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Oberhavel MAZ-Landtagskandidaten-Check (Frage 4): Bezahlbarer Wohnraum
Lokales Oberhavel MAZ-Landtagskandidaten-Check (Frage 4): Bezahlbarer Wohnraum
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18:08 08.08.2019
Velten Süd. Die Region braucht noch mehr Wohnraum. Quelle: Robert Roeske
Oberhavel

Die MAZ stellt den Landtagskandidaten des Wahlkreises 7 bis zum Ende der Woche täglich eine Frage per WhatsApp. Einzig Jürgen Kurth (BVB/ Freie Wähler) weilt im Urlaub und kann nicht teilnehmen. Seine Antworten werden am Sonnabend in der MAZ mit allen anderen Antworten der restlichen Kandidaten abgedruckt.

Die Frage am Donnerstag: Bezahlbarer Wohnraum ist gerade in Hennigsdorf und Velten knapp. Wie wollen Sie sich dafür einsetzen, dass sich die Situation entspannt?

Andreas Noack (SPD): Da habe ich ganz klare Vorstellungen und mich in den letzten Jahren im Landkreis als Abgeordneter aktiv eingebracht – mit Erfolg. Das „Einheimischen-Modell“ für Velten ist auf dem Weg und der Landkreis hat bezahlbare Wohnungen gebaut. Die Förderung für kommunale Gesellschaften, wie z.B. der Veltener REG und der Genossenschaften in Hennigsdorf und Velten, müssen deutlich erhöht werden, um bezahlbaren Wohnraum zeitnah zu schaffen.

Frank Bommert (CDU): Grundsätzlich ist der Wohnungsbau eine kommunale Aufgabe. Unterstützung stelle ich mir in Förderprogrammen vor, hauptsächlich sollte aber dafür gesorgt werden, dass Flächen für den Wohnungsbau ausgewiesen werden können, abweichend vom gemeinsamen Entwicklungsplan mit Berlin.

Marco Pavlik (Linke): Als Abgeordneter werde ich für unsere Ideen streiten, die Landesfördermittel deutlich zu erhöhen, dass dauerhaft preisgebundene Wohnungen auch in Hennigsdorf und Velten zu bezahlbaren Mieten gebaut werden können. Förderung von kommunalen und genossenschaftlichem Wohneigentum hat Vorrang. Der „Hennigsdorfer Weg“ hat Vorbildwirkung. Ich möchte Landesunterstützung für Wohnen für jeden Geldbeutel in guter sozialer Durchmischung.

Clemens Rostock (Grüne): Durch gute ÖPNV-Anbindung von Oberkrämer, Kremmen, Neuruppin usw. würde der „Wohndruck“ etwas mehr verteilt. Wirklich Abhilfe schaffen, kann aber nur Neubau. Das Wohnungsbauvermögen des Landes Brandenburg und das Landesprogramm für den sozialen Wohnungsbau wollen wir Bündnisgrüne deutlich aufstocken. Bei hohen Baukosten und niedrigen Kreditzinsen, helfen öffentliche Darlehen kaum. Deshalb wollen wir für dauerhaft gebundene Sozialwohnungen auch Baukostenzuschüsse gewähren, um bezahlbare Mieten zu gewährleisten.

Ole Gawande (FDP): Der einzige Weg, Mieten zu senken, ist, mehr Wohnraum zu schaffen. Damit mehr gebaut wird müssen aber die Kosten für die Bürgerinnen und Bürger, die Eigentum erwerben wollen (Eigentum ist nachweislich die beste Altersvorsorge), gesenkt werden. Ich möchte die Grunderwerbssteuer deutlich senken, einen Freibetrag bei der Grunderwerbssteuer und ein extrem einfacheres Baurecht. Eine weitere Lösung ist der Ausbau der Infrastruktur (Straße, Wege und ÖPNV), denn dann haben Wohnungssuchende Zugang zu Wohnraum, der preiswerter ist, aber keinen deutlich längeren Arbeitsweg verursacht.

Dietmar Buchberger (AfD): Gegen Wohnungsmangel hilft nur Wohnungsbau. Neben Sozialwohnungen auch privat, deshalb brauchen wir gerade für die jungen Familien die Übernahme von Landesbürgschaften und ein Landesbaukindergeld. Außerdem muss das Wohngeld erhöht werden. Ich will nicht Wohnungen fördern, sondern die Menschen, die darin wohnen.

Von MAZonline

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