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Leegebruch Bei den Banditz wird der Vincent rockig
Lokales Oberhavel Leegebruch Bei den Banditz wird der Vincent rockig
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18:18 29.01.2020
Die Band „Banditz" mit (v. l.): Christian Frank, Stephanie Wiatrek, Laura Stubbe, Nico Siebrandt und Marc Schuster. Quelle: Robert Tiesler
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Leegebruch

Eigentlich gibt es Banditz schon mehr als drei Jahre lang. Aber mit Laura Stubbe haben die Musiker, die jeden Sonntagabend in Leegebruch proben, eine neue Frontfrau. Mit ihr wollen sie noch mal neu durchstarten.

Banditz ist – bis jetzt – eine Coverband, die vor allem Rocksongs spielt. Nirwana, AC/DC, Cranberries und mehr. „Auch Songs, die eher in die Poprichtung gehen, machen wir ein wenig härter“, erzählt Gitarrist Marc Schuster. „Ganz softe Nummern haben wir eher wenig im Programm.“ Der 43-Jährige aus Schwante gehört mit dem Bassisten Christian Frank (45) aus Leegebruch zu den Mitbegründern der Band. „Christian und ich hatten davor schon eine Band“, sagt Marc Schuster. „Wir wollten danach weiter Musik machen, dann kam der eine oder andere noch dazu.“

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Bandausflug nach Swinemünde. Quelle: privat

Stephanie Wiatrek (30) aus Friedrichsthal stieß über eine Freundin zur Band. „Sie haben damals eine Sängerin gesucht“, erzählt sie. Singen kann sie allerdings nicht so gut, wie sie mit einem Schmunzeln sagt. Schlagzeugspielen konnte sie auch nicht – aber sie hat es für die Band gelernt. Ursprünglich wollte sie dafür zur Musikschule, fand dann durch Freunde aber einen privaten Schlagzeuglehrer. Inzwischen sitzt sie wie selbstverständlich an den Drums.

Laura Stubbe ist seit dem vergangenen Sommer in der Band. „Wir haben eine neue Stimme gesucht“, erzählt Marc Schuster. Auch Laura war damals auf der Suche. „Ich habe eine Anzeige aufgegeben, dass ich eine Band suche“, so die 24-Jährige aus Vehlefanz. Christian kannte sie bereits aus ihrer Nachbarschaft. Über facebook gab es ein paar Verlinkungen, und so stand sie dann eines Abends im Proberaum von Banditz. „Sie hat ein paar Songs mit uns gesungen“, sagt Stephanie Wiatrek, und Laura Stubbe ergänzt: „Es hat sofort funktioniert.“ Marc Schuster sagt: „Wir waren erst mal geflasht, sie macht ja Musik mit Herz. Tiefgründiger, als wir das machen.“ Aber Laura habe sich schnell auf ihren Musikstil eingelassen, das habe von Anfang an sehr gut funktioniert.

Auftritt beim Straßenfest in der Oranienburger Badstraße. Quelle: privat

Auch noch ganz neu dabei ist Nico Siebrandt. Er wird als das „Bandküken“ bezeichnet. Der 30-jährige Vehlefanzer ist Background-Sänger und denkt darüber nach, das Gitarrespielen zu lernen. Letztlich könnte seine künftige Aufgabe in der Band sein, sich um die Technik zu während der Auftritte zu kümmern.

Ein paar Auftritte gab es bereits. Die Banditz traten in der Oranienburger Südklause auf, außerdem bei Festen in Leegebruch oder in der Hennigsdorfer Escobar. „Ziel ist es auch, mal mit der Band eigene Songs zu machen“, sagt Laura Stubbe. Vergangenen Sommer waren sie alle zusammen in Swinemünde, um sich daran ein wenig zu probieren.

Laura Stubbe am Mikro. Quelle: Robert Tiesler

Fast 40 Songs hat die Band in ihrem Repertoire. Wenn die Musiker „Zombie“ von den Cranberries spielen, dann sorgt Lauras Stimme für Gänsehaut. Überraschend rockig kommt auch Sarah Connors Song „Vincent“ rüber, der in der Banditz-Version durchaus härter ist. Banditz würde gern öfter auf Stadtfesten spielen. „Erstmal kleinere Ziele“, so Laura Stubbe. Clubs in der Gegend, wie die Escobar oder die Südklause. Marc Schuster kann sich vorstellen, auch mal an einem Bandwettbewerb teilzunehmen, mit eigenen Songs. Aber da trifft er bei seinen Bandkollegen noch auf leichte Skepsis. Mit LeeRock, dessen Proberaum sie mitnutzen dürfen, werden sie im August zu einem Festival nach Angermünde reisen.

Aber warum „Banditz“? Das Wort kommt von „Banditen“. Dazu wollen sie bei Auftritten entsprechende Tücher tragen. So der Plan.

im Leegebrucher Proberaum. Quelle: Robert Tiesler

Die Band erreicht man auf Facebook mit dem Suchbegriff „Banditz.rockz“, bei Instagram: „banditz_musik“.

Von Robert Tiesler