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Leegebruch Ausbildungsmesse in Oranienburg: Über die Youlab zum Traumberuf
Lokales Oberhavel Leegebruch Ausbildungsmesse in Oranienburg: Über die Youlab zum Traumberuf
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17:07 12.02.2020
110 Aussteller präsentierten sich am Mittwoch (12. Februar) in den beiden Hallen der Turm-Erlebniscity. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Schon weit vor 10 Uhr warteten die ersten Schülerinnen und Schüler vor den beiden Hallen der Oranienburger Turm-Erlebniscity. Einige von ihnen schauten bereits vor dem Start der Bildungsmesse „Youlab 2020“ neugierig durch die Scheiben. „Die Youlab bringt zusammen was zusammen gehört“, brachte es der Hennigsdorfer Bürgermeister Thomas Günther auf den Punkt. Mehr als 100 Ausbildungsbetriebe waren zur Messe gekommen, um interessierten Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort zu stehen und sie für ihr Unternehmen sowie ihre Ausbildungsberufe zu begeistern. „Um junge Menschen beim Start ins Berufsleben zu unterstützen, müssen alle an einem Strang ziehen“, appellierte Thomas Günther und wies daraufhin, dass „der Goldstaub der Firmen nun mal die Angestellten sind.“

Gut organisierte Besucherströme – mehr als 1500 Messebesucher

Mehr als 1500 Schüler strömten am Mittwoch zwischen 10 und 16 Uhr in die MBS-Arena und das HBI-Sportforum, um ins Berufsleben hinein zu schnuppern. Und sie machten zahlreich von der Gelegenheit Gebrauch, den Unternehmen auf den Zahn zu fühlen, sich Details zu den angebotenen Ausbildungsberufen erklären zu lassen. „Unser Konzept ist voll aufgegangen“, freute sich Veranstalter Philipp Gall von der IHK Oberhavel. „Die Besucherströme waren gut organisiert. Schulen von weiter her wurden am Nachmittag vom Shuttle abgeholt. Die Oranienburger Schüler waren am Vormittag da. Es lief alles nach Plan. Es war nie überfüllt.“ Gall, der die IHK verlassen wird (MAZ berichtete), verfolgte die Messe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Ich habe die Youlab immer gern gemacht und bin mir sicher, dass die Veranstaltung auch zukünftig ein Höhepunkt wird. Wir werden uns zeitnah zusammensetzen und schauen, was wir mit mehr Partnern noch verbessern können“. 2021 ist für die Ausbildungsmesse schließlich ein Jubiläumsjahr. Dann findet die zehnte Auflage statt.

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Zahlreiche Unternehmen wollen händeringend ausbilden, engagieren sich für ihre Azubis sowie auf der Suche nach potenziellem Nachwuchs. Doch die Suche nach zukünftigen Arbeitskollegen gestaltet sich oft schwierig. Auch deshalb präsentierten sich mehr als 110 Unternehmen auf der Oberhaveler Bildungsmesse „Youlab 2020“, um sich potenziellen Azubis vorzustellen.

Auch der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, Peter Heydenbluth, schaute bei der längst etablierten Veranstaltung vorbei. „Vor allem der Einsatz für die duale Ausbildung ist mir eine Herzensangelegenheit“, sagte er in seiner Eröffnungsrede. Damit wolle man vor allem dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Die Schülerinnen und Schüler hätten an diesem Tag die Möglichkeit, „einen Grundstein für ihre Ausbildung zu legen und anregende Gespräche zu führen“, ermunterte er die jungen Menschen, von dieser Gelegenheit reichlich Gebrauch zu machen. Darüber hinaus verwies Peter Heydenbluth auf die Stiftung Fachkräfte für Brandenburg, die im Jahr 2010 von der IHK Potsdam gegründet wurde. Diese soll Hilfe bei der Gestaltung der beruflichen Zukunft bieten und die Interessen der regionalen Wirtschaft vertreten. Ziel ist es, jungen Menschen ein zukunftsfähiges Erwerbsleben in der Region zu ermöglich, so dass auch zukünftig kluge Köpfe, Kreativität, Ideen und Innovationsfreude den heimischen Wirtschaftsregionen zu Gute kommt.

Weskamp wünscht sich weniger Pendler

Landrat Ludger Weskamp war von der Fülle an Ausstellern, die sich in den zwei prall gefüllten Hallen tummelten, sichtlich beeindruckt. „110 Aussteller unterbreiten heute hier ihre Angebote. Das zeigt auch, dass hier die Unternehmen aus der ganzen Region mitziehen.“ Großes Lob vom Landrat erhielten zudem die Wirtschaftsjunioren Oberhavel. „Sie sind ein Paradebeispiel dafür, was junge Menschen in Oberhavel in kurzer Zeit erreichen können“, sagte Weskamp. Er wünscht sich zudem, dass zukünftig weniger Arbeitnehmer beruflich in die Hauptstadt pendeln müssen. So stehen aktuell rund 55 000 Arbeitsplätzen im Landkreis etwa 85 000 Arbeitnehmer gegenüber, von denen ein beträchtlicher Teil tagtäglich einen beachtlichen Arbeitsweg in Kauf nehmen muss. Die Messeaussteller der Youlab indes warben fast durchgängig für Ausbildungsplätze, die in Oberhavel angesiedelt sind.

Geehrt wurden im Rahmen der Youlab auch die Sieger des Projekts „Schule der Löwen 2020“, initiiert von den Wirtschaftsjunioren Oberhavels. Lesen Sie den Bericht dazu hier: „Gold geht an den essbaren Eislöffel

Von Stefanie Fechner, Nadine Bieneck und Sebastian Morgner