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Liebenwalde Bruder Lucas als Vorbild und die Bundesliga im Sinn
Lokales Oberhavel Liebenwalde Bruder Lucas als Vorbild und die Bundesliga im Sinn
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08:37 02.05.2019
Leonie Schewe (v.l.), Lesley Lergenmüller und Jette Hörbe gehören zur U14-Landesauswahl Brandenburgs. Quelle: Sebastian Morgner
Oberhavel

Viele Jungs träumen davon, später einmal in der Fußball-Bundesliga zu spielen und als Profi erfolgreich zu sein. Doch nicht nur die männlichen Kicker jagen begeistert dem runden Leder hinterher und haben hohe Ziele. Es gibt in Oberhavel auch viele fußballverrückte Mädchen, die mit dem runden Leder noch viel vor haben. Drei von ihnen spielen aktuell in der Brandenburger U14-Landesauswahl der Mädchen. Leonie Schewe (13), Lesley Lergenmüller (14) und Jette Hörbe (13) gehören zum Kader des FLB, welcher in zwei Wochen an den NOFV-Meisterschaften in Kienbaum teilnehmen wird.

Bundesliga als Traum

„Natürlich ist es ein Traum, mal in der Bundesliga zu spielen. Turbine Potsdam wäre da schon mein Ziel“, erzählt die Liebenwalderin Leonie Schewe, die aktuell bei den C-Junioren der Falkenthaler Füchse spielt und parallel im Verbandsliga-Kader der C-Juniorinnen des SV Blau-Weiss Hohen Neuendorf steht. Unterschiede kann Schewe deutlich ausmachen: „Bei den Jungs wird deutlich körperbetonter gespielt und auch das Tempo ist dort viel höher“, so die Stürmerin. Für ihren Vater Jens Schewe ist die Teilnahme am Jungenspielbetrieb aber ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung: „Natürlich werden sie dort mehr gefordert und können sich weiterentwickeln. Allerdings müssen wir in unserem Fall genau schauen, dass es nicht zu viel wird.“

Doppelbelastung soll vermieden werden

Der Papa meint damit die hohe Belastung, die auf dem 13-jährigen Mädchen liegt. Dreimal die Woche ist Training, dazu zwei Punktspiele am Wochenende und zusätzliche Trainingseinheiten oder Spiele mit der Landesauswahl. „Das Pensum ist extrem hoch und anstrengend. Wir schauen genau, dass zum Beispiel die Schule nicht darunter leidet, aber auch, dass Leonie nicht körperlich über die Belastungsgrenze hinausgeht." Demnach soll es laut Schewe Senior, der am DFB-Stützpunkt in Löwenberg selbst Trainer von Tochter Leonie ist, im kommenden Spieljahr auch eine Veränderung geben: „Wir entscheiden uns dann für eine Sache“, so Jens Schewe.

Das Vorbild von Leonie kommt aus eigenen Familie. Bruder Lucas ging früh auf die Sportschule nach Cottbus, spielte anschließend im Nachwuchs bei Hansa Rostock und steht aktuell beim Rostocker FC in der Verbandsliga unter Vertrag. „Er gibt mir immer Ratschläge und Tipps und versucht mir zu helfen“, erzählt Leonie.

Lucas Schewe. Quelle: Privat

Abwehrspielerin Jette Hörbe wechselte im Winter aus Falkenthal zum Oranienburger FC Eintracht und spielt dort bei den D-Junioren. Lesley Lergenmüller ist schon einen Schritt weiter als ihre beiden Kolleginnen. Die hochaufgewachsene Torhüterin ist auf der Sportschule in Potsdam und spielt im Nachwuchsbereich von Turbine Potsdam.

Für alle drei ist das kurzfristige Ziel, nun bei den NOFV-Meisterschaften in Kienbaumdie vom 10. bis 12. Mai ausgetragen werden. Langfristig ist allerdings das Highlight aller das Sichtungsturnier des Deutschen Fußball-Bundes in Duisburg, welches Anfang Juni stattfinden wird. „Das ist natürlich nochmal eine ganz andere Hausnummer, dort sind alle 21 Landesverbände und die Crème de la Crème des jeweiligen Jahrganges vertreten“, erklärt Jens Schewe. Und wer weiß, vielleicht wird man eine der drei talentierten Fußballerinnen aus Oberhavel in ein paar Jahren dann im Fußball-Oberhaus bewundern können.

Von Knut Hagedorn

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