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Kremmen Resist to Exist: Veranstalter ziehen vor Gericht
Lokales Oberhavel Kremmen Resist to Exist: Veranstalter ziehen vor Gericht
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23:05 17.06.2019
Seit 2016 findet am Oranienburger Weg in Kremmen das Punkfestival statt. Quelle: FOTO: Robert Roeske
Kremmen

Das Kremmener Punkmusik-Festival steht weiterhin auf der Kippe. „Resist to Exist“ soll eigentlich, wie in den Vorjahren auch, am ersten August-Wochenende auf der Wiese am Ende des Oranienburger Weges stattfinden. Der Streit mit der Oranienburger Bauaufsichtsbehörde unter der Leitung von Oliver Grützmacher geht stattdessen in die nächste Runde. Wie die Veranstalter mitteilten, wollen sie mit einem Eilantrag vor das Potsdamer Verwaltungsgericht ziehen.

Zuvor erhielt der Trägerverein „alternati e.V.“ eine kostenpflichtige Ordnungsverfügung der unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Oberhavel. „Die kostenpflichtige Ordnungsverfügung für das Gelände am Oranienburger Weg stellt die Nutzung der landwirtschaftlichen Bauten, das Ausweisen von Zeltflächen und das Errichten von Zelten zum Zwecke der Übernachtung, das Errichten von Verkaufsständen sowie das Einfrieden des Geländes mittels Bauzäunen unter Strafe“, so die Veranstalter. „Defacto ist damit die Durchführung des seit 2016 in Kremmen stattfindenden jugendkulturellen Events nicht mehr möglich.“

Wolfgang Kunwald, der technische Leiter des Festivals, sagte am Montag zur MAZ: „Wir bereiten gerade das Schriftstück vor.“ Am Freitag soll es zudem laut seinen Angaben ein weiteres Gespräch mit Oliver Grützmacher im Oranienburger Landratsamt geben. Wolfgang Kunwald hofft, dass dort aus seiner Sicht falsche Tatsachen ausgeräumt werden können.

„Es heißt, wir würden landwirtschaftliche Räume nutzen, das entspricht nicht den Tatsachen“, sagte er am Montag. „Ich weiß nicht, was das Problem ist, was er tatsächlich hat.“ Am Anfang habe es geheißen, die Organisatoren müssten einen Bauantrag stellen, dafür müsste der Bebauungsplan geändert werden. Das habe der Verein in Gang gesetzt, so Wolfgang Kunwald weiter. Jetzt sei jedoch unklar, in welche Weise der Bebauungsplan geändert werden müsse, darauf werde zudem von der Bauaufsichtsbehörde gar nicht mehr eingegangen, so der technische Leiter.

Nur ein Kuh-Unterstand werde für die Personal-Kantine genutzt. „Selbst wenn er das meint, wäre das keine Umnutzung.“ Kunwald stützt sich auf die Aussagen eines Anwaltes, den sich der Verein genommen hat. „Wegen drei Tage so einen Verwaltungsakt anzuwerfen, ist Wahnsinn.“

Das Bauordnungsamt beharrt dagegen auf seine Ansicht, dass durch den Fakt, dass das Event jährlich stattfindet, eine „baugenehmigungspflichtige Nutzungsänderung“ stattfinde, für die eine Baugenehmigung Pflicht sei. „Eine Baugenehmigung wurde bislang weder beantragt noch erteilt“, so Constanze Gatzke, die Pressesprecherin der Kreisverwaltung. Alles sei dem „Alternati e. V.“ spätestens seit April 2018 bekannt. Man habe die Veranstalter dazu ausführlich beraten.

Falls sich das Bauordnungsamt und dessen Leiter Oliver Grützmacher, der auch CDU-Chef in Kremmen ist, durchsetzen, könnte es sein, dass das Festival kurzfristig umzieht. „Wir haben da ein Gelände in Aussicht“, so Wolfgang Kunwald am Montag. „Resist to Exist“ könnte in Thüringen stattfinden. Der Zeitpunkt, wo das entschieden werden müsse, liege nicht mehr weit entfernt, heißt es. 1500 Tickets sind laut Veranstalter schon verkauft.

Von Robert Tiesler

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