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Leegebruch Maßnahmen gegen das Hochwasser: Neuer Durchlass für die Eichenallee in Leegebruch
Lokales Oberhavel Leegebruch Maßnahmen gegen das Hochwasser: Neuer Durchlass für die Eichenallee in Leegebruch
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16:29 10.07.2019
Ein neuer Durchlass für die Eichenallee in Leegebruch wird gebaut. Quelle: Marco Paetzel
Leegebruch

Nichts geht mehr seit Montag in der Leegebrucher Eichenallee. Die Hauptschlagader der Gemeinde ist vollgesperrt, auf Höhe des alten Durchlasses ackern Bauarbeiter samt einem Bagger. Bis Ende Oktober soll an dieser Stelle das alte Rohr durch einen neuen Durchlass ersetzt werden, der viel mehr Wasser fassen kann – eine Fußgängerbrücke inklusive. „Aktuell ist der Durchlass viel zu klein für die Wassermengen , die aus dem gesamten Norden Leegebruchs kommen, was wiederum dort zu Stauungen führen kann“, erklärt Bauamtsleiter Norman Kabuß. Rund 850 000 Euro kostet das Projekt, ursprünglich hatte die Gemeinde nur mit 500 000 Euro kalkuliert. Doch die Baukosten haben in den vergangenen Monaten so stark angezogen, dass die Gemeindevertreter die Mehrkosten auf einer Sondersitzung im April erst noch durchwinken mussten.

Wie wichtig das Projekt ist, zeigen die schieren Zahlen: Der alte Durchlass in der Eichenallee, der auch noch zur Hälfte versandet ist, schaffte in seiner ursprünglichen Größe 80 Liter Wasser pro Sekunde. Der Neubau kommt locker auf das Fünffache, das sind etwa 427 Liter pro Sekunde. Zudem sei er groß genug für Wartungsarbeiten, etwa die Entfernung von Schlamm.

Hier geht in Leegeberuch erst einmal nichts mehr. Quelle: Marco Paetzel

Es ist der erste von insgesamt 15 Durchlässen, die die Gemeinde Leegebruch in den kommenden Jahren erneuern will. Es ist auch das größte und wichtigste dieser Projekte. „So breite Straßen wie die Eichenallee haben wir sonst in Leegebruch nämlich nicht“, sagt Norman Kabuß. Man wolle sich bei den Durchlässen in Richtung Süden vorarbeiten, die Sanierung von mehr als einem Durchlass im Jahr sei aber nicht realistisch, stellt Leegebruchs Bauamtsleiter klar.

Gut zwei Jahre sind vergangenen, seit der Starkregen Straßen und Keller im Ort vollaufen ließ, ganze Existenzen im Ort bedrohte. Die Arbeiten an den Durchlässen sollen nun dafür sorgen, das Wasser bei ähnlichen Starkregenereignissen schneller aus dem Ort zu bekommen.

Die Leegebrucher honorieren den Einsatz vom amtierenden Bürgermeister Martin Rother und seinen Mitarbeitern in der Verwaltung, damit sich ein Hochwasser wie 2017 nicht wiederholt. „Was Herr Rother in der kurzen Zeit bewegt hat, das wäre hier vorher nie passiert. Da haben alle Hochachtung davor“, erklärt Monika Tansina. Sie hat ihr Haus in der Havelhausener Straße, hatte beim Regen 2017 deshalb kaum Schaden. Anteil hat die 59-Jährige aber dennoch genommen. „Der Zusammenhalt beim Regen war toll, die Leute haben die Sachen der Feuerwehr gewaschen, alle haben super mitgeholfen.“

Eichenallee in Leegebruch: Ein neuer Durchlass wird gebaut. Quelle: Marco Paetzel

Auch Marcus Heinrich glaubt, dass die Mitarbeiter der Gemeinde ihr Bestes geben, um ein erneutes Hochwasser zu verhindern. Die Erneuerung der Durchlässe sei richtig, sagt der Erzieher, der bei seinen Eltern im Kornweg lebt. „Wenn es an solchen Pillepalle-Rohren liegt, eine ganze Gemeinde von Wasser zu verschonen, ist das doch eine super Idee“, sagt der Leegebrucher. Die Mitarbeiter des Bauhofes seien auch ständig damit beschäftigt, die Gräben im Ort sauberzuhalten. Allerdings könne man ja nie wissen, was das Wetter noch so bringen mag.

Auch Dorothea Joachim (70), Mutter des Bäckermeisters Thomas Joachim, findet die Sanierung der Durchlässe wichtig. Der Starkregen ließ den Keller der Bäckerei volllaufen, richtete großen Schaden an. „Ich finde es richtig, dass die Durchlässe jetzt gemacht werden, damit das nicht noch mal passiert“, sagt die 70-Jährige, die noch immer hinter der Theke der Bäckerei steht. Sie findet nur, dass die Bauarbeiten am Durchlass schneller vorangehen könnten, da sei Luft nach oben.

Übrigens wird nicht nur der Durchlass in der Eichenallee erneuert. Im Zuge der Vollsperrung wird auch gleich der Kreuzungsbereich Am Luch/Karl-Marx-Straße/ Eichenallee erneuert. „Dort war die Fahrbahn unterspült und beschädigt“, erklärt Bauamtsleiter Norman Kabuß.

Von Marco Paetzel

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