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Kremmen Zu wenige Unterstützer: Dorfladen-Projekt ist gescheitert
Lokales Oberhavel Kremmen Zu wenige Unterstützer: Dorfladen-Projekt ist gescheitert
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00:26 08.06.2019
Die Projektgruppe Dorfladen Sommerfeld mit (v.l.) Daniel Wedewardt, Rudi Kretschmann, Petra Schmid und Günter Pahs. Quelle: Robert Tiesler
Sommerfeld

Einen Dorfladen in Sommerfeld wird es erst mal nicht geben. Eine entsprechende Projektidee ist am Mittwochabend als gescheitert erklärt worden.

In den vergangenen drei Wochen hatten die Bewohner von Sommerfeld, aber auch von Hohenbruch und Beetz, die Gelegenheit, eine Absichtserklärung abzugeben. Darin ging es darum, den Willen zu bekunden, im Dorfladen einkaufen zu wollen und darum, mindestens 200 Euro als Anschubfinanzierung zu zahlen. Das Geld wäre vor Eröffnung fällig geworden, um die Ladenausstattung zu bezahlen und den ersten Warenbestand kaufen zu können.

75.000 Euro wären benötigt worden – zumindest erst mal auf dem Papier. Am Ende sind 43.650 Euro zusammengekommen. Das ist nicht wenig, reicht jedoch nicht. 106 Bewohner hatten die Möglichkeit genutzt, das Projekt zu unterstützen. „Es gab darunter auch deutlich größere Beträge bis in den fünfstelligen Bereich“, sagte Daniel Wedewardt, einer der Initiatoren, am Mittwochabend. Wenn man von den 200 Euro ausgeht, wären jedoch 375 Absichtserklärungen nötig gewesen. „Und selbst die 375 sind ja nur ein kleiner Teil dessen, was Sommerfeld ausmacht.“ Günter Pahs, der auch zur Projektgruppe gehört, sagte: „Wir haben absichtlich keine Gewerbetreibenden angesprochen.“ Denn es sei bei dieser Umfrage auch darum gegangen, zu testen, wie die Bewohner zum Dorfladen-Projekt stehen. „Nicht im notwendigen Maße“, so das Fazit von Daniel Wedewardt. „Wir brauchen zwei Drittel der Dorfbewohner, die ein Drittel des Wocheneinkaufs im Dorfladen erledigen.“

Man gehe nun davon aus, dass das nicht funktioniere. „Es ging darum, ob die Leute grundsätzlich bereit sind“, so der Sommerfelder. „Ein sehr deutliches Zeichen war schon der Infoabend“, so Daniel Wedewardt. „80 Leute sind gekommen, das war deutlich zu wenig. Wir hatten Formulare für 250 Leute ausgedruckt. Die Bevölkerung möchte es einfach nicht, das muss man akzeptieren.“ Es habe keinen Sinn, weiter betteln zu gehen, ergänzte Projektgruppenmitglied Rudi Kretschmann. „Und zum Schluss ist der Laden insolvent.“

60 Prozent der Unterstützer leben im Sommerfelder Wohnpark. Insgesamt 90 Prozent der Absichtserklärungen kamen aus Sommerfeld. Zehn Prozent aus anderen Ortsteilen, sogar aus Groß-Ziethen und Flatow. Vor allem Zugezogene seien dabei gewesen.

Bewohnerin Gaby Rüger lobte die Gruppe dennoch für ihren Einsatz. „Ich war total beeindruckt, wie Sie das gemacht haben“, sagte sie am Mittwochabend nach der Verkündung des Ergebnisses. „Ich fand die Idee großartig.“

Den Sommerfelder Dorfladen wird es also vorerst nicht geben. „Unser Ergebnis ist: Schluss mit dem Projekt.“ Aber Daniel Wedewardt glaubt, dass in vier oder fünf Jahren jemand die Idee noch mal aufgreifen könnte. „Wir stünden mit Rat und Tat zur Seite.“

Von Robert Tiesler

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