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Liebenwalde Gebäudebrand in Liebenthal: Vermisste Frau kommt der Feuerwehr im Haus entgegen
Lokales Oberhavel Liebenwalde

Gebäudebrand in Liebenthal: Vermisste Frau kommt der Feuerwehr im Haus entgegen

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16:35 11.01.2022
Das in der Nacht zu Dienstag ausgebrannte Wohnhaus befindet sich im Dachsgrund in Liebenthal. Unmittelbar an das Gebäude grenzt eine Pferdekoppel.
Das in der Nacht zu Dienstag ausgebrannte Wohnhaus befindet sich im Dachsgrund in Liebenthal. Unmittelbar an das Gebäude grenzt eine Pferdekoppel. Quelle: MAZ
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Liebenthal

Ein Wohnhaus in Liebenthal ist in der in der Nacht von Montag zu Dienstag ausgebrannt. Das Feuer, so hieß es, sei vermutlich zunächst in einer Mülltonne am Haus ausgebrochen und griff dann auf einen Carport, eine Garage und schließlich auf das angrenzende Wohnhaus über. Die Brandursache, war offenbar Asche aus einem Kamin gewesen sein, die noch glimmend in eine Mülltonne am Carport entsorgt wurde.

Der Weg zum Unglücksort, Dachsgrund, zweigt von der Chaussee zwischen Hammer und Liebenthal ab. Quelle: MAZ

Gegen 1.15 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Liebenwalde alarmiert und rückte zum Unglücksort aus. Dieser liegt aus Richtung Hammer kommend noch etwas vor dem Ortseingang Liebenthal. Dort zweigt ein landwirtschaftlicher Weg ab, der sich – ebenso wie die unmittelbar an der Straße liegende Bushaltestelle – Dachsgrund nennt. Einige Hundert Meter von der Straße entfernt, unmittelbar hinter einer Pferdekoppel befindet sich das Anwesen, auf dem das Feuer ausgebrochen war.

Eine weibliche Person kurzzeitig vermisst

Als die Feuerwehrleute eintrafen, hieß es zunächst, dass sich alle drei Bewohner des Hauses in Sicherheit bringen konnten. Dann bekamen die Einsatzkräfte jedoch plötzlich von einer Anwohnerin die Information, dass sich noch eine weibliche Person im Wohnhaus befinden soll. „Wir haben daraufhin sofort Kameraden in das Haus geschickt, um die Frau zu suchen und zu retten“, berichtete Liebenwaldes Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Heiko Müller. Die Frau, die offensichtlich zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers geschlafen hatte, sei den Kameraden dann aber glücklicherweise bereits im Flurbereich entgegen gekommen. Vermutlich war sie durch die heranrückenden Feuerwehrfahrzeuge wach geworden. Die Frau blieb ebenso unverletzt, wie die anderen beiden Hausbewohner.

Das Wohnhaus wurden bei dem Brand schwer beschädigt und ist nicht bewohnbar. Quelle: MAZ

Die Flammen griffen schnell von dem carportähnlichen Holzverschlag auf das Dach des Wohnhauses über und fraßen sich an den Holzbindern entlang durch den Dachboden. Es sei schwierig gewesen, so der Einsatzleiter, an diesen Brandort heranzukommen. Zudem stieg mit jeder Minute die Einsturzgefahr. Die Kameradinnen und Kameraden gingen zunächst mit Wasser aus Tanklöschfahrzeugen gegen das Feuer vor, später wurden zusätzlich eine etwa 300 Meter lange Schlauchleitung unter anderem über eine Pferdekoppel hinweg bis zu einem Hydranten an der Chaussee zwischen Hammer und Liebenthal verlegt.

50 Feuerwehrleute im Einsatz

Im Einsatz waren rund 50 Feuerwehrleute aus Liebenwalde, Liebenthal, Hammer, Neuholland, Kreuzbruch und Groß Schönbeck (Kreis Barnim). Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr brannte das im Bungalowstil errichtete Wohnhaus aus und ist nicht mehr bewohnbar. Etwa gegen 7 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte in die Feuerwehrdepots zurückkehren.

Am Dienstagvormittag waren Kriminaltechniker der Polizei vor Ort, um nach Abschluss aller Löscharbeiten die Ermittlungen zur Brandursache zu führen. Die Schadenshöhe, die durch das Feuer entstanden ist, wird nach Angaben der Polizei mit etwa 200 000 Euro beziffert

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Von Bert Wittke