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Kremmen Sana-Klinik: Wolfram Seidel verabschiedet sich als Chefarzt
Lokales Oberhavel Kremmen Sana-Klinik: Wolfram Seidel verabschiedet sich als Chefarzt
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15:00 12.12.2019
Seit 1987 arbeitet Wolfram Seidel an der Klinik in Sommerfeld – sein zweites Zuhause, wie er sagt. Quelle: Robert Tiesler
Sommerfeld

An der Klinik für Manuelle Medizin der Sana-Kliniken in Sommerfeld steht ein Wechsel bevor. Am Freitag wird der langjährige Chefarzt Wolfram Seidel verabschiedet. Seit 1987 hat er dort gearbeitet, wenig später ist er Chef der Abteilung geworden. Hatte sie anfangs 20 Betten, sind es heute 180.

„Das ist schon eine sehr einschneidende Entscheidung für mich“, sagt der 65-Jährige, der in Lehnitz lebt. Vor etwa einem Jahr hatte er für sich entschieden, dass mit 65 Schluss ist. 32 Jahre hat er dann in Sommerfeld gearbeitet. „Das ist hier ein bisschen wie ein zweites Zuhause.“ Er werde die Patienten vermissen, aber auch die Kollegen aller Berufsgruppen.

Etwa 3400 Patienten pro Jahr werden an der Klinik für manuelle Medizin in Sommerfeld behandelt. „Zu uns kommen Menschen mit vielschichtigen Problemen“, erzählt Wolfram Seidel. Dabei könne es sein, dass der Bandscheibenvorfall nur ein Teil der eigentlichen Erkrankung darstelle. „Die ganzheitliche Untersuchung von Patienten ist die Voraussetzung für die Behandlung. Bei den Ganzkörperuntersuchungen würden die Muskeln, Gelenke und Bänder überprüft. Es gehe aber auch immer um psychologische und soziale Aspekte, die eventuell eine Krankheit auslösen, die zu Bewegungsstörungen führen könnte.

An der Humboldt-Uni studiert

Wolfram Seidel stammt aus Jüterbog, er hat an der Berliner Humboldt-Universität studiert, es folgte die Facharzt-Ausbildung an der Charité. Nach sieben Jahren kam es dann zum Wechsel nach Sommerfeld. Er hätte zwar an dem renommierten Haus bleiben können, „aber ich hatte hier die Gelegenheit, die Abteilung für physikalische Medizin in der ehemaligen Lungenheilklinik zu eröffnen und mitzugestalten.“ Das hatte ihn damals gereizt. Heute sei das Haus eine hoch spezialisierte Fachklinik für nichtoperative Orthopädie und Schmerzmedizin. Wichtig sei ihm in der heutigen Zeit, in der die Ökonomie eine immer wichtigere Rolle spielt, „sich an den Erfordernissen der Patienten zu orientieren. Die Chance haben wir immer gehabt.“ Es sei immer das Anliegen von ihm und seinem Team gewesen, die Ursachen für gesundheitliche Probleme herauszufinden, auch unter Berücksichtigung von Faktoren wie Stress oder psychischer Probleme.

Chefarzt Wolfram Seidel (l.) und sein Nachfolger Jan Emmerich. Quelle: Robert Tiesler

Er habe immer gerne in Sommerfeld gearbeitet, sagt er. Er habe in einem Team gearbeitet, das immer ein gutes Zusammenspiel gebildet habe. Im Gegenzug will er sich nun mehr Zeit für die Familie nehmen. „Sie hat mir den Rücken frei gehalten, jetzt kann ich einiges zurückgeben.“ Fünf Enkel hat er. Außerdem einen Stapel ungelesener Bücher und diverse Reiseziele.

Sein Nachfolger wird Jan Emmerich. Der 51-Jährige aus Birkenwerder ist seit 2009 Oberarzt in Sommerfeld und übernahm 2017 die Position des Leitenden Oberarztes der Klinik für Manuelle Medizin. Er freut sich auf die neue Aufgabe, hat aber auch Respekt. „Das ist ja nichts, was man aus der Hand schütteln kann.“ Ihn erwarte viel Arbeit, aber er habe ein gutes Vorbild. „Ich fühle mich hier längst wie Zuhause“, sagt Jan Emmerich. Er sei sehr schnell gut in das Team integriert worden. „So ist Sommerfeld halt“, fügt er mit einem Schmunzeln hinzu. „Dieser Ort hier wäre nichts, wenn die Leute hier nicht so familiär zusammenarbeiten würden.“ Das sei ihm auch wichtig.

Am Freitagmittag wird Wolfram Seidel im Rahmen einer Feierstunde in der Sommerfelder Klinik verabschiedet.

Von Robert Tiesler

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