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Kremmen Senioren feiern den Frühling auf dem Spargelhof
Lokales Oberhavel Kremmen Senioren feiern den Frühling auf dem Spargelhof
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16:50 24.03.2019
150 Senioren feierten auf dem Spargelhof. Quelle: Robert Roeske
Kremmen

Auf dem Spargelhof brannte am Sonnabend ein gemütliches Feuer, rundherum saßen die Senioren aus allen Kremmener Ortsteilen. Es war das Frühlingsfest, zu dem der Seniorenbeirat geladen hatte. Deutlich mehr Gäste als erwartet waren gekommen. 150 an der Zahl, so dass sich auch im Nebenraum die Plätze füllten.

Mit Musik und Tanz feierten die Senioren aus allen Kremmener Ortsteilen am Sonnabend auf dem Spargelhof den Frühlingsanfang.

Bisher habe man im Saal der Sommerfelder Klinik gefeiert, berichtet Gerhard Mittelstädt, Vorsitzender des Seniorenbeirates. Doch da fand am Sonnabend ein Ärztekongress statt. Auch das Kulturhaus in Sommerfeld war keine Alternative, da dort gerade um- und ausgebaut werde, so Mittelstädt. Daher sei man froh und dankbar, kurzfristig mit dem Spargelhof eine Alternative gefunden zu haben. Doch nicht alle waren glücklich, da die Akustik verzwickt war. Im Nebenraum waren weder Ansagen, noch Musik zu hören. Auch Stühle fehlten, berichtete Wilfried Zilske aus Flatow. „Wenn man eine bestimmte Anzahl an Karten verkauft hat, weiß man doch, wie viele Stühle man stellen muss“, gab er zu bedenken. Auch eigne sich der Boden des rustikalen Saals eher nicht zum tanzen, gab der Flatower Senior zu bedenken. „Es ist eben eine Notlösung, aber gut, dass sich der Spargelhof bereit erklärt hat.“

Ein Stückchen Landesgartenschau von Erntekönigin Lara. Quelle: Robert Roeske

Bevor jedoch der bunte Frühlingsnachmittag mit Kaffee und Kuchen, Abendbuffet und Musik beginnen konnte, gab es die obligatorischen Grußworte. „Die Sitzgruppen sind erstmals sehr gemischt“, erklärte Mittelstädt, der hoffte, dass so die verschiedenen Ortsgruppen auch untereinander ins Gespräch kommen würden. Bis dato hatte jede Ortsgruppe sortiert an langen Tafeln gesessen. Kremmens Stadtverordnetenvorsteher Detlef Reckin (SPD) warb für die Landesgartenschau in Wittstock, die mit Zug oder Fahrrad gut aus Kremmen erreichbar sei. Für alle Senioren hatte Kremmens Erntekönigin Lara Volgnandt ein Stück Landesgartenschau als Geschenk dabei: Eine Saatgutmischung direkt von der Laga, die für einen Quadratmeter Blumenwiese reiche. „Man kann ja nicht jeden Tag nach Wittstock fahren“, scherzte Reckin.

Frühlingsfest der Senioren  2019 auf dem Spargelhof. Quelle: Robert Roeske

Ernster wurde Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) in seinem Grußwort. Er warb für den Seniorenbeirat, denn Gerhard Mittelstädt möchte sein Amt aus Altersgründen aufgeben, hat jedoch gerade noch um ein halbes Jahr verlängert, weil sich kein Nachfolger gefunden hat. „Der Seniorenbeirat braucht Unterstützung, übernehmen Sie Verantwortung“, forderte Busse die Kremmener Senioren auf. Solche Feste seien doch der beste Lohn für die geleistete Arbeit. Und man könne etwas für die Senioren bewegen, bemerkte Mittelstädt. „Wir kümmern uns um euch, auch im Alltag“, sei dabei das Motto. Egal ob Wohnsituation oder Sicherung der Arztversorgung, als Seniorenbeirat könne man die Verantwortlichen für die Bedürfnisse älterer Menschen sensibilisieren, so der 76-Jährige.

Sebastian Busse dankte Dieter Markusch (r.) für sein langjähriges Engagent. Quelle: Robert Roeske

Denn die Arbeit des 14-köpfigen Seniorenbeirates gehe weit über die Organisation von Festen hinaus, bestätigte Busse. So ehrte er in Abwesenheit Waltraud Riehl aus Kremmen, die im Jahr 2000 zu den Gründungsmitgliedern des Seniorenbeirates gehörte. Auch im Festkomitee habe sie viele Ideen eingebracht und sei bei Diskussionen stets der ausgleichende Ruhepol gewesen, erklärte der Bürgermeister in seiner Dankesrede. Ebenfalls seit über zehn Jahren im Seniorenbeirat aktiv ist Dieter Markusch aus Linumhorst. Der 84-Jährige engagierte sich nicht nur 2009 bei der Befragung der Senioren in der Stadt, sondern rief auch 2012 den runden Tisch in der Stadt ins Leben.

Die Musiker sorgten für Stimmung auf dem Frühlingsfest. Quelle: Robert Roeske

Ein Erfolg dieser Runde sei, dass eine Firma sich derzeit um die Umsetzung von 15 barrierefreien Übergängen in der Altstadt kümmere, lobte Busse. Das käme nicht nur Menschen mit Rollator oder Krückstock zugute, sondern allen Kremmener Bürgern. Auch zum Thema seniorengerechtes Einkaufen habe der Linumhorster viel erreicht, berichtete der Bürgermeister, wie die Toilette bei Edeka und kleine Einkaufskörbe. Als Dank gab es einen Präsentkorb. Dann konnte das Fest beginnen: Sängerin Marlies Carbonaro und ihr Pianist Frank Henry Gaebelein aus Berlin unterhielten mit Evergreens und Operettenhits unter dem Motto „So oder so ist das Leben“ und der Shantychor Kremmen sorgte mit Seemannsliedern für ein wenig Fernweh.

Von Ulrike Gawande

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