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Löwenberger Land Kulturelles für den Kirchturm
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Kulturelles für den Kirchturm
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00:31 24.05.2018
Der Turm der Falkenthaler Kirche hat eine Holzverkleidung. Auch drumherum besteht Sanierungsbedarf. Quelle: Stefan Blumberg
Falkenthal

Mühsam ernährt sich das „Kirchtürmchen“. Am Sonnabend wurde erneut eine kleine Summe zusammengetragen, um damit das Eigenkapital für die Sanierung der Kirche, insbesondere des Kirchturms, aufzustocken. Seit einigen Jahren geht das schon so. Die Falkenthaler sind geduldig – und ideenreich, wie immer wieder ein paar Euro ins Säckel kommen.

Das Gitarrenensemble Zehdenick der Kreismusikschule Oberhavel spielte am Sonnabend vor 120 Besuchern in der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Kirche. „Der Auftritt des Chors der Musikschüler im vergangenen Jahr war Bombe. Deshalb haben wir die Musikschule noch einmal gefragt“, sagt Wolfgang Reimann, Vorsitzender des Fördervereins Dorfkirche Falkenthal. Die Zusage des Gitarrenensembles kam. „Die können unglaublich viel“, schwärmte Wolfgang Reimann. „Welch unterschiedliche Musik man mit der Gitarre machen kann, begeistert mich. Ich finde, dass nicht nur die Besucher des Konzertes profitieren, sondern auch die Jugendlichen, dass sie hier spielen können, und wir, dass wir Einnahmen haben.“ 425,10 Euro kamen zusammen.

Die Falkenthaler – der Gemeindekirchenrat und der Förderverein Dorfkirche Falkenthal – kämpfen seit Jahren darum, die Kirche zu erhalten. Der Förderverein gründete sich eigens dafür vor sechs Jahren. Vorrangigstes Ziel ist es, den maroden Kirchturm zu sanieren. Dafür wird Geld gesammelt. Die Kirchenfreunde lassen sich immer wieder etwas einfallen. Die Nacht der offenen Kirche ist ein Standbein. „Wir nehmen keinen Eintritt, bitten die Gäste aber um Spenden“, so Wolfgang Reimann. Das gilt auch für das Imbissangebot in der Pause: „Wir kassieren nichts, aber bitten die Gäste, so viel zu geben, wie sie möchten.“ Das Turmfest im August ist ein weiteres Standbein. Im vergangenen Jahr haben es die Falkenthaler geschafft, die längste Kuchentafel des Kreises hinzuzaubern. Viele Einwohner spendierten Kuchen, am Ende stand eine eingenommene Summe von mehr als 1000 Euro zu Buche. „Wir merken jetzt, welch große Aktie unser ehemaliger und leider verstorbener Pfarrer Hans-Joachim Vanselow an den ganzen Projekten hatte“, so der Fördervereinschef.

Wolfgang Reimann schätzt, dass das Zusammenkratzen des Eigenanteils für die spätere Sanierung bis jetzt eine fünfstellige Summe gebracht habe. Der Gemeindekirchenrat habe gut gehaushaltet. „Ich glaube, wir sind nicht mehr so weit weg von dem nötigen Eigenanteil.“ Allerdings liegt die Kostenschätzung für die Sanierung des Gotteshauses schon einige Jahre zurück. Damals wurde eine Investitionssumme von etwa 350 000 Euro prognostiziert. „Ich gehe mal davon aus, dass es noch einmal eine neue Berechnung geben muss, denn die Preise sind inzwischen gestiegen. Deshalb würde es mich nicht wundern, wenn die Kosten steigen.“ Wolfgang Reimann denkt, im Jahre 2020 einen Kassensturz machen zu können. „Vielleicht geht es danach mit der Sanierung los.“

Von Stefan Blumberg

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