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Leegebruch Feuerwehr Leegebruch: Durchschnittsalter von 30 Jahren
Lokales Oberhavel Leegebruch Feuerwehr Leegebruch: Durchschnittsalter von 30 Jahren
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17:25 10.03.2019
Sprechfunkzeugnisse für Gina Kaps(o.r.) und Madeleine Jakob (o.l.). Dirk Brühlke (gr. Foto hinten M.) wurde ausgezeichnet. Quelle: Ulrike Gawande
Leegebruch

„Elf Kameraden in der Tageseinsatzbereitschaft ist eine gute Leistung, da seid ihr gut aufgestellt“, lobte Steffen Schönfeld, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Oberhavel, die Arbeit der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Leegebruch bei deren Jahreshauptversammlung am Sonnabend. „Diese Zahlen sprechen für Euch.“

Leegebruchs Wehrführer ließ das Jahr 2018 Revue passieren. Außerdem gab es mehrere Ehrungen und Beförderungen.

Auf 67 Mitglieder konnte Wehrführer Sebastian Hentschel im vergangenen Jahr zählen. Darunter 39 Aktive, 14 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr (darunter ein Mädchen) und 14 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung. Mittlerweile ist die Anzahl der Aktiven im laufenden Jahr sogar auf 42 angestiegen. „Die Anzahl der aktiven Kameraden ist sehr stabil“, ist Hentschel stolz. Man habe jetzt die doppelte Zugstärke, und so solle es auch sein. Stolz ist der Wehrführer, der selber erst 34 Lenze zählt, auch auf das recht junge Durchschnittsalter seiner Mannschaft von gerade einmal 30 Jahren.

Einsatzrekord 2017

Nachdem 2017 durch den Jahrhundertregen eine Rekordzahl von 208 Einsätzen zu absolvieren war, lag man im vergangenen Jahr bei 44 Alarmierungen (2016: 31 Einsätze). Diese ergäben eine auf die teilnehmenden Kameraden hochgerechnete Einsatzzeit von 738,4 Stunden oder auch 30,8 Tagen. Dabei waren zwölf Brände zu löschen, davon fünf Großbrände. Außerdem gab es 32-mal Alarm wegen technischer Hilfeleistung; acht Mal zur Beseitigung wegen Ölspuren und fünf Mal wegen Sturmschäden, berichtete Hentschel in seinem Rückblick auf 2018.

Bessere Ausrückzeit

Froh ist der Wehrführer, dass man dabei die Ausrückzeit klar verbessern konnte. Gerade einmal 4,40 Minuten vergehen in Leegebruch nach der Alarmierung, bis der erste Wagen den Hof verlässt. Hilfreich dabei sei, dass zwei Kameraden der Wehr beim Bauhof der Gemeinde arbeiten und so besonders auch die Tageseinsatzbereitschaft deutlich verbessert werden konnte. Elf Kameraden durchschnittlich. So gingen 14 der Alarme 2018 montags bis freitags zwischen 6 und 18 Uhr ein, 17 zwischen 18 und 6 Uhr. 15 Alarme gab es am Wochenende. Insgesamt rückten durchschnittlich 12 Kameraden zu den Einsätzen aus, stellte Hentschel in seinen Grafiken dar.

2504 Dienststunden

Doch nicht nur bei Alarmierungen sind Kameraden der Leegebrucher Wehr im Einsatz, sondern sie haben auch wöchentliche Dienste zu absolvieren. 2504 Dienststunden kamen so 2018 zusammen, hat der Wehrführer zusammengerechnet, der pro Dienst auf 20 Kameraden zählen konnte. Hinzu kamen noch einmal 176 Stunden für Lehrgänge auf Landes- und 312 Stunden für Kurse auf Kreisebene zusammen. „Die Truppmannausbildung haben wir 2018 bis uns im Haus gemacht“, berichtete Sebastian Hentschel. Die Abschlussprüfung absolvierten vier Nachwuchskräfte aus Leegebruch, mit zwei Kameraden aus Oberkrämer und Feuerwehrleuten aus Velten in der Fighting City in Berlin.

Neues TLF wird 2019 erwartet

Hentschel dankte seiner Wehr, auch den Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung für ihre Einsatzbereitschaft. Er blickte voraus auf 2019, wo auf die Aktiven, nach Beschluss der Gemeindevertreter, eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung um 20 Prozent wartet. Ebenso übernimmt die Gemeinde 90 Prozent der anfallenden Kosten des Lkw-Führerscheins und 2019 soll ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 als Ersatzbeschaffung in Dienst gestellt werden.

Feuerwehr hat hohen Stellenwert

„Aber keiner von euch ist hier wegen des Geldes“, ist der amtierende Bürgermeister Martin Rother überzeugt. Er dankte den Kameraden im Namen der Gemeinde, dass sie auch nach solch einem Jahr wie 2017 noch immer Teil der Wehr seien. „Die Feuerwehr hat bei der Verwaltung und in der Politik einen hohen Stellenwert“, betonte Rother. Und sagte zu, dass man noch mehr den Fokus auf das Löschwassernetz in der Gemeinde legen müsse. Schließlich trage dafür die Gemeinde die Verantwortung, so der Bürgermeister. Man sei aber bereits mit den zuständigen Stellen im Gespräch, die Hydranten in Ordnung bringen zu lassen, versprach er. Ebenso sagte er zu, sich zukünftig öfter bei den Diensten am Donnerstag blicken zu lassen. Auf der letzten Jahreshauptversammlung hatte Rother seinen Aufnahmeantrag für die Freiwillige Feuerwehr Leegebruch abgegeben.

Jahresrückblick des Jugendwartes

Bevor das Buffet gestürmt werden konnte, ließ auch Gemeindejugendwart René Regulin mit einer Bildershow das Jahr 2018 der Jugendfeuerwehr Revue passieren. Er erinnerte an 24-Stunden-Dienste, Orientierungslauf, Knut- und Osterfeuer und Reise der Jugendlichen im Sommer nach Weißrussland.Dort trafen sie bei einem Wettkampf auf junge Nachwuchsfeuerwehrkräfte aus 14 anderen Nationen. Es liege wieder eine Einladung für diesen Wettstreit vor, erklärte Steffen Schönfeld. Diese Einladung werde er an alle Jugendfeuerwehren im Kreis weiterreichen. René Regulin kann dieses Abenteuer nur jeder Wehr empfehlen und würde mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Von Ulrike Gawande

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