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Oberhavel Liebesglück in Falkenthal
Lokales Oberhavel Liebesglück in Falkenthal
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08:58 01.08.2014
Diese drei Jungtiere schwebten gestern einige Male durch die Lüfte. Bekamen aber immer noch Futter von den Eltern. Quelle: Uwe Halling
Falkenthal

Falkenthal erlebt momentan wieder interessante Flugtage. Im Dorf kreisen Störche durch die Lüfte. Jetzt sind es nicht mehr nur die Eltern, die auf Futtersuche sind oder die zahlreichen Vagabunden, die ebenfalls in Falkenthal ein vorübergehendes Zuhause gefunden haben. Mittlerweile versuchen sich auch die Jungen als raffinierte Segler und schaffen es schon, wie alte Profis auf den Horsten zu landen.

24 Jungstörche sind in diesem Jahr in Falkenthal zur Welt gekommen. Vier leben nicht mehr, der Rest hat sich indes so gut entwickelt, dass er sich in den nächsten Tagen auf die Reise in Richtung Süden begeben kann. Einer, der alles über die Falkenthaler Störche weiß und die Tiere ganz genau beobachtet, ist Uwe Rohtermundt. Seit 1992 beschäftigt er sich intensiv mit den Klapperschnäblern. Damals sah er ein paar Störche in Falkenthal und beschloss, ihnen etwas bei der Nestsuche helfen zu wollen. Zusammen mit der Firma „Hammer und Strecker“ wurden zwei Maste mit Körben aufgestellt. „Das ist stetig mehr geworden, weil der Bedarf da war“, sagt Rohtermundt. Auch den Stromversorger Edis hat der Storchenliebhaber gefragt, ob nicht vier Masten plus die alten Leitungen stehen bleiben könnten, als die Kabel unter die Erde verlegt wurden. Und auch das klappte. Insgesamt gibt es elf Horste in Falkenthal. Nicht alle sind besetzt. „Die Tiere kommen nicht auf Befehl.“

Uwe Rohtermund. Quelle: Uwe Halling

Am 30. März wurde der Horst auf dem Grundstück der Rohtermundts in diesem Jahr besiedelt. Vier Junge kamen am 24. Mai zu Welt. Ein Tier ist schon nach kurzer Zeit aus dem Nest gefallen. Von den anderen drei ist der Erste am 21.Juli erstmals geflogen. Etwa 32Tage dauerte die Brut, 64 Tage brauchen die Kleinen vom Schlüpfen bis zum Flüggewerden. Und am Ende dauert es zehn bis 14 Tage, bis sie selbstständig sind.

Die Abnabelung verfolgt auch Christina Zurth. Bei ihr auf der Scheune wurde schon ab 26. März eifriger Nestbau betrieben. Auch hier kamen vier Junge zur Welt. Eines starb allerdings im Nest und wurde dann hinausgeworfen. Christina Zurth wartet im März schon auf die Störche. Sind sie dann da, beginnt für sie quasi der Frühling. Die Bedingungen auf ihrem Grundstück müssen offenbar gut sein. Denn bislang waren die Tiere in den zurückliegenden Jahren fast immer da. Nur einmal sind sie nicht gekommen, da dauerte der Winter aber auch besonders lange.

Entwicklung zum Storchendorf

Uwe Rohtermundt hat vor einigen Jahren den Ausbau eines Feldsolls angeregt. Das Feuchtbiotop ist 160 Meter lang und 20 Meter breit. Es entwickelt sich gut, wird aber erst in zwei bis drei Jahren eine gute Nahrungsgrundlage für Störche bieten.

Zwei der vier verstorbenen Jungstörche sind zur Vogelschutzstation in der Woblitz gebracht worden. Bei ihnen wird untersucht, warum sie nicht mehr weiterleben konnten. Die beiden waren laut Rohtermundt gut entwickelt, waren aber wohl krank.

Sieben Brutpaare, das ist eine gute Bilanz, sagt Uwe Rohtermundt. Manchmal sieht er zudem bis zu 50 Vagabunden am Himmel oder auf der Wiese. Die Vagabunden sind männliche und weibliche Tiere, die keinen Partner haben. Manche sind noch nicht geschlechtsreif, andere haben sich einfach nicht verliebt. Sie versammeln sich aber regelmäßig in Falkenthal zum Fressen. Das sei ein gutes Zeichen, sagt Rohtermundt, weil es zeige, dass es um das Dorf herum ausreichend Futter gebe. Andernorts habe sich die Futterlage dagegen arg verschlechtert. Störche benötigen Wiesenflächen. Ein Glück für Falkenthal sei die Rinderzucht im Ort. Der Betrieb pflege seine Weideflächen, die wiederum ideale Nahrungsplätze für die Störche sind. „Wenn es diese Flächen nicht gäbe, sähe es schlecht aus um die Tiere“, sagt der Storchenvater. Auf einem Maisacker beispielsweise oder auf Getreideland würden die Störche dagegen nichts finden.

Von Andreas Röhl

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