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Löwenberger Land Feuerwehr rückt erneut nach Nassenheide zu qualmenden Glutnestern aus
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Feuerwehr rückt erneut nach Nassenheide zu qualmenden Glutnestern aus
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16:54 23.04.2019
Erneut wurde die Feuerwehr am Dienstagvormittag in den Wald südlich von Nassenheide gerufen. Glutnester hatten nach dem großen Waldbrand am Ostermontag wieder zu qualmen begonnen.
Erneut wurde die Feuerwehr am Dienstagvormittag in den Wald südlich von Nassenheide gerufen. Glutnester hatten nach dem großen Waldbrand am Ostermontag wieder zu qualmen begonnen. Quelle: Privat
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Nassenheide

Nach dem Großeinsatz der Feuerwehren in Nassenheide am Ostermontagsüdlich des Ortes waren rund 2,5 Hektar Wald in Brand geraten, rund 80 Feuerwehrkameraden hatten über Stunden hinweg gegen die Flammen gekämpft – wurde die Feuerwehr am Dienstagvormittag erneut alarmiert und an den Brandort gerufen.

10.43 Uhr hatte der für das Gebiet verantwortliche Jagdpächter am Dienstag vor Ort mehrere qualmende Stellen auf dem Gebiet entdeckt, welches Montagnacht in Brand geraten war und die Feuerwehr zu Hilfe gerufen. „Einzelne Glutnester, die sich im Waldboden befinden, haben wieder zu qualmen begonnen“, teilte Oranienburgs Stadtwehrführer Sven Marten auf MAZ-Nachfrage mit. Rund 14 Kameraden der hauptamtlichen Feuerwehrkräfte Oranienburgs, welche die Brandstelle laut Sven Marten nunmehr übernommen hat, sowie Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Sachsenhausen sind seit dem Dienstagvormittag auf dem Brandgelände zwischen der B96 und der Bahnlinie im Einsatz. „Es geht darum, den Glutnestern, die an der ein oder anderen Stelle wieder zu sehen sind, wirklich den Garaus zu machen. Die betroffene Fläche ist relativ groß, unsere Leute gehen dort jetzt mit Strahlrohren durch und benetzen den Boden tief mit Wasser. Das ist Handarbeit, das wird noch eine ganze Weile dauern, bis wir damit durch sind“, so der Oranienburger Stadtwehrführer.

Appell: Befahren von Waldwegen unterlassen

Marten appelliert zugleich an die Bevölkerung, das Befahren von Waldwegen mit Fahrzeugen sein zu lassen: „Das sollte unterbleiben!“ Zugleich bittet er um besondere Aufmerksamkeit: „Jeder, der Rauch oder Feuer sieht, sollte die Feuerwehr umgehend alarmieren.“

Seit Dienstagmorgen gilt im gesamten Land Brandenburg die höchste Waldbrandwarnstufe 5. Angesichts der aktuellen Wettervorhersage wird es auch in den kommenden Tagen angesichts von Temperaturen bis zu 26 Grad und starken Windböen keine Entwarnung geben. Am zurückliegenden Osterwochenende mussten die Feuerwehren in Brandenburg nach vorläufiger Bilanz zu insgesamt 40 Waldbränden ausrücken. „Das ist schon extrem für ein April-Wochenende“, sagte Raimund Engel, der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes.

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Von Nadine Bieneck