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Liebenwalde Deswegen ist Anika Richter-Pamperin im Dressur-Reiten so erfolgreich
Lokales Oberhavel Liebenwalde Deswegen ist Anika Richter-Pamperin im Dressur-Reiten so erfolgreich
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19:40 12.07.2019
Anika Richter-Pamperin mit ihren drei Pferden Sam, Leo und Sky (v.l.n.r.) . Quelle: Robert Roeske
Liebenwalde

Anika Richter-Pamperin (33) verkauft Bewässerungsanlagen für den Garten. Über das Internet. Außerdem hat sie Haushaltswaren und Spielwaren im Angebot. Doch die gelernte Einzelhandelskauffrau aus Friedrichsthal sitzt bei weitem nicht den ganzen Tag am Computer und wickelt Geschäfte ab. Nein, sie hat eine große Leidenschaft. Eine, die sie täglich nach der Arbeit ins Auto steigen und raus nach Liebenwalde fahren lässt. Richter-Pamperin reitet.

Und sie reitet ziemlich erfolgreich – in der Dressur. Leo, Sky und Sam bringen derzeit M-Klasse-Leistungen. Nach M kommt nur noch die schwerste Klasse: S, die Spitzenklasse. Das heißt, Richter-Pamperin könnte mit allen drei bei der Landesmeisterschaft in Neustadt (Dosse) starten.

Jeden Tag zu den drei Pferden, kurz vor einem Turnier Intensiv-Training: Hobby-Dressurreiterin Anika Richter-Pamperin hat ihr Erfolgsrezept gefunden. Dabei hat sie stets ein Ziel vor Augen.

„Das ist aber nicht realistisch“, sagt sie. Realistisch, in Bezug auf einen tatsächlichen möglichen Erfolg auf dem Turnier. Denn schließlich will sie nicht nur teilnehmen, sondern auch einen guten Platz belegen. „Übernächstes Jahr wäre möglich“, sagt sie weiter. „Meine Trainerin sagt immer: Wir fahren erst zu einem Turnier, wenn wir wissen, wir könnten es gewinnen.“

Seit sie sechs Jahre alt ist, reitet Anika Richter-Pamperin. Mit elf Jahren bekam sie ihr erstes eigenes Pferd. Sobald sie das Reiten beherrschte, konzentrierte sie sich auf den Springsport. 2008 wechselte sie aber in den Dressursport. „Weil ich da nur noch Dressurpferde hatte“, sagt sie.

Ein Rheinländer, ein Westfale und ein Hannoveraner

Hintergrund war: Über all die Jahre hat sie neben dem Reiten auch Deutsche Sportpferde gezüchtet sowie junge Pferde gekauft, ausgebildet und wieder verkauft. Dieses Hobby hat sie aber mittlerweile abgelegt. Ihre drei aktuellen Pferde, Leo, Sam und Sky, sind ein Rheinländer, ein Westfale und ein Hannoveraner – alle drei sind Wallache. Und alle drei haben sehr unterschiedliche Charaktere.

Leo ist eine Mimose“, sagt Anika Richter-Pamerin über den 9-jährigen Fuchs. „Der lässt sich auch nur von mir reiten.“ Sky (10) sei dagegen ein Streber, der wolle es jedem recht machen. „Aber er ist total lieb. Auf den kann man auch ohne Sorgen Kinder setzen, obwohl er 1,80 Meter groß ist.“ Und Sam (10)? Tja, Sam. „Der ist sehr speziell“, sagt sie und lacht. „Der hat immer seine eigenen Ideen. Und er weiß, wer auf ihm sitzt, und was er mit wem machen kann.“

Turnier-Pause für Leo

Ihre drei Lieblinge bewegt die 33-Jährige natürlich täglich. Aber wenn ein Turnier ansteht, wechselt sie ins Intensiv-Training. Dann bringt sie das Pferd, mit dem sie am Turnier teilnehmen möchte, zu ihrer Trainerin Ina Schüler nach Weesow bei Bernau und kommt mal zwei Wochen am Stück, mal drei Monate jeden Tag nach der Arbeit und bereitet sich unter Anleitung auf den Wettbewerb vor. Außerhalb dieser Intensiv-Phasen trainiert sie einmal in der Woche bei Schüler. Doch dann bringt sie ihr Pferd stets mit, lässt es nicht, wie in der Turnier-Vorbereitung, dauerhaft in Weesow.

Vor zwei Wochen stand ein solches Turnier an. Es war in Angermünde. Richter-Pamperin fuhr mit Leo hin. „Der ist im Moment der leistungsstärkste“, sagt sie zufrieden. Sie belegte den 3. und 5. Platz in Prüfungen der Klasse M auf dem Turnier. Ende Mai haben Leo und Richter-Pamperin in Storkow, südlich von Fürstenwalde (Landkreis Oder-Spree), den 2. Platz belegt. Nun bekommt Leo erstmal eine Turnier-Pause. Die anderen beiden sollen auf den nächsten Wettbewerben antreten.

Die Pferde besser machen

Die sind übrigens zahlreich im ganzen Land Brandenburg. „Ich muss aber nicht jedes Wochenende fahren“, sagt Richter-Pamperin. „Sonst würde sich auch mein Mann beschweren.“ Und dennoch: Ihr Ziel ist es, ihre drei Pferde lektionssicher zu machen. Das heißt, dass sie in ihrer Klasse M so gut sind, dass sie auf der Landesmeisterschaft in Neutstadt (Dosse) gute Plätze in der nächst schweren Klasse S belegen können.

Von Annika Jensen

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