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Liebenwalde Kuhherde auf Abwegen: Supermarkt-Parkplatz statt Weide
Lokales Oberhavel Liebenwalde Kuhherde auf Abwegen: Supermarkt-Parkplatz statt Weide
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08:15 02.01.2019
Der Ausflug auf den Lidl-Parkplatz. Quelle: FOTO: privat
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Liebenwalde

Helle Aufregung am Freitag auf dem Lidl-Parkplatz an der Hammerallee in Liebenwalde. Dort marschierten am Vormittag etliche Kühe zwischen den parkenden Fahrzeugen hin und her, schnuppern an den Autos. Schnell meinten einige Witzbolde, das sei wohl eine außergewöhnliche Werbeaktion für besonders frisches Fleisch und frische Milch, die an diesem Tag vor dem Supermarkt angeboten werden. Ganz nach dem Motto: Auf kurzen Wegen vom Produzenten zum Verbraucher.

Kühe mit eigenem Kopf

Weit gefehlt. „Da hatten einige Kühe nach dem Melken ihren eigenen Kopf“, klärte Anja Schiemann auf. Wie die Geschäftsführerin der Gut Hammer-Liebenwalde GmbH weiter sagte, sollten die Tiere eigentlich zurück auf die Weidefläche gehen, die jetzt im Winter aufgrund des geringen Futterangebotes etwas verkleinert wurde. Das habe wohl einigen Kühen nicht gepasst und sie nutzten die Gelegenheit, gleich hinter dem benachbarten Bolzplatz auszubrechen. Dort befindet sich ein kurzer Weideabschnitt, der lediglich durch einen Stromzaun gesichert ist. Eine Kuh muss das scheinbar wenig beeindruckt haben. Sie stürmte völlig unerschrocken durch den Zaun – vielleicht wurde sie auch von folgenden Tieren etwas geschoben – und schnell befanden sich gleich mehrere Tiere auf Abwegen und folgten ihr in Richtung Parkplatz.

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Jäger und Mitarbeiter treiben Tiere zurück

Zum Glück sei zu dieser Zeit ein Liebenwalder Jäger vorbeigekommen,  habe angehalten und begonnen, die Kühe zurückzutreiben. Inzwischen waren auch Mitarbeiter der  Gut  Hammer-Liebenwalde GmbH verständigt worden und machten sich ebenfalls sofort daran, die Tiere vom Parkplatz zurück in Richtung Weide zu treiben. „Wir werden diesen Abschnitt der Weide, wo die Kühe ausgebrochen sind, jetzt ebenfalls mit einem festen Zaun versehen“, kündigte Anja Schiemann an. Bei dem Ausreißversuch sind weder Mensch noch Tier zu Schaden gekommen.

Von Bert Wittke

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