurde, habe sie noch nicht gewusst, was auf sie zukomme. „Aber ich glaube, jetzt habe ich mich gut eingearbeitet, und es macht mir auch Spaß.“

Zwar sitzen die drei im Ortsbeirat, alleine wollen sie aber nicht entscheiden, was in Groß-Ziethen passieren soll. „Unser Wunsch an die Bürger ist, dass sie auch auf uns zukommen“, sagt Astrid Braun. „Ich bin fast rund um die Uhr erreichbar und mache zeitnahe Termine. Wir freuen uns über alle Anregungen.“

Die Alte Dorfstraße bleibt ein Dauerthema, auch wenn die Decke erst mal einigermaßen repariert ist. Aber das alte Feuerwehrhaus und das danebenstehende „Kräuterhäuschen“ könnten Erhaltungsmaßnahmen gebrauchen – das sei immer mal wieder ein Thema im Dorf. Auch an der Akustik in der Alten Schule mit dem Gemeinderaum, könnte gearbeitet werden – was jedoch nicht ganz billig sei. Am 24. August aber ist erst mal Dorffest. Die Vorbereitungen laufen schon.

Von Robert Tiesler

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