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Leegebruch Sorgen in der Kita „Rasselbande“
Lokales Oberhavel Leegebruch Sorgen in der Kita „Rasselbande“
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16:59 18.09.2019
Wegen möglichen Schimmelbefalls herrscht Ausnahmezustand in der Kita „Rasselbande“. Quelle: Robert Roeske
Leegebruch

Wenn Sandra Müller* ihre Tochter in diesen Tagen aus der Leegebrucher Kita „Rasselbande“ abholt, dann kann sie nur mit dem Kopf schütteln. In der „Sternchen“-Gruppe der Kita, die ihre fünfjährige Tochter besucht, hätten es die Erzieherinnen derzeit besonders schwer. „Da kommen gerade drei Leute auf 40 Kinder“, sagt die Leegebrucherin, die selbst als Erzieherin ihr Geld verdient. Ihre Tochter besucht die Kita, seit sie ein Jahr alt ist. „Die Erzieherinnen hier sind alle toll. Aber es haben schon etliche gekündigt, weil sie einfach überlastet sind“, sagt die junge Mutter, die aus Angst vor Konsequenzen ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will.

Ihre Tochter sei zwar nicht unglücklich in der Kita, erwähne morgens aber oft, dass sie doch lieber mit zur Mutter auf die Arbeit wolle. Eine Erzieherin der Kita habe ihr auch erzählt, dass die Belastung immer größer werde. „Da können sie die Qualität irgendwann nicht mehr so gewährleisten“, sagt die junge Mutter.

Möglicher Schimmelbefall in der Kita

Die Gruppe ihrer Tochter hat laut Kitaleitung derzeit ohnehin mehr Mädchen und Jungen, weil zu Beginn der Woche noch Geschwisterkinder und solche, die in den nächsten Monaten in den Kindergarten wechseln, dazugekommen sind. Deren Gruppe „Glühwürmchen“ musste indes geschlossen werden, weil Vertreter des Landkreises bei einer Kita-Begehung am vergangenen Donnerstag einen möglichen Schimmelpilzbefall in dem Gruppenraum der Kita Rasselbande gefunden haben. Seit Montag erfolgt die Betreuung der meisten Kinder aus der Gruppe deshalb übergangsweise in der Kita „Wirbelwind“ – die erwähnten bleiben aber ihrer angestammten Einrichtung.

Leegebruchs Bürgermeister Martin Rother erklärt, seine Mitarbeiter oder ihn hätten noch keinerlei Beschwerden von Eltern erreicht. „Wir haben eine ganz normale Belegung und ganz normales Kitapersonal. Bis auf zwei Krankschreibungen zu Beginn der Woche“, erklärt Rother. Jedoch sei dies nichts Ungewöhnliches und komme immer wieder vor. „Wir haben in der Kita Rasselbande aber auf keinen Fall zu wenig Personal und verstoßen gegen kein Recht“, stellt der Bürgermeister klar.

Der Krankenstand sei nicht verwunderlich

Derzeit arbeiten etwas mehr als 50 Erzieherinnen in den Kitas der Gemeinde. „Wir haben zuletzt deutlich mehr Personal eingestellt als wir aktuell brauchen“, so Rother. Hintergrund ist, dass derzeit der Sanitärbereich der Kita „Wirbelwind“ erneuert wird, ab Ende November stehen dann dort 50 Kitaplätze mehr zur Verfügung. Dafür stehe schon das nötige Personal bereit. Dass das Erzieherpersonal stark belastet sei, sehe Rother aber auch so. „Dieser Job ist derart komplex und fordernd, dass die Kolleginnen bis ans äußerste strapaziert sind.“ Da wundere ihn der Krankenstand auch nicht. Ob der „Glühwürmchen“-Bereich der Kita „Rasselbande“ tatsächlich von Schimmel befallen ist, muss das Gesundheitsamt herausfinden, dessen Mitarbeiter Proben untersuchen. Wielange das dauert, kann Rother nicht sagen.

Von Marco Paetzel

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