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Kremmen Viel zu wenig Platz: Darum braucht die Feuerwehr ein neues Gebäude
Lokales Oberhavel Kremmen Viel zu wenig Platz: Darum braucht die Feuerwehr ein neues Gebäude
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15:21 05.06.2019
Oliver Fritz zeigt den wenigen Platz, den die Feuerwehrleute zum Umziehen haben. Quelle: Enrico Kugler
Kremmen

Es wird allerhöchste Zeit! Dass die Kremmener Feuerwehr am Schlossdamm einen neuen Standort bekommt, ist zwar beschlossen. Wann es jedoch so weit ist, steht noch nicht fest. Wer sich jedoch mal in der Feuerwache an der Straße der Einheit umsieht, wird sehr schnell feststellen: „Der Punkt, wo man sagen muss, es geht nicht mehr, der ist längst erreicht.“

Der das sagt, muss es genau wissen. Oliver Fritz (38) ist Kremmens Ortswehrführer. Seit 1991 ist er dabei, damals fing er bei der Jugendfeuerwehr an. „Wir haben hier eine reine Fahrzeughalle, ein Sozialbau existiert nicht.“ Zwar befindet sich nebenan auch ein Schulungs- und Aufenthaltsraum. Der reicht aber nicht mal für größere Versammlungen. „Mit maximal 20 Leuten kann man da rein.“ Eigentlich hat die Kremmener Feuerwehr aber etwa 40 Aktive, plus 13 Leute in der Altersabteilung und sechs in der Jugendfeuerwehr.

Wenig Platz in der Halle. Quelle: Enrico Kugler

„Es ist jetzt acht Jahre her, wo der Punkt kam, dass es kritisch wurde“, sagt Oliver Fritz. Die Technik ist immer weiter gewachsen. Als das neue Löschfahrzeug kam, wurde die Enge noch deutlicher. Es muss erst rausgefahren werden, bevor alle einsteigen können. „Das sorgt natürlich für verzögerte Abfahrtzeiten.“ Der Ortswehrführer schätzt, dass ihnen jedes Mal eine Minute verloren geht. „Im Alarmfall ist das viel.“ Fünf Fahrzeuge sind in der Feuerwache untergebracht, ein sechstes musste bereits woanders einen Platz finden – in einer privaten Scheune im Scheunenviertel. „Der Mannschaftstransportwagen wird zwar nur bei größeren Lagen benötigt“, so Oliver Fritz, trotzdem sei aber der Aufwand hoch, den erst mal zu holen.

Die Umkleidemöglichkeiten sind in der Straße der Einheit sehr beengt. Zwischen Fahrzeugen und Schränken ist maximal einen Meter Platz – dort müssen sich die Feuerwehrleute umziehen. „Im Alarmfall sind das schon mal 15 Leute, das ist ein ganz schönes Gerangel.“ Auch Frauen müssen sich dort umziehen. „In anderen Wachen ist das alles baulich getrennt.“

Oben in der Einfahrt mussten schon „Korrekturen“ vorgenommen werden. Quelle: Enrico Kugler

Es sei eigentlich ein Wunder, dass es noch keine größeren Zwischenfälle gegeben habe, so der Ortswehrführer. Auch was den Platz rund um die Wache angehe. Zwar gebe es inzwischen einen speziellen Parkplatz, aber wenn am Wochenende nebenan Fußballspiele stattfinden, dann werde es auch in der Hinsicht noch mal enger.

Die lange Standort-Diskussion, wo denn die neue Wache gebaut werde, sorgte auch unter den Kameraden für Unruhe. „Teilweise hat einen das ein bisschen deprimiert“, so Oliver Fritz. „Dabei besteht hier dringender Handlungsbedarf.“ Der zwischendurch ins Spiel gebrachte Neubau am Sportplatz „ist vielen Sportlern sauer aufgestoßen.“ Mit dem Schlossdamm seien alle zufrieden. „Wir sind zwar aus der Stadt raus, aber der Platz dort ist erweiterbar. Wir können ja nicht alle 20 Jahre den Standort wechseln.“

Der Versammlungs- und Schulungsraum. Quelle: Enrico Kugler

Kürzlich feierte die Wehr ihr 110. Jubiläum. „Vielleicht feiern wir das nächste große Jubiläum, das 112., dann schon in der neuen Wache“, so Oliver Fritz.

Am Mittwoch sahen sich in der alten Feuerwache aber erst mal Kinder der Flex-Klasse der Kremmener Goethe-Grundschule um. Sie durften sich die Einsatzwagen ansehen, und ein paar Spiele gab es auch. Das machte allen sichtlich Spaß.

Grundschüler aus Kremmen besuchten am Mittwoch die Feuerwehr – sie sahen sich im Gebäude um, bestaunten die Technik und konnten spielen. Quelle: Enrico Kugler

Von Robert Tiesler

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