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Liebenwalde Kleine und große Leute besuchen ihre Feuerwehr
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19:22 11.08.2019
Der zweijährige Balder und Mama Carolin Peschke gehörten am Sonntag zu den Besuchern bei der Feuerwehr.
Liebenwalde

Mit großen Augen und ausgebreiteten Armen hüpft Balder zwischen den Feuerwehrautos herum. Der Zweijährige ist mit Mama Carolin zum Tag der offenen Tür auf das Gelände der freiwilligen Feuerwehr in Liebenwalde gekommen. „Ja“, sagt Carolin Peschke, „der Junge scheint sich sehr für die Feuerwehr begeistern zu können.“ Und die Mama ist froh darüber. Sie würde es sehr begrüßen, wenn der Filius später einmal bei der Feuerwehr eintritt. „Hauptsache, der Junge sitzt nicht den ganzen Tag im Zimmer und starrt auf seinen Computer.“ Carolin, Balder und Papa Gregor sind erst Anfang dieses Monats von Oranienburg nach Liebenwalde gezogen. In Oranienburg war es ihnen, wie Carolin sagt, „zu laut und zu dreckig“, Außerdem habe ihnen dort die Stadtpolitik nicht gefallen. Nun sind sie also Liebenwalder und wollen sich gleich mal mit den örtlichen Brandschützern bekanntmachen.

Seit dem vorigen Jahr hat Liebenwalde eine Mini-Feuerwehr mit begeisterungsfähigen Mädchen und Jungen. Quelle: Bert Wittke

Balder wird sicher mal eine gute Verstärkung für die ganz kleinen Liebenwalder Feuerwehrleute. Seit dem vorigen Jahr gibt es die Minis bei der Freiwilligen Feuerwehr Liebenwalde. Momentan sind es um die 15, aber weitere Anmeldungen liegen bereits vor. Betreut werden die jungen Brandschützer von Josephine Pralat. Die Liebenwalder Kameradin versammelt den Nachwuchs einmal im Monat an einem Sonnabend um sich. Dann wird den Kindern auf spielerische Weise beigebracht, was Feuerwehrleute so alles zu tun haben. Die Minis haben sogar schon eigene „Einsatzfahrzeuge“ – zwei selbst gebastelte Bollerwagen.

Siegbert Podschadly (vorn) und sein Team sowie weitere Helfer aus den Reihen der Stadtverwaltung und des Trink- und Abwasserzweckverbandes (TAV) haben gemeinsam eine mobile Havarie- und Katastrophenschutzkarte entwickelt, mit der die Liebenwalder Feuerwehr bereits arbeitet. Quelle: Bert Wittke

Noch vor dem offiziellen Beginn am Gerätehaus, saßen zahlreiche Feuerwehrleute, darunter zum Beispiel auch aus Velten und Löwenberg, gemeinsam im Schulungsraum und lauschten Sarina Franke und Siegbert Podschadly vom örtlichen Vermessungsbüro Podschadly. Sie erläuterten die von ihnen und ihrem Team entwickelte „Mobile Havarie- und Katastrophenschutzkarte“ (MAZ berichtete). Anschließend erhielt jede Löschgruppe der Liebenwalder Feuerwehr ein Tablet mit dem neuen Betriebssystem und auch Liebenwaldes Bürgermeister Jörn Lehmann bekam ein Exemplar – damit er auch immer genau weiß, wo sich seine Kameradinnen und Kameraden befinden.

Die Kameraden zeigten und erläuterten den Gästen, was sich alles in einem Feuerwehrfahrzeug befindet. Quelle: Bert Wittke

Zu den Gästen in Liebenwalde gehörte auch Steffen Malucha. Oberhavels Kreisbrandmeister hatte sich den Vortrag über die neuentwickelte Havarie- und Katastrophenschutzkarte angehört, wollte hinterher aber noch kein Urteil darüber abgeben. Für Liebenwalde sei dies sicher eine tolle Sache, er müsse jedoch immer den gesamten Kreis und die Kooperation mit Nachbarkreisen sowie das Zusammenwirken von Einsatzkräften an verschiedenen Orten im Auge haben. Deshalb wolle er erst einmal in Ruhe prüfen, inwiefern sich das für Liebenwalde funktionierende System erweitern und übertragen lasse.

Alte und neue Feuerwehrtechnik dicht beieinander. Zur freiwilligen Feuerwehr in Hammer gehört auch dieser feuerrote Trabant. Quelle: Bert Wittke

Neben ihrer beeindruckenden Einsatzflotte präsentierten Liebenwaldes Feuerwehrleute den Gästen Vorführungen und die Handhabung von Feuerlöschgeräten, Musik von Quartettfreunden, Kaffee und Kuchen sowie gegrilltes und Getränke. Außerdem war ein Shuttle-Service für Fahrten ins Feuerwehrmuseum eingerichtet.

Von Bert Wittke

Siegbert Podschadly und sein Team aus Liebenwalde haben ein Programm entwickelt, mit dem sich Rettungskräfte bei Einsätzen im Gelände orientieren können. Das Besondere: Die digitale Karte funktioniert auch offline – was gerade in Brandenburg wichtig ist.

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