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Löwenberger Land Jäger übernehmen Umweltbildung
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Jäger übernehmen Umweltbildung
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18:50 24.02.2019
Freitag wurde das neue Lernort-Natur-Mobil des Kreisjagdverbandes Oberhavel präsentiert. Quelle: Martina Burghardt
Großmutz

 Mit dem Signal „Sammeln der Jäger“ eröffneten die Jagdhornbläser Wolfsluch am Freitagabend auf dem Bauernhof von Ronald und Martina Koch in Großmutz die Zusammenkunft des Kreisjagdverbandes Oberhavel. Mit Sekt und Orangensaft stießen die Mitglieder auf das 15-jährige Bestehen ihres Verbandes an und begrüßten traditionell 30 neue Jäger in ihrer Mitte. Präsentiert wurde außerdem das nagelneue Lernort-Natur-Mobil, ein mit Tierpräparaten und Informationsmaterial ausgestatteter Anhänger, der für die Umweltbildung eingesetzt wird.

Thorsten Fanselow, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes Oberhavel Quelle: Martina Burghardt

Zahlreiche Gäste konnte Thorsten Fanselow, der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes, dazu begrüßen, unter anderem Landrat Ludger Weskamp, den Vizepräsidenten des Deutschen Jagdverbandes Wolfgang Bethe sowie Kommunalpolitiker und Vertreter des Landesjagdverbandes, des Kreisbauernverbandes und des Kreisanglerverbandes.

„Jagd ist mehr als Schießen“, sagte Thorsten Fanselow und bezog sich damit auf die immer noch weit verbreiteten Vorurteile den Jägern gegenüber. „Wir sind nicht nur Schädlingsbekämpfer, sondern auch Naturschützer“, erläuterte Jagdverbands-Geschäftsführer Marco Schultze. Tatsächlich ist für den Jagdschein eine vielseitige Ausbildung zu absolvieren. Das sogenannte Grüne Abitur prädestiniert die Jäger für den Unterricht mit und in der Natur. Gemeinsam mit Lehrern gestalten sie auf Anfrage Unterrichtsstunden, Projekt- und Wandertage.

Fester Betreuerstamm geplant

Karl-Ernst Brehmer aus Zehdenick ist einer der derjenigen, die seit Jahren – unter großem Aufwand – mit dem Lernort-Natur-Mobil des Landesjagdverbandes unterwegs sind, beispielsweise beim alljährlichen Waldfest in Menz. Nun können der Pädagoge und andere Jäger das verbandseigene Mobil nutzen. „Wir wollen einen festen Betreuerstamm aufbauen“, kündigte Thorsten Fanselow an. Der Landesjagdverband unterstützt die Mission der Oberhaveler und finanziert die Ausbildung von zwei Naturpädagogen, die dafür einen 80-Stunden-Kurs absolvieren werden.

Solche Lernort-Natur-Mobile gibt es bereits seit 28 Jahren in ganz Deutschland. Etwas anfassen und spüren, sehen und riechen können – das soll helfen, theoretisches Wissen praktisch zu vertiefen. Ludger Weskamp erwähnte in dem Zusammenhang die Waldschule Briesetal, in der Kinder und Jugendliche die Natur spielerisch erleben können, sowie den derzeit geschlossenen Waldhof Zootzen. „Das müssen wir wieder aufbauen“, sagte er.

Die Tierpräparate im Lernort-Natur-Mobil wurden zum Teil gespendet. Quelle: Martina Burghardt

Der Kreisjagdverband mit seinen zurzeit 700 Mitgliedern – neun Prozent davon sind Frauen – hat das Lernort-Natur-Mobil überwiegend selbst finanziert. Etwa 15 000 Euro waren dafür aufzuwenden, wie Marco Schultze berichtete. „Eine Investition, die sich lohnt“, ist er überzeugt. Einige der Präparate wurden gespendet. Die Bemalung stammt von dem Künstler Andreas Werner. Die Ausstattung des Mobils soll nach und nach vervollständigt werden. Stationiert sein wird das Lernort-Natur-Mobil in Mühlenbeck. Den Winter über hat es einen trockenen Platz in einer Scheune, damit die Präparate nicht leiden.

Die ersten „Buchungen“ für das Mobil gibt es übrigens schon. Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus nutzte am Freitag die Gelegenheit und verkündete den Termin für das Rathaus-Fest im Mühlenbecker Land. „Über 60 Prozent der Einwohner sind aus Berlin, und die Kinder wissen so wenig über die Natur“, sagte er.

Von Martina Burghardt

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