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Löwenberger Land 70 Jahre KFL: Technik, die begeistert
Lokales Oberhavel Löwenberger Land 70 Jahre KFL: Technik, die begeistert
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00:21 03.04.2019
70 Jahre KFL Löwenberg: Thomas Perrot auf dem Deutz, Claudia und Ulf-Peter Degebrodt, Bogenschützen Gransee und ein Blick von oben. Quelle: Uwe Halling
Löwenberg

Es war so ziemlich alles da, was rollt – oder auch nicht rollt: Traktoren, Lastkraftwagen, Armeefahrzeuge, Autos, Baufahrzeuge, Hebebühne, Schwalbe, Star, Rasentraktoren. Viele Modelle hatten schon eine Menge Jahre auf dem Buckel, andere sind fabrikneu. Es wurde mit der Schau am Sonnabend auf dem Betriebsgelände in der Eberswalder Straße weitestgehend die gesamte Bandbreite von dem abgedeckt, womit sich das Löwenberger Unternehmen KFL seit Jahren, seit Jahrzehnten beschäftigt: Kraftfahrzeuge, Fertigung, Landtechnik.

Unternehmen nach der Wende weitergeführt

Genau das wollten am Sonnabend hunderte Gäste sehen. Sie waren gekommen, um den 70. Geburtstag des Unternehmens zu feiern: das jetzige Unternehmen avancierte kurz nach dem Wende zum Nachfolger des einstigen Kreisbetriebes für Landtechnik, der 1949 gegründet worden war und bis zur Wende existierte (MAZ berichtete).

Mit einem Grinsen im Gesicht

„Es ist echt der Hammer, dass uns so viele Menschen besuchen. Ich laufe schon den ganzen Tag mit einem Grinsen über den Hof“, freute sich Claudia Degebrodt, seit 2017 Geschäftsführerin der Firma. Sie trat damit in die Fußstapfen ihres Vaters Ulf-Peter Degebrodt. Er hatte die Geschicke des KFL seit der Gründung 1991 gelenkt. „So viele Aussteller. Der Trabi-Club Berlin ist das erste Mal da. Von den Gästen sind, schätze ich, 30 Prozent Kunden und 70 Prozent interessierte Besucher. Sie wollen einfach sehen, was wir hier zu bieten haben“, sagt Claudia Degebrodt. Nicht viele, aber manche würden den Tag nutzen, um gleich zuzuschlagen; Rasenmäher oder -traktoren wurden verkauft.

70 Jahre KFL Löwenberg

Mit Oldtimern von Vereinen

Zu den Ausstellern gehörten vor allem viele Sympathisanten des Unternehmens. Thomas Perrot kam mit seinem Deutz D 40/1. S. Der Trecker ist Baujahr 1964, derzeit der einzige Oldtimer in seinem Besitz. „Der KFL unterstützt unseren Verein seit elf Jahren. Wenn wir Probleme haben, können wir hierher kommen“, sagt das Mitglied der „Freunde alter Landtechnik und Traktoren“ (Falut – ist die Abkürzung des Vereins) Rüthnick. Die Mitglieder selbst stecken alle tief in ihrem Hobby drin. „Wir schrauben natürlich selbst“, so Thomas Perrot, der in Baumgarten zuhause ist. Donnerstags treffen sich die Technikfreunde regelmäßig, derzeit bauen sie einen Kremser auf. Sein Deutz stammt aus der ersten Baureihe dieses Typs, er ist schwer und ein sogenannter Schnellläufer. Mit dem Baujahr 1964 befindet er sich im altersmäßigen Mittelfeld der alten Landtechnik im Verein – manche Fahrzeuge/Maschinen seien älter, manche jünger. „Wir fahren öfter zu solchen Veranstaltungen und stellen unsere Technik aus“, sagt Thomas Perrot. „Es macht schon Spaß, wenn die Leute kommen und sich unsere Technik ansehen.“ Ein kleines, weiteres historisches Exemplar würde sich Thomas Perrot gern noch zulegen, eins, was auf einen Anhänger passt. So könnte er den „Oldie“ auch mal aufladen und zu entfernt liegenden Veranstaltungen mitnehmen.

„Man muss auch was geben“

Ulf-Peter Degebrodt, der einstige KFL-Chef, freute sich unwahrscheinlich über die große Resonanz. Manche Leute würden schon lange vorher fragen, ob und wann es wieder eine ähnliche Veranstaltung gebe. „Das ist für mich auch eine Art der Anerkennung der Kunden – wir haben etwa 2000 von ihnen – und unserer Arbeit.“ Für Ulf-Peter Degebrodt ist es selbstverständlich: „Wenn man was haben will, muss man auch was geben.“

Von Stefan Blumberg

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