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Löwenberger Land Ein Spielplatz für den Ortsteil
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Ein Spielplatz für den Ortsteil
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15:31 16.08.2019
Die Mädchen und Jungen sind glücklich über ihren Spielplatz. Sie durften dann auch ganz stilecht das Band durchschneiden. Quelle: Bert Wittke
Linde

Einen Moment dauert es noch. Der vierjährige Tomme und der achtjährige Hendrik haben die Schere bereits angesetzt, um das seidene Band vor ihnen zu zertrennen. Nur Thore, der zwischen den beiden steht, streicht sich noch mal rasch über die Haare. Schließlich muss die Frisur sitzen, wenn gleich der große Augenblick per Foto für die Ewigkeit festgehalten wird. Dann setzt auch der Neunjährige die Schere an und die umstehenden Gäste zählen: Fünf, vier, drei zwei, eins und Schnitt. Die einzelnen Stücke des Bandes fallen zu Boden. Beifall wird geklatscht. Linde hat seit Donnerstagnachmittag einen Spielplatz. Er befindet sich auf einem gemeindeeigenen Gelände an der Griebener Chaussee, unweit des einstigen Schulgebäudes, das später Kindergarten war und nun als Gemeindehaus dient.

Der obligatorische Scherenschnitt. Quelle: Wittke

Die Mädchen und Jungen sind glücklich. Eifrig probieren sie die Geräte auf ihrem neuen Spielplatz aus. Sofort ins Auge fällt eine Seilbahn. Die ist vor allem etwas für die größeren Kinder. Die Kleineren erklimmen lieber die Kletterrutsche, machen es sich in dem Nest aus einem engmaschigen Seilgeflecht bequem oder wagen auf der blauen Rutschfläche die Abfahrt. Außerdem gibt es noch ein Harlekin-Wackeltier, auf dem gleich vier Kinder zugleich Spaß haben können.

Süßigkeiten zur Eröffnung

Und schließlich wurde auch noch eine Tischtennisplatte aufgestellt. An der Seite der Spielfläche stehen Bänke, wo sich Klein und Groß ausruhen können. Zur Eröffnung haben Bürgermeister Bernd-Christian Schneck, Bauamtsleiter Manfred Telm und Roland Grüber vom Hauptamt Süßigkeiten und ein Federballspiel mitgebracht. Und Eis gibt es obendrein. An diesem Tag aber haben die Mädchen und Jungen mehr ein Auge auf die Spielgeräte. Klar, alles muss schließlich ausprobiert werden – und dann noch einmal und nochmal.

Auch ein Fest gab es zur Freigabe des Spielplatzes. Quelle: Wittke

Glücklich ist auch Iris Fischer. „Wir haben lange auf diesen Augenblick hingearbeitet“, sagt die Ortsvorsteherin und erzählt, dass sich der Ortsbeirat bereits 2016 erste Gedanken um einen Spielplatz gemacht hat. Aber auf dem Weg dorthin habe es die eine oder andere Hürde zu überwinden gegeben. Eine davon sei die Tatsache, dass die Fläche, auf der sich jetzt die Kinder tummeln, als Bodendenkmal gilt. Folglich waren die Arbeiten nur unter archäologischer Begleitung möglich. Doch an solch einem wunderschönen Tag wie heute überwiege jetzt die Freude, dass alles fertig ist.

30000 Euro für den Spielplatz

Rund 30 000 Euro hat sich die Gemeinde den Spielplatz in Linde, auf dem nun natürlich auch die Mädchen und Jungen der örtlichen Kindertagespflege „Lindenblatt“ öfter zum Spielen kommen werden, kosten lassen.

Doch der Spielplatz ist noch nicht alles, was in Linde an diesem Tag eingeweiht wird. Fertig ist auch die grundhafte Erneuerung der Griebener Chaussee, die vom Abzweig der Bundesstraße 167 bis auf Höhe der Kirche reicht. Der drei Meter breite aufgehellte Asphalt wird zu beiden Seiten von einem jeweils einen Meter breiten rotbraun schimmernden Betonsteinpflasterstreifen begrenzt. Dazu gibt es eine Muldenversickerung und Holzpoller zum Schutz der Seitenbereiche sowie sechs Stellflächen für Autos auf Höhe des Spielplatzes.

Keine Anliegerbeiträge für den Ausbau der Griebener Chaussee

Aber das eigentlich besondere an dem Projekt ist, das dies die erste Straße in der Gemeinde Löwenberger Land ist, die nach der Gesetzesverabschiedung im Landtag ohne das Erheben von Anliegerbeiträgen gebaut wurde. Den Leuten ist dadurch die Zahlung von zusammengenommen 110 000 Euro erspart geblieben. Die Gesamtkosten für den Straßenabschnitt liegen bei rund 217 000 Euro, das Amt für Landwirtschaft hat 72 000 Euro Fördergeld dazugegeben. Die Bauarbeiten wurden von der Firma Eurovia VBU GmbH ausgeführt.

Glücklich über die Tatsache, dass sie keine Beiträge zahlen müssen, hatten die Anlieger zur doppelten Einweihung am Donnerstag in Linde zu Kaffee und selbstgebackenen Kuchen eingeladen. Die Einweihung der Straße lag dann selbstverständlich in den Händen der Erwachsenen, die dabei etwas weniger auf den Sitz ihrer Haare bedacht waren. Aber ihre Freude über die gelungene Investition war mindestens ebenso groß wie zuvor bei den Kindern.

Von Bert Wittke

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