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Löwenberger Land Der Winter kann kommen: Straßenmeisterei sieht sich gerüstet
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Der Winter kann kommen: Straßenmeisterei sieht sich gerüstet
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18:24 21.11.2019
Gunnar Jandt, Chef der Straßenmeisterei, am Streuteller eines der Lkw. Die Halle ist mit rund 850 Tonnen Streusalz gefüllt. Quelle: Enrico Kugler
Nassenheide

Ein paar Schritte sind es nur von seinem Büro, dann steht Gunnar Jandt auch schon in der mächtigen, rund 430 Quadratmeter großen, Halle. Vor ihm türmt sich ein riesiger Berg aus Streusalz auf, er reicht bis unter das Hallendach. „Das dürften so in etwa 850 Tonnen sein“, schätzt der Leiter der Straßenmeisterei Nassenheide. Es ist grobkörnig und mit einem Anti-Backmittel versetzt. Bei Feuchtigkeit verklumpt es in der Halle deshalb nicht. Und das ist auch wichtig. Denn das Salz stammt noch aus dem vergangenen Jahr. „Der letzte Winter war ja auch ziemlich mild“, sagt der Chef der Straßenmeisterei.

Straßenmeisterei Nassenheide: Gunnar Jandt bereitet sich mit seinem Team auf den Winter vor. Quelle: Enrico Kugler

Und bislang haben die Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenwesen von dem Salz auch in diesem Jahr noch nicht allzu viel verwendet. Drei Kontrollfahrten Ende Oktober gab es schon, am frühen Morgen beseitigten Gunnar Jandts Mitarbeiter in Brücken- und Waldlagen im ganzen Landkreis Oberhavel etwas Raureif. Keine große Nummer. „Wir haben da ein bisschen abgestreut, das war’s“, sagt der 49-Jährige. Bislang hätten seine Kollegen bei diesen Arbeiten aber erst eine Tonne Streusalz verbraucht.

850 Tonnen Streusalz lagern in der Halle. Quelle: Enrico Kugler

Gunnar Jandt ist seit Oktober 2017 Leiter der Straßenmeisterei in Nassenheide, die direkt an der Oranienburger Chaussee liegt. 20 Mitarbeiter hat er hier zur Verfügung, in der Wintersaison kommen jedes Jahr noch mal vier Winterkräfte – vom 15. Oktober bis 14. April – dazu, um die Kollegen bei der Arbeit auf den Straßen des Kreises zu unterstützen. Das ist auch nötig: Das Team der Straßenmeisterei Nassenheide ist für rund 260 Kilometer Landesstraßen in Oberhavel zuständig, die auch bei Schnee und Eis passierbar bleiben müssen. Streufahrzeuge&Co. wurden bereits Anfang Oktober für die Wintersaison auf Herz und Nieren geprüft, alles ist bereit für Einsätze unter Null Grad. „Der Winter kann kommen!“, sagt Gunnar Jandt locker.

20 Mitarbeiter sind in der Straßenmeisterei Nassenheide beschäftigt. Quelle: Enrico Kugler

Im vergangen Sommer hatten die Mitarbeiter der Meisterei indes genug zu tun. Die große Hitze hat den Asphalt auf Oberhavels Landesstraßen mitunter aufgeweicht, „schwitzende Decken“ nennen das die Fachleute dann. „Dann glänzt der Bitumen richtig und kann an den Reifen hängenbleiben und die Straßen bekommen Schlaglöcher“, erklärt Gunnar Jandt. In diesem Fall haben die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Rollsplitt auf die Fahrbahnen gebracht, um die schlimmsten Folgen zu mindern und Schlaglöcher auszubessern. Ansonsten stehen immer wieder die Pflegen von Bäumen, Banketten und Randstreifen auf dem Plan. Aber auch Verkehrsschilder müssen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei immer im Blick behalten – zuletzt wurden etwa vermehrt Ortsschilder in Oberhavel geklaut.

Jeden Tag werden die Wetterntwicklungen genauestens beobachtet. Quelle: Enrico Kugler

Das Wetter muss Meisterei-Chef Gunnar Jandt jeden Tag im Blick behalten, dabei verlässt er sich auf Prognosen der Webseite des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Immerhin seien die Vorhersagen etwa zu 95 Prozent genau. „So genau ist es aber nur für die nächsten drei Tage. Die Prognose über zehn Tage ist aber nicht mehr ganz so exakt.“ Der Wetterdienst liefert auch die Temperaturen, die auf dem Asphalt von Brücken und Straßen herrsche. Für Gunnar Jandt ist das Grundlage bei der Entscheidung, ob seine Mitarbeiter ausrücken. Sinken die Temperaturen unter Null Grad Celsius, ist das Team auf den Straßen unterwegs, um glatte Stellen zu suchen und mit Streusalz zu sichern. Falls der Winter wider erwarten doch hart wird, könnten schonmal 2000 bis 3000 Tonnen Streusalz gebraucht werden. Die, sagt der Chef, seien beim Nachordern auch spätestens am übernächsten Tag da.

Von Marco Paetzel

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