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Kremmen Stadtverordnete diskutieren über die Situation in der Kita „Rhinstrolche“
Lokales Oberhavel Kremmen Stadtverordnete diskutieren über die Situation in der Kita „Rhinstrolche“
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06:27 25.10.2019
Die Kita „Rhinstrolche“ in Kremmen. Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

Wie ernst ist die Lage in der Kremmener Kita „Rhinstrolche“? Gibt es noch genug Platz für Kinder oder ist es dort nicht schon längst zu eng? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am Donnerstagabend die Kremmener Stadtverordneten.

Auslöser war ein Antrag der Fraktion UWG/LGU-SPD. Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) sollte beauftragt werden, die Kinderbetreuung in der Kita „Rhinstrolche“ durch eine ausreichende Anzahl an Containerbauten zu entlasten. Die Rede war von einem Zeitraum ab Januar 2020 bis zur Fertigstellung des schon beschlossenen Anbaus.

Der Fraktionsvorsitzende Andreas Dalibor (parteilos) beruft sich auf eine Begehung der Kita durch Mitglieder des Bauausschusses am 19. September. Dabei sei ihnen mitgeteilt worden, dass die Kita ab Januar 2020 ausgelastet sei und keine weiteren Kinder mehr aufnehmen könne. Die Kapazität von 148 Kindern sei dann erreicht – und dies auch schon nur mit Ausnahmegenehmigung.

Auch führte Andreas Dalibor in seinem Antrag aus, „dass aufgrund von Doppelnutzungen für zwei der aktuellen, altersgemischten Kitagruppen mit jeweils 27 bis 33 Kindern die räumlichen Gegebenheiten sehr beengt und die sanitären Einrichtungen nicht altersgerecht und ausreichend für die Anzahl der Kinder vorhanden sind.“ Deshalb werde der Container-Ersatz vorgeschlagen.

Eckhard Koop (DUB) merkte zudem an, dass es in der Kita keinen richtigen Raum für die Betreuer gebe, in dem zum Beispiel Elterngespräche geführt werden könnten. Und: „Die Kinder kommen am Mittag nicht zur Ruhe.“ Denn sie würden teilweise in einem Raum schlafen, in dem sich auch die Garderobe für andere Kinder befinde. „Es besteht dringender Handlungsbedarf.“ Es herrsche ein Ausnahmezustand, die Kinder seien „zusammengepfercht“. Auch die Akustik und der Lärmpegel seien problematisch. „Wir wollen alle, dass unsere Kinder gut betreut werden, man muss da eine Entspannung herbeiführen.“

Aus Sicht der Verwaltung sei das Problem der Kapazität jedoch nicht so dringend wie dargestellt. Erst im Juni 2020 werde nach jetzigem Anmeldestand die Kapazitätsgrenze erreicht, ab August 2020 gehe die Zahl der Kinder aber wieder stärker zurück. Zudem würden gerade in Staffelde weitere Kapazitäten geschaffen.

Bauamtsleiter Enrico Wießner sagte, es sei nicht abschätzbar, wie lange es dauere, einen Container auf dem Kitagelände in Betrieb zu nehmen. Der Bau gehe relativ schnell, das Problem seien die Anschlüsse und die Frage, wohin er überhaupt gestellt werden könne. Sebastian Busse (CDU) sagte in Bezug auf den schon beschlossenen Kita-Anbau, dass man noch immer auf den Fördermittelbescheid warte. Es sei nicht absehbar, wann der komme. Eckhard Koop (DUB) wollte daraufhin wissen, ob man diesem Bescheid nicht vorgreifen und mit der Errichtung des Anbaus schon beginnen könne.

Der Antrag von UWG/LGU-SPD wurde dann noch geändert. Die Verwaltung wird nun beauftragt, kurzfristig Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen, damit im Frühjahr 2020 der Bau des Anbaus beginnen könne – und ob eine Lösung mit Containern vorher dennoch möglich sei. Dafür gab es eine Mehrheit im Stadtparlament. Dem eigentlichen Antrag stimmten dann 15 Stadtverordnete zu, drei lehnten ihn ab.

Von Robert Tiesler

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