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Löwenberger Land Restaurant im Schloss Liebenberg mit eigenen Handwerkern neu gestaltet
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Restaurant im Schloss Liebenberg mit eigenen Handwerkern neu gestaltet
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18:57 12.08.2019
Das Restaurant im Schloss Liebenberg erstrahlt in neuen Farben. Quelle: Schloss und Gut Liebenberg
Liebenberg

Helles Holz für die Tischplatten, gusseiserne geschwungene Kronleuchter und mintgrüne Polsterstühle, Wände, Türen und Bänke: Das Restaurant im Schloss Liebenberg ist umgestaltet worden. Das neue Erscheinungsbild löst damit die Raumgestaltung aus dem Jahr 2004 ab, dem Jahr der Restaurant- und Hoteleröffnung im Schloss und Gut Liebenberg.

So sah das Restaurant im Schloss Liebenberg vor der Umgestaltung aus Quelle: Schloss und Gut Liebenberg

Anders als andere Bauherren im Land Brandenburg musste die Geschäftsleitung allerdings nicht monatelang auf Handwerker warten. Den Umbau übernahmen die hauseigene Tischlerei, Schlosserei, Schneiderei und Malerei. Seit 2010 ist das Schloss und Gut Liebenberg, dessen Träger die DKB-Stiftung ist, ein Integrationsunternehmen. Doch es ist weit entfernt von einer konventionellen Behindertenwerkstatt.

„Unsere Kollegen sind hier am ersten Arbeitsmarkt“, sagt Restaurantleiter Robert Kallweit-Bünger. „Sie arbeiten ganz normal in den Teams mit und wir nehmen Rücksicht darauf, dass sie nicht uneingeschränkt arbeiten können.“ Vielen der Mitarbeiter sei ihr Handicap nicht anzusehen. Darunter seien Menschen, die einen schweren Unfall hatten oder an Krebs erkrankt seien und eine lange Genesungsphase haben. „Unsere Philosophie ist es, keinen Unterschied zu machen zwischen den Kollegen, die uneingeschränkt arbeiten und jenen, die eingeschränkt arbeiten“, sagt Kallweit-Bünger.

Grün, Gold und Sonne bringen immer neue Farben

Die Tischler gestalteten die Tischplatten, die Schneiderei kümmerte sich um die Polsterung der Möbel, die Maler um die grüne Wandfarbe und der goldenen Wischtechnik darauf. „Je nachdem, wie das Sonnenlicht in den Raum fällt, wirkt die Farbe an den Wänden anders. Das ist toll“, freut sich der Restaurantleiter. Die Kronleuchter haben die Kollegen der Schlosserei saniert. Sie stammen aus dem Kaminzimmer des Seehauses und sind Originale. Ob sie allerdings aus dem Jahr der Errichtung des Seehauses stammen, 1906, kann Kallweit-Bünger nicht sagen.

Der Walknochen über der Bar im Restaurant im Schloss Liebenberg. Über viele Jahre lag er im zugeschütteten Brunnen im Innenhof des Schlosses. Quelle: Schloss und Gut Liebenberg

Ein weiteres Highlight haben die Handwerker auch saniert: Einen rund drei Meter langen Walknochen, der nun als Lampenhalterung über der Bar dient. Der Knochen wurde 2003 im Brunnen im Innenhof des Schlosses entdeckt. Wie er dort hin kam? Der letzte Schlossherr Philipp zu Eulenburg, ein enger Vertrauter von Wilhelm II., fuhr mit diesem regelmäßig in die skandinavische Region und brachte von dort Trophäen mit, unter anderem Wirbel und Kieferknochen von Walen. Bis zum Brand der heutigen Nordischen Halle, dem Ballsaal des Schlosses, hingen sie dort. Womöglich, um sie vor den Auswirkungen des Krieges zu schützen, warfen die Schlossbewohner die Walknochen in den Brunnenschaft. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Brunnen abgerissen, der Schacht zugeschüttet und die Kostbarkeiten darin vergessen.

Eine weitere große Veränderung in dem Restaurant betrifft den Bereich hinter den Kulissen. „Es war uns wichtig, die Lautstärke in der Küche und dem Arbeitsbereich für die Kellner, dem Backoffice, aus dem Restaurant zu halten“, sagt Restaurantleiter Robert Kallweit-Bünger. Aus diesem Grund wurde der Arbeitsbereich etwas vergrößert und eine zweite Schiebetür eingebaut.

Von Annika Jensen

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