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Leegebruch Flausch in Leegebruch: Erst kam die Liebe, dann die Alpakas
Lokales Oberhavel Leegebruch Flausch in Leegebruch: Erst kam die Liebe, dann die Alpakas
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19:00 12.07.2019
Monique Scholz und Patrick Orlamünder halten nahe Leegebruch Alpakas und Pommerngänse und wollen diese als Therapietiere ausbilden. Quelle: Enrico Kugler
Leegebruch

Mit der Liebe kamen auch die Alpakas. Vier sind es inzwischen, die in der Nähe von Leegebruch bei Monique Scholz und Patrick Orlamünder ihr zu Hause gefunden haben. Ihre Liebe zu Tieren machte die 30-Jährige zum Beruf. Als Tierpflegerin ist sie im Berliner Zoo für Pinguine, Robben und Pandabären verantwortlich. Im Privatleben schlägt ihr Herz für ihre Pferde und Alpakas. Und ihren Lebensgefährten Patrick Orlamünder. Seit vergangenem Jahr sind die beiden ein Paar. „Auf einer Geburtstagsfeier hat es gefunkt“, verraten sie.

Anschließend kam schnell eins zum anderen. „Ich habe immer schon viel Zeit bei meinen Pferden verbracht“, erinnert sich die Leegebrucherin. Patrick Orlamünders erster Besuch bei den Vierbeinern seiner Freundin endete indes schmerzhaft. „Ich habe einen Tritt gegen’s Knie bekommen“, verrät er schmunzelnd. „Seitdem halte ich lieber Abstand von den Pferden.“ Ganz untätig wollte er die gemeinsame Zeit auf der Koppel jedoch auch nicht verstreichen lassen. „Also haben wir nach etwas gesucht, womit ich mich währendessen beschäftigen kann.“ Durch eine Fernsehserie („Ich schaue so gern Mc Leods Töchter, dort sind auch Alpakas zu sehen“, so Monique Scholz) kam den beiden schließlich die Idee, ihre kleine Privatfarm um eben solche Tiere zu vergrößern.

Alpakas in Leegebruch. Quelle: Enrico Kugler

Im November vergangenen Jahres setzten sie das Ganze in die Tat um: Lord und Mirko verstärkten die kleine Familie. „Die Tiere strahlen eine unheimliche Ruhe aus. Das ist einfach ansteckend“, findet Monique Scholz. Gerade ihr ruhiger und friedlicher Charakter sorgt dafür, dass Alpakas zunehmend auch als Therapietiere eingesetzt werden. Eine Idee, die sowohl Monique Scholz als auch Patrick Orlamünder, der als Heilerziehungspfleger im Oranienburger Caritas-Wohnheim arbeitet, fesselt. „Wir möchten unsere Alpakas gern als Therapietiere ausbilden“, sagen sie. Dies bedeute tägliches Training und viel Arbeit, „da stehen wir noch ganz am Anfang“. Vor allem bei psychologischen sowie seelischen und geistigen Erkrankungen und Behinderungen würde sich der Einsatz von Therapietieren immer wieder bewähren, wissen die beiden, die in den vergangenen Monaten zu regelrechten Alpaka-Experten geworden sind. „Man tauscht sich viel mit Gleichgesinnten und anderen Besitzern aus, hilft sich auch gegenseitig. Das ist wie eine kleine, fest verschworene Gemeinschaft, denn Alpakas gibt es inzwischen in Deutschland schon vielerorts“, erzählen sie. Mit ihrem Shetlandpony Odin hat Monique Scholz in der Vergangenheit schon erste Erfahrungen im Bereich der tiergestützten Therapie gesammelt. Ehrenamtlich war sie mit dem Vierbeiner bereits zu Besuch im Seniorenheim. „So etwas eines Tages auch mit unseren Alpakas machen zu können, das ist mein großer Traum“, sagt sie.

Ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk für Patrick Orlamünder: Rafael (l.) und Amadeus (r.) schenkte Monique Scholz ihrem Freund zum 36. Geburtstag vor wenigen Wochen. Quelle: Enrico Kugler

Die Alpaka-Herde der beiden Leegebrucher hat seit einigen Wochen acht Beine mehr. Zu seinem 36. Geburtstag im Mai vor wenigen Wochen überraschte Monique Scholz ihren Freund mit zwei weiteren Tieren: Amadeus und Rafael. Damit besteht die Herde nun aus vier Hengsten in den verschiedensten Farben, von schwarz bis weiß. Kommen weitere Tiere dazu? „Man soll nie nie sagen, aber geplant ist es vorerst nicht“, sagt Patrick Orlamünder. Auch züchten wollen die beiden Leegebrucher nicht. „Eine Stute bringt nur Unruhe in die Herde. Das ist ähnlich wie im wahren Leben“, erklärt Monique Scholz lachend. „Unsere vier Hengste vertragen sich einwandfrei. Dabei bleibt es jetzt auch erstmal.“

Auch wenn die beiden mit ihren Schützlingen andere Pläne haben – die ursprünglich aus den südamerikanischen Anden stammenden Tiere werden in ihrer Heimat vorwiegend wegen ihrer Wolle gezüchtet. Und so wurden auch die flauschigen Vierbeiner aus Leegebruch vor einigen Wochen das erste Mal geschoren. „Wolle lässt sich daraus zwar nicht machen, aber wir werden uns aus dem Flies eine gemeinsame Decke anfertigen.“

Olaf und Günther, zwei Pommerngänse, verstärken die „kleine Farm“ der beiden Leegebrucher seit einigen Tagen. Quelle: Enrico Kugler

Jüngster Neuzugang im Hause Scholz/Orlamünder sind seit einigen Tagen die beiden Pommerngänse Olaf und Günther. Sind die kleinen Federknäuel erst einmal so richtig in Leegebruch angekommen, sollen auch sie als Therapietiere ausgebildet werden. „Ich bin gespannt, ob das funktioniert“, verrät Monique Scholz. Klar ist auf jeden Fall – bei dieser tierlieben Familie wird es nie langweilig.

Von Nadine Bieneck

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