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Leegebruch CCL-Karnevalisten feiern Lumpenball
Lokales Oberhavel Leegebruch CCL-Karnevalisten feiern Lumpenball
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00:22 09.03.2019
Das Prinzenpaar Stephanie I. und Alexander I. genoss den Applaus. Quelle: Enrico Kugler
Leegebruch

Ein bisschen schüchtern stehen sie am Rand des Festzeltes, halten sich an ihren Bierchen fest. Dabei sind „Paulchen Panther“ und „Super Mario“ eigentlich die wichtigsten Personen beim Leegebrucher Karneval in diesem Jahr. Unter den Kostümen steckt nämlich das Prinzenpaar des „Carneval Club Leegebruch“ (CCL) in dieser, der 56. Session. Gestatten? Prinz Alexander I. und Prinzessin Stephanie I. „Für mich ist ein Traum wahr geworden, ich wollte schon Prinzessin werden, als ich mit zwei Jahren 1978 mit im Volkshaus Fasching gefeiert habe“, sagt Stephanie I. Logisch, dass das Paar auch zum Lumpenball am Dienstagabend gekommen ist. Genau wie rund 450 andere Gäste, von Schneewittchen über Hippies bis hin zu Scheichen.

Eine gelungene 56. Session

Ein Programm gab es, wie immer beim Lumpenball, nicht. „Wir machen heute einfach noch mal eine riesengroße Party“, sagt Nico Martin, seit Mai 2018 Präsident des CCL. Es war die erste Session, die der Leegebrucher als Chef gestaltet hat. Sein Fazit fällt positiv aus. „Es ist super gelaufen, vom Kostümball bis zur Prunksitzung. Alle Veranstaltungen waren wieder richtig gut besucht“, sagt der 40-Jährige, der 2013/14 selbst Prinz des CCL war.

Rund 450 Gäste kamen zum Lumpenball des CCL am Dienstagabend im Festzelt im Germendorfer Gewerbegebiet.

Rund 180 Mitglieder hat der Verein, von drei bis 89 Jahren. Eine Zahl, die in den vergangenen Jahren konstant geblieben ist. Klar, es gebe immer mal wieder welche, die austreten. „Aber viele Leute kommen aus Berlin nach Leegebruch. Und vor allem deren Kinder treten bei uns ein“, sagt Nico Martin. Von der Spaliergarde über die Minigarde bis hin zu den Minifunken gibt es auch viele Möglichkeiten für die Kids, unter dem Dach des CCL zu trainieren und sich zu zeigen.

Mitternacht brannte der Bacchus

Für den Vorsitzenden Nico Martin ist der Karneval eine Herzensangelegenheit. „Ich finde es toll, den Leuten hier ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“ Der CCL wolle den Stress des Alltags einmal im Jahr vertreiben. „Und wenn die Leute applaudieren, ist das unser schönster Lohn“, sagt der CCL-Chef. Bis Mitternacht ging die wilde Sause, dann trugen die Karnevalisten eine Strohpuppe, den Bacchus, vors Festzelt und verbrannten ihn traditionell. „Ein bisschen froh bin ich, dass es vorbei ist. Aber nach der Session ist vor der Session“, sagt der Vorsitzende. In vier Wochen machen er und die anderen CCLer sich an die Vorbereitungen. Er hofft, dass sie ihr Zelt wieder im Gewerbegebiet in Germendorf aufbauen können. „Der Ort“, sagt Nico Martin, „ist ideal für unseren Karneval.“

Von Marco Paetzel

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