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Kremmen Resist to Exist: Bürgermeister Busse lehnt Volksfest-Antrag ab
Lokales Oberhavel Kremmen Resist to Exist: Bürgermeister Busse lehnt Volksfest-Antrag ab
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19:51 24.07.2019
Es ist weiter unklar, ob „Resist to Exist“ 2019 stattfinden kann. Quelle: privat
Kremmen

Ob das Punkfestival „Resist to Exist“ vom 2. bis 4. August in Kremmen stattfinden kann, steht weiterhin nicht fest. Denn auch mit dem immer wieder angekündigten „Plan B“ gibt es Probleme.

Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg fällt noch vor dem 2. August. Das sagte eine Sprecherin des Gerichtes. Bis dahin werde entschieden, ob die Ordnungsverfügung der Bauordnungsbehörde des Landratsamtes rechtmäßig ist. Darin wird den Veranstaltern des Events verboten, landwirtschaftliche Gebäude umzunutzen, Zäune oder Zelte aufzustellen. Auch wenn der Landkreis in einer Pressemitteilung betont, dass das nicht die Bühne und die Musik betreffen würde – das wäre das Aus für das Event.

Volksfest abgelehnt

Unterdessen hatte der Verein Alternati bei der Stadt Kremmen ein Volksfest angemeldet. Im Amtsdeutsch: Spezialmarkt. Diesen „Plan B“ jedoch hat Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) in einem Schreiben vom Dienstag an Wolfgang Kunwald, dem technischen Festivalleiter, abgelehnt. Es handele sich bei „Resist to Exist“ nicht um ein Volksfest, so Busse in der Begründung. Ein Volksfest sei eine Veranstaltung, auf der „eine Vielzahl von Anbietern unterhaltende Tätigkeiten (...) und Waren feilbietet, die üblicherweise auf Veranstaltungen dieser Art angeboten werden.“ Diese Voraussetzungen seien nach Busses Ansicht nicht erfüllt.

Wolfgang Kunwald widerspricht ihm. Es gebe mehrere Schausteller, die zum Fest kommen würden und verschiedene Stände anbieten würden. „Da ist dann für jeden etwas dabei.“ Eine musikalische Darbietung auf so einem Fest sei normal. Das Zaun-Problem würde sich im Fall eines Volksfestes auch anders darstellen. Das Ordnungsamt müsse auch beim Volksfest prüfen, ob der Schutz der Gäste gewährleistet sei. Kunwald hat noch am Dienstag Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt – nun muss wiederum der Landkreis diesen Vorgang prüfen.

Unverständnis bei der SPD in Kremmen

Mit Unverständnis reagierte am Mittwoch der Kremmener SPD-Fraktionschef Andreas Dalibor. Er wies darauf hin, dass die Stadtverordneten das Festival befürwortet hatten. „Nun sollte man meinen, wenn man für eine Sache ist, akzeptiert man auch die Genehmigung, um die Ecke’“, so Dalibor. „Aber anscheinend geht es doch eher darum, dieses spezielle Fest nicht zu wollen.“

Falls das Oberverwaltungsgericht das Urteil des Potsdamer Verwaltungsgericht bestätigt und auch der Volksfest-Plan misslingt, dann, so Wolfgang Kunwald, bedeute das wohl tatsächlich das Aus für „Resist to Exist“ dieses Jahr in Kremmen.

Von Robert Tiesler

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