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Oberhavel Liebeserklärung an Zehdenick
Lokales Oberhavel Liebeserklärung an Zehdenick
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14:57 18.04.2014
Nachbesprechung: Zwei Mitglieder der Band "5 Theet Less" mit Fans und Familie nach der Heimpremiere von "Deutschboden". Quelle: Uwe Halling
Zehdenick

Vor allem aber gab es viel zu lachen und nach der Vorstellung viel Applaus von den Zehdenickern für den Film "Deutschboden".

Die Dokumentation nach dem gleichnamigen Roman von Moritz von Uslar feierte am Donnerstag Heimpremiere. Die Klosterscheune war ausverkauft - das gilt für alle der sechs geplanten Vorstellungen. Galerist Jörg Zieprig hatte hinter den Kulissen seit November darum gerungen, den Film nach Zehdenick zu holen. Fürs Erste zwar ohne Regisseur und Buchautor. Mit Paul und Carl Seehausen saßen bei der Erstausstrahlung jedoch zwei Protagonisten der Zehdenicker Band "5Teeth Less" im Publikum.

Die ersten Filmminuten gehören für Einheimische zu den härtesten. Sie zeigen Zehdenick so, wie Moritz von Uslar die ihm noch unbekannte Stadt auf den ersten Metern erschien. Dunkel, grau, abgerissen. Es gibt diese Ecken und auch den authentischen Ostcharme. Film und Stimmung hellen jedoch mit zunehmender Dauer auf, Beobachter und Objekt kommen sich näher, kuriose Begegnungen bleiben. Die für Uslar "besten Hackepeterbrötchen" beim Fleischer, Reifenquietschen und Feierabendbier an der Tankstelle, Kneipenkult bei Schröders, das Mittagsbier im Hinterzimmer des Getränkeladens, eintöniger Alltag im Dickicht der Tonstichlandschaft. Uslar schrieb keinen Reisebericht, und Regisseur André Schäfer drehte keinen Imagefilm. Wenn man das wisse, sei die Erzählung fast eine Liebeserklärung an die Havelstadt, sagten Zuschauer nach dem Abspann.

Mehr noch als ein Porträt einer ostdeutschen Kleinstadt sei hier das Porträt einer erwachsen gewordenen Nachwende-Jugend gelungen und das einer Familie, die sich für den Zusammenhalt entschied, anstatt in der Krise auseinander zurennen.

Im Vorfeld gab es Diskussionen, ob die auf die Leinwand gebannte "teilnehmende Beobachtung" Uslars nicht zu einem peinlichen Zeugnis für die Bewohner der Havelstadt werde. Sicher, es gebe Momente des Fremdschämens, sagte eine Zuschauerin aus Gransee. "Deshalb kommt Zehdenick aber nicht schlecht weg. So lebt der Brandenburger nunmal. Da gibt es nichts zu beschönigen". Die Havelstadt könne sich glücklich schätzen, dass Uslar hier gestrandet sei. Auch wenn deutlich zum Ausdruck komme, dass er Klischees gesucht und sich darauf fokussiert habe. Eine "gewisse Doppelbödigkeit" machte auch eine Zuschauerin aus Potsdam aus. Der Film sei durchaus liebevoll, aber ähnlich wie das Buch, führe er die Protagonisten stellenweise auch vor. Zehdenicks Bürgermeister Arno Dahlenburg hatte den Film jetzt zum zweiten Mal gesehen - und fand ihn nun noch besser. Jana Seehausen ist nicht ganz unbeteiligt. Die Mutter der beiden Bandmitglieder Paul und Carl kommt selbst im Film zu Wort und trägt ein stückweit zu dem vielleicht romantischsten Moment dieser Dokumentation bei: Als sie von Krisen und vom Familienzusammenhalt erzählt. Das Besondere an dem Film sei ihrer Ansicht nach gar nicht so sehr die Kleinstadt an sich. "Die Kulisse hätte Schäfer anderswo gefunden, aber nicht das Potenzial dieser Menschen."

Von Cindy Lüderitz

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