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Oberhavel Landratswahl Oberhavel: 1. Kandidaten-Talk
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00:31 13.02.2015
Vier der fünf Kandidaten stellten ich gestern in Zehdenick den Wählerfragen: Ludger Weskamp (SPD, v.l.), Sebastian Kullack (Linke), Thomas von Gizycki (Bündnisgrüne) und Matthias Rink (CDU). Quelle: Uwe Halling
Zehdenick

„Krasse Kanten“, sagte Andreas Domke nach dem ersten Aufeinandertreffen von vier der fünf Landratskandidaten am Dienstag in Zehdenick, „habe ich nicht entdecken können.“ Alle Bewerber lägen mit ihren politischen Zielen für Oberhavel recht dicht beieinander. Der Pfarrer moderierte eine gut anderthalbstündige Fragerunde im Mehrgenerationenhaus, zu der auf Einladung des Stadtseniorenbeirates 20 Zuhörer gekommen waren.

„Das Niveau der ärztlichen Betreuung im Norden erhalten, wenn es geht, sogar noch ausbauen. Das Krankenhaus in Gransee hat einen wichtigen Stellenwert.“Roland Kurze, Verwaltungsbeamter i. R. Quelle: MAZ

Schwerpunktthemen des „politischen Cafés“ waren Infrastruktur, Bildung, die ärztliche Versorgung sowie die Stärkung der Wirtschaft. Generell, so war herauszuhören, wünschen sich die Zehdenicker vom Landrat einen fürsorglichen „Nord-Blick“. Die Region solle gegenüber dem Süden nicht abgehängt beziehungsweise vergessen werden. Um die Zukunft des Oberstufenzentrums sorgen sich nicht nur die Einwohner, sondern auch die Politiker. Ludger Weskamp, Kandidat der SPD und zugleich Bildungsdezernent in der Kreisverwaltung Oranienburg, sagte: „Es wird nicht leicht werden, aber wir bleiben gegenüber dem Land standhaft und kämpfen um die Einrichtung.“ Auch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs setzten die Zehdenicker den Kandidaten mit auf die Agenda.

„Um den Erhalt und die dauerhafte Finanzierung sozialer Einrichtungen sowie kreislicher Angebote wie die Musikschule oder die Außenstellen des Kreises. “Karin Claus, Leiterin Arbeitslosenverband Quelle: MAZ

Wolfgang Krumbach wollte von den Kommunalpolitikern wissen, wie sie mit dem Thema Energiegewinnung umgehen und was sie von den geplanten Erkundungsbohrungen in der Region halten. Wie berichtet, möchte ein niederländischer Investor in der Region nach Erdgas- und Erdölvorkommen suchen. Das Untersuchungsfeld trägt den Namen „Zehdenick-Nord“. Die vier Kandidaten haben zu dieser Problematik eine Meinung: Ludger Weskamp sagte: „No Fracking in Zehdenick.“ Sebastian Kullack (Linke) hält diese Form der Energiegewinnung für nicht mehr zeitgemäß: „Ich sehe hier keine Pumpen und Bohrer.“ Ein „auslaufendes Modell“ sind die fossilen Energieträger für Thomas von Gizycki (Bündnisgrüne). Matthias Rink lehnt diesen Eingriff im Naturraum des Nordens ebenfalls ab. Auch zu einer möglichen Kreisgebietsreform herrscht im Kandidatenkreis Einigkeit: wenn möglich soll Oberhavel in seinen jetzigen Grenzen erhalten bleiben. Dafür sei der Landkreis groß und stark genug.

„Mir liegt das Modell ’Agnes II’ am Herzen. Ich fände es wunderbar, wenn es die im ländlichen Raum gäbe. Daneben geht es um Wohnmöglichkeiten für Senioren.“Lore Kliem, Ärztin im Ruhestand Quelle: MAZ

Andreas Domke wollte schließlich noch etwas von den Träumen der Kandidaten hören. Thomas von Gizycki malte sich aus, wie der Zehdenicker künftig im Elektromobil zum Bahnhof fährt und der Nordkreis eine energieautarke Region wird. Matthias Rink katapultierte erst den SV Zehdenick in die 2.Bundesliga, erweiterte seine Traumlandschaft dann noch um Ferienhäuser in der Tonstichlandschaft und eine ausgebaute B96. Für Ludger Weskamp liegt die Zukunft vor allem in einer selbstbestimmten Bürgerschaft, mit der die Politik gemeinsam Visionen entwickelt. Sebastian Kullack überschrieb seinen Wunschtraum mit den Worten: „füreinander – miteinander“.

„Was viele Zehdenicker umtreibt, ist die geplante Rohstoff-Erkundung in der Region. Punkt zwei wäre der Ausverkauf großer Landwirtschaftsflächen.“Peter Keibel, Förster i.R. Quelle: MAZ

Von Cindy Lüderitz

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