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Kremmen Seit 30 Jahren Meister: Bäcker Karsten Guse feiert Jubiläum
Lokales Oberhavel Kremmen Seit 30 Jahren Meister: Bäcker Karsten Guse feiert Jubiläum
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17:50 13.12.2019
Karsten Guse in der Backstube. Quelle: Robert Tiesler
Flatow

Am Sonntag hat Karsten Guse etwas zu feiern. Am 15. Dezember 1989 hatte er seinen Meisterbrief in der Tasche. Das ist jetzt 30 Jahre her. Der 52-jährige Flatower schmunzelt. „Das war eine schöne Zeit, damals waren wir 50 Schüler aus dem Bezirk Potsdam.“ Im Interhotel haben sie sich damals zur Feier des Tages ein Bier gegönnt.

Seit 2003 ist er der Chef in der Bäckerei Guse an der Hauptstraße in Flatow. Eine Filiale gibt es zudem in Linum. Seit 2013 steht er weitgehend allein in der Backstube. Der Tag beginnt früh. Sehr früh. Nämlich um 1 Uhr in der Nacht. „Da fange ich an. Brot, Brötchen, Kuchen.“ Um halb fünf fährt er das erste Mal vom Hof – Liefertour. Er bringt Backwaren in den Laden nach Linum, nach Fehrbellin und in ein Altenheim in Nauen. Ist er in Flatow zurück, beginnen schon die Vorbereitungen für den nächsten Tag. Am frühen Nachmittag ist Zeit für ein bisschen Schlaf, danach folgen die Abrechnungen. „Dann ist es abends sechs oder halb sieben.“

Karsten Guse mit seiner Frau Natja im Bäckerladen. Quelle: Robert Tiesler

Seine Spezialität: der Bienenstich. „Das ist meine Rezeptur – die verrate ich aber nicht“, sagt er und lacht. „Ich hatte in der Lehre einen Mitlehrling, wir haben mit dem Bienenstich rumgealbert. Nach dem Motto: Wird schon gehen. Eine Junggesellin kam hinzu, die hat uns das dann von A bis Z gezeigt, und seitdem mache ich den Bienenstich immer so. Wir waren damals 18, und sie war 22.“

Ansonsten gibt es in Flatow Brot, Brötchen, Blechkuchen, Kekse sowie Pfannkuchen, Spritzkuchen, Kameruner – und jetzt, in der Weihnachtszeit auch Dominosteine und Stollen. „Wobei die Dominosteine und auch die Kekse momentan besser gehen als die Stollen“, hat Karsten Guse festgestellt. Jetzt, vor Weihnachten sei besonders viel zu tun, und ganz allgemein ist in der Bäckerei der Sonnabend in Flatow der stärkste Tag. „Da sind die Leute alle zu Hause, und da kommen sie alle.“

Pfefferkuchen aus der Bäckerei Guse in Flatow. Quelle: Robert Tiesler

Wie überhaupt die Menschen sich wieder mehr zu den handwerklichen Bäckern hinwenden. „Da wendet sich das Blatt, die Leute sind zufrieden, dass es die kleinen Bäcker noch gibt.“ Wie es aber um die Zukunft der Bäckerei bestellt ist, wenn Karsten Guse in den Ruhestand geht, ist noch unklar „Im Moment sieht es nicht so aus, dass eines unserer Kinder übernimmt“, sagt Natja Guse. Aber ihr Mann Karsten gibt die Hoffnung noch nicht ganz auf. Als Ausgleich für die viele Arbeit – Zeit für das Familienleben und für Urlaub bleibt wenig – geht Karsten Guse auf die Jagd. Vorzugsweise in der Gegend um Staffelde oder Linumhorst. „Ich versuche, wenigstens am Wochenende mir dafür Zeit zu nehmen.“ Aber es sei wichtig, um mal zur Ruhe zu kommen.

Schade findet er, dass es immer schwieriger werde, Hilfe im Laden zu bekommen. Sie würde dringend gebraucht.

Am Wochenende wird aber erst mal das 30. Meisterjubiläum gefeiert. „Mit der Familie werde ich drauf anstoßen“, sagt Karsten Guse.

Von Robert Tiesler

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