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Löwenberger Land Kuhstall-Brand: So geht es den Tieren in Großmutz
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Kuhstall-Brand: So geht es den Tieren in Großmutz
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19:19 26.06.2019
In einem Stall- und Scheunengebäude in Großmutz bei Löwenberg ist am Mittwoch aus noch nicht geklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Quelle: Helge Treichel
Großmutz

Wieder Feueralarm am Mittwochmittag im Löwenberger Land: Um 12.32 Uhr wurde der Brand eines Kuhstalls in der Großmutzer Dorfstraße gemeldet. Die Meldung, dass sich die Flammen bereits auf das gesamte Gebäude ausgedehnt hätten, bestätigte sich vor Ort nicht.

Besonders dramatisch: In dem etwa 50 mal 50 Meter großen Gebäudekomplex befanden sich bei Ausbruch des Feuers rund 40 Jungrinder. Die Tiere konnten von den bereits sechs Minuten nach der Alarmierung eintreffenden Einsatzkräften der Feuerwehr gerettet und vom Besitzer vorübergehend in einer Lagerhalle untergebracht werden, sagte Einsatzleiter Matthias Bonk auf Nachfrage der MAZ.

Nach den Worten von Eigentümer Erhard Hinz geriet auf seinem Hof mit aktuell 120 Jungrindern aus noch nicht geklärter Ursache zunächst ein Strohballen in Brand. Einer seiner Mitarbeiter habe die Rauchentwicklung um etwa 12.30 Uhr kurz nach seiner Mittagspause entdeckt. Er selbst habe dann sofort die Feuerwehr alarmiert, so der 63-Jährige, der den Hof seit mehr als 30 Jahren betreibt.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus Löwenberg habe eine Fläche von etwa 45 Quadratmetern Stroh gebrannt. Außerdem hatten bereits Strohballen sowie zwei Kunststoff-Häuschen für Kälber Feuer gefangen. Zusätzlich habe es an den Eingangsbereichen der Scheune Entstehungsbrände gegeben. In dem Gebäude hätten sich 40 Färsen befunden. „Diese mussten wir zunächst in Zusammenarbeit mit den Hofmitarbeitern retten, bevor wir mit den Löscharbeiten beginnen konnten“, sagte Matthias Bonk.

Mit schwerem Gerät wird das Stroh umgeschichtet, um es besser ablöschen zu können. Im Vordergrund: die Überreste der beiden völlig zerstörten Schlafbehausungen für die Kälber. Quelle: Helge Treichel

Bei dem Brand kamen vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Löwenberger Land (Teschendorf, Falkenthal, Großmutz, Löwenberg) sowie der Löschzug Gransee zum Einsatz. Das waren nach den Worten des Einsatzleiters insgesamt 35 Frauen und Männer.

Nach der Alarmierung habe er gehofft, dass es sich um einen Fehlalarm handelt, gab Matthias Bonk zu. Schließlich handele es sich um die inzwischen dritte Einsatzstelle am noch dazu bislang heißesten Tag des Sommers. Doch alles in allem habe man noch Glück gehabt, so Bonk etwa anderthalb Stunden nach Einsatzbeginn. Zu diesem Zeitpunkt waren die Frauen und Männer noch dabei, das aus der Scheune herausgebrachte Stroh sorgfältig zu löschen.

Bürgermeister Schneck (r.) im Gespräch mit Hofbetreiber Erhard Hinz. Quelle: Helge Treichel

„Was hier geleistet wurde und wird, ist enorm“, sagte am Einsatzort Bürgermeister Bernd-Christian Schneck mit Blick auf die enge Abfolge der Löscheinsätze und die große Hitze. „Die Kameradinnen und Kameraden hatten keine Zeit zum Verschnaufen“, so Schneck. Angesichts der bestehenden Hinweise, dass die vorherigen Waldbrände sich nicht selbst entzündet haben, rief er dazu auf, alle verdächtigen Beobachtungen an die Gemeindeverwaltung Löwenberger Land oder an die Polizei zu melden. Für Hinweise, die zum Ergreifen und Verurteilen eines möglichen Brandstifters führen, sei eine Belohnung von 15.000 Euro ausgesetzt.

Zunächst aber stand für den Verwaltungschef ein anderer wichtiger Punkt auf dem Programm – die Versorgung der Einsatzkräfte mit kalten Getränken.

Von Helge Treichel

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