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Oberhavel Flächendeckendes Gigabit-Netz in Oberhavel angepeilt
Lokales Oberhavel Flächendeckendes Gigabit-Netz in Oberhavel angepeilt
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18:28 04.07.2018
Die Novellierung der Bundesregierung soll auch den flächendeckenden Ausbau mit Glasfasertechnologie in Oberhavel vorantreiben. (Symbolbild) Quelle: dpa
Oberhavel

Die Bundesregierung möchte Deutschland zu einem starken Digitalland entwickeln. So heißt es im Koalitionsvertrag: "Wir gestalten den Weg in die Gigabit-Gesellschaft mit höchster Priorität. Deshalb wollen wir den flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Netzen bis 2025 erreichen. Wir wollen den Netzinfrastrukturwechsel zur Glasfaser. Unser Ziel lautet: Glasfaser in jeder Region und jeder Gemeinde, möglichst direkt bis zum Haus."

Auf dem Weg zu diesem Ziel veröffentlichte die Bundesregierung am Dienstag ihre novellierte Breitband-Förderrichtlinie, die besagt, dass zukünftig nur noch Gigabit-Netze förderfähig sind. Im gleichen Zug werden die Förderhöchstsätze angehoben, sie steigen von bisher 15 Millionen Euro auf 30 Millionen Euro (Förderhöchstsatz Bund).

In Oberhavel hatte man auf die Novellierung bereits gewartet

Diese Nachricht stieß im Landkreis Oberhavel auf offene Ohren: „In gemeinsamen Bemühungen haben sich sowohl die Kommunen als auch die Spitzenverbände seit geraumer Zeit für diese Veränderung eingesetzt“, erklärte Landrat Ludger Weskamp. „Für den Landkreis Oberhavel bedeutet dies, dass nun der geförderte Ausbau mit reiner Glasfasertechnologie in Gebieten mit weniger als 30 MBit/s – den sogenannten weißen Flecken möglich ist.“

Der Landkreis Oberhavel sei auf die Neuerung gut vorbereitet, sagt Weskamp: „In unserem Vergabeverfahren wurde diese Novellierung der Richtlinie bereits frühzeitig und vorausschauend in Betracht gezogen und durch die Abfrage von Alternativangeboten berücksichtigt. Oberhavel ist sehr gut vorbereitet: Es liegt ein entsprechendes Ausbaukonzept vor und im laufenden Vergabeverfahren konzentrieren wir uns ausschließlich auf die Verhandlung eines geförderten glasfaserbasierten Ausbaus.“

Landkreis Oberhavel will alle Hebel für schnelle Umsetzung in Bewegung setzen

Gegenwärtig werden im Rahmen des Vergabeverfahrens die bestmöglichen technischen Ausbaulösungen für Oberhavel erörtert. Im Anschluss daran wird das finale Angebot angefordert. Einen konkreten zeitlichen Rahmen für den Breitbandausbau abzustecken, sei schwer, wenngleich man bemüht sei, den Ausbau schnellstmöglich voranzutreiben, wie Weskamp versichert. Gleichzeitig folgen die Pläne jedoch vorgeschriebenen Abläufen, die gewissen zeitlichen Spielraum benötigen. „Nach Abschluss des Konzessionsverfahrens folgt die Einbindung der Bundesnetzagentur, die den Vertrag mit dem Telekommunikationsunternehmen bestätigen muss. Anschließend bekommen wir die endgültigen Zuwendungsbescheide von den Zuwendungsgebern Bund und anschließend dem Land Brandenburg. Erst dann kann die Vergabe und somit der Start der Ausbaumaßnahmen erfolgen. Der Landkreis wird alle Hebel für eine schnelle Umsetzung in Bewegung setzen“, so Weskamp.

Breitbandausbau in Oberhavel

Am 3. Juli 2017 hatte der Landkreis den Zuwendungsbescheid des Landes für den Breitbandausbau in Oberhavel in Höhe von gut 8,2 Millionen Euro entgegengenommen.

Der flächendeckende Breitbandausbau im Landkreis Oberhavel wird zu 50 Prozent durch Bundesmittel, zu 40 Prozent durch Landesmittel und zu 10 Prozent durch Kreismittel finanziert. Der Bund überreichte Oberhavel am 21. März 2017 in Berlin einen entsprechenden vorläufigen Zuwendungsbescheid in Höhe von knapp 10,3 Millionen Euro, der nun nach der Novellierung weiter aufgestockt wird.

Weiße Flecken in Oberhavel

Eine Bestandsanalyse hatte ergeben, dass aktuell (Stand 2017) rund 15 Prozent der Haushalte in Oberhavel über eine Bandbreite von weniger als 30 Mbit/s verfügen. Diese Anschlüsse befinden sich meist in den Randbereichen der großen Ortslagen und in kleineren Orten außerhalb der Zentren. Aber auch in den Städten des Landkreises waren bei der Analyse vereinzelt noch unterversorgte Gebiete festgestellt worden.

Von MAZonline

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