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Oberhavel Lehrer des Jahres: Paul Aurin erfüllte sich Kindheitstraum
Lokales Oberhavel Lehrer des Jahres: Paul Aurin erfüllte sich Kindheitstraum
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18:06 24.05.2019
Die Überraschung war gelungen: Aus den Händen von Ministerpräsident Dietmar Woidke (M.) erhielt Paul Aurin am Donnerstag den Lehrerpreis des Jahres. Quelle: Nadine Bieneck
Hohen Neuendorf

Sehr stolz und glücklich sei er, verriet Schulleiter Thomas Meinecke vom Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasium am Donnerstagabend bei der Festveranstaltung in der Staatskanzlei Brandenburgs in Potsdam. Wenige Minuten zuvor war mit dem 29-jährigen Paul Aurin ein Lehrer seiner Schule mit dem Brandenburgischen Lehrerpreis 2019 für den Landkreis Oberhavel ausgezeichnet worden. „Wir haben viele engagierte Lehrer an unserer Schule. Paul steht stellvertretend für das gesamte Kollegium“, befand Thomas Meinecke, schließlich „ist er schon einer der Engagiertesten“. Die Auszeichnung durch das Bildungsministerium gehe daher in Ordnung, die gesamte Schule sei stolz auf ihn.

Der Geehrte war nach dem Festakt zunächst ziemlich geplättet. „Damit war überhaupt nicht zu rechnen“, fand er. „Die beiden anderen Nominierten aus Oberhavel sind schon so lange dabei und hätten die Auszeichnung mehr als verdient gehabt.“ Er selbst sei gerade einmal seit zweieinhalb Jahren als Lehrer tätig. „Dass ausgerechnet ich diese Auszeichnung erhalte, das freut mich sehr und macht mich auch sehr glücklich, aber es überrascht mich trotzdem auch enorm.“ Das Schönste sei für ihn bereits die Nominierung gewesen.

Froh und stolz über die Auszeichnung zum Lehrer des Jahres in Oberhavel: Paul Aurin aus Hohen Neuendorf. Quelle: Nadine Bieneck

Besonders stolz macht den Hohen Neuendorfer, dass die Jury „das, was ich mache, als auszeichnungswürdig empfindet“. Schließlich fülle er seinen „absoluten Traumjob, in den ich auch super gern meine Energie reinstecke“, ja nur mit Leben. „Es macht mir einfach Riesenspaß. Ich finde es wichtig und toll, junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zu unterstützen.“ Dafür sitze er gern auch mal bis nachts um zwei und tüftele über die Vorbereitung seiner Unterrichtsstunden. Dass dies so selbstverständlich nicht ist, wie es der Pädagoge selbst einschätzt, finden seine Schüler. Paul Aurin beweise, dass „zukunftsorientiertes Lernen Spaß macht. Jeder lernt in seinem Tempo, am Ende sind wir alle auf einem Wissenstand“, begründeten sie seine Nominierung für den Lehrerpreis. Bildungsministerin Britta Ernst lobte den Pädagogen in ihrer Laudatio am Donnerstag dann auch als „Lehrer der Zukunft“, der ein modernes Vorbild für Wissens- und Wertevermittlung sei, „gepaart mit einem visionären Blick in die Zukunft, der den wichtigen Schritt der Digitalisierung begeistert und eigeninitiativ mit Leben erfüllt und ideenreich umsetzt.“

Worte, die den 29-Jährigen nicht kalt ließen: „Das hat mich schon berührt und sehr, sehr gefreut“, verriet er. Immer schon habe er Lehrer werden wollen, „bereits mit acht Jahren hatte ich das im Sinn“. Zwar hätte es auch berufliche Alternativen gegeben, so im Bereich Eventorganisation. Letztendlich jedoch mache er nun täglich das, „wovon ich immer geträumt habe und was mich komplett ausfüllt“.

Sein Faible für Veranstaltungen lebt er trotzdem aus. Als Hobby, neben dem Beruf. „Noch bin ich jung und habe dafür genug Kraft und Energie“, schmunzelt er. So organisiert er seit mehreren Jahren die Show „Wer besiegt Paul?“, die am 28. September zum sechsten Mal in der Hohen Neuendorfer Stadthalle stattfindet. Dieses Wochenende mischt er zudem beim ersten „Musik Open Air“ in Hohen Neuendorf mit, das am Wasserturm stattfindet. Dort will der frischgebackene Lehrer des Jahres auch seine Auszeichnung feiern, denn Donnerstag blieb dafür keine Zeit. Am Freitag stand Paul Aurin um 7.50 Uhr bereits schon wieder vor seinen Schülern im Klassenraum, um dem „schönsten Beruf der Welt“ nachzugehen.

Lehrer des Jahres Brandenburg 2019 aus Oberhavel: Paul Aurin (2.v.l.). Quelle: Nadine Bieneck

Von Nadine Bieneck

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