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Löwenberger Land Große Vielfalt auf dem Liebenberger Weihnachtsmarkt
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Große Vielfalt auf dem Liebenberger Weihnachtsmarkt
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16:37 21.12.2019
Trotz 5 Euro Eintritt war der Weihnachtsmarkt in Liebenberg gut besucht. Quelle: Stefanie Fechner
Liebenberg

Der Geruch nach Lagerfeuer, gemischt mit dem süßen Duft gebrannter Mandeln zieht bei günstig stehendem Wind schon bis auf den großen, kostenlosen Parkplatz neben dem Schloss und Gut Liebenberg und verheißt viele Leckereien. Der Weg vom Parkplatz zum Eingang des Liebenberger Weihnachtsmarktes ist auch für Familien mit einem Kinderwagen oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen gut zu bewältigen.

Einen Dämpfer erhielt die Vorfreude auf den Weihnachtsmarkt bei vielen Besuchern bereits an der Kasse. Fünf Euro Eintritt werden für jeden Besucher ab zwölf Jahren in diesem Jahr fällig. Wer sich für die Geschichte des Schloss und Gut Liebenberg interessierte, konnte stündlich an einer kostenlosen Führung durch die historischen Gebäude teilnehmen und dabei viel Wissenswertes erfahren. Der Markt an sich überzeugt mit einer großen Vielfalt. An zahlreichen Ständen mit handgefertigten Sachen, von Filz und Holz über Schmuck bis hin zu Fackeln aus Metall konnten die Besucher neben kleinen Mitbringseln auch noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk erwerben.

An zahlreichen Ständen gab es tolle Handarbeit zu sehen. Quelle: Stefanie Fechner

Eine große Auswahl boten auch die Stände, an denen die Hungrigen und Durstigen versorgt wurden. Neben den Klassikern wie gebrannten Mandeln, Maronen oder Bratwurst konnten auch regionale Spezialitäten wie Straußenfleisch von der Straußenfarm Winkler aus Neulöwenberg oder exklusives Rindfleisch von der Bergsdorfer Agrar GmbH verkostet werden. Die Bratwurst war mit 3,50 Euro eine der teuersten im Weihnachtsmarkt-Check. Geschmacklich war sie durchaus gut, das Brötchen frisch. Allerdings hätte sie für den Preis gern ein wenig größer ausfallen dürfen. Positiv fiel die ausschließliche Verwendung von biologisch abbaubarem Einweg-Geschirr auf. Auch der Glühwein war mit 3,50 Euro für 0,2 Liter recht preisintensiv, selbst Kinderpunsch schlug mit 3 Euro zu Buche. Dafür war der Glühwein sehr gut temperiert und schmeckte angenehm. Ausgeschenkt wurde er in Tassen, für die noch einmal zwei Euro Pfand fällig wurden.

Trotz der zahlreichen Besucher blieb auch Platz zum Schauen und Genießen Quelle: Stefanie Fechner

Für die Kinder hatten sich die Veranstalter auch in diesem Jahr einiges einfallen lassen. So konnten sie sich zu jeder vollen Stunde von einer Märchenerzählerin am Lagerfeuer in eine fremde Welt entführen lassen. Wer sich lieber künstlerisch betätigen wollte, hatte in der Keramik-Werkstatt von Kathrin Lorenz aus Sonnenberg die Möglichkeit dazu. „Ich bin seit mindestens zehn Jahren dabei“, erzählte sie, während sie einem Kind die Schürze umband. „Es ist ein sehr schöner Kunst- und Handwerkermarkt, außerdem gibt es hier nur nette Leute“, begründet sie. „Viele Kinder kommen schon seit Jahren jedes Jahr zu mir, um eine Figur zu bemalen“. Auch Pia (8) aus Wandlitz saß an einem der Tische und bemalt konzentrierte ihre kleine Katze.

Pia (8) aus Wandlitz betätigt sich kreativ. Quelle: Stefanie Fechner

Papa Björn Rosenfeld fand den Eintritt allerdings zu hoch. „Fünf Euro finde ich zu viel. Drei Euro finde ich noch in Ordnung“, erklärte er. Oma Ines Rosenfeld sieht das ähnlich. „Schade, dass es auch die großen Weihnachtsbaumkugeln zum selbst beschriften nicht mehr gibt“, findet sie. Weiter hinten auf dem Weihnachtsmarkt dreht die Kaiserbahn ihre Runden mit den kleinsten Besuchern, und wer Glück hatte konnte sich nach einem kleinen Gedicht einen Apfel oder eine Mandarine vom Weihnachtsmarkt abholen.

Mit etwas Glück konnte man auch dem Weihnachtsmann begegnen. Quelle: Stefanie Fechner

Dass vor allem die gestiegenen Preise für Eintritt, Speisen und Getränke durchaus ein Ärgernis für viele Besucher sind, bestätigt auch eine befreundete Gruppe aus Eberswalde, Neustrelitz und Oberkrämer. „Die Preise sind tatsächlich an der Obergrenze. Sollten sie noch weiter steigen werden wir wohl auch im nächsten Jahr nicht mehr herkommen“, erklärt die Gruppe einstimmig.

Diese befreundete Gruppe aus Neustrelitz, Eberswalde und Oberkrämer findet die Preise auf dem Markt grenzwertig. Quelle: Stefanie Fechner

So schneidet der Weihnachtsmarkt in Liebenberg im MAZ-Check ab:

Stimmung: 4/5

Glühwein: 3/5

Bratwurst: 4/5

Kinderfreundlichkeit: 3/5

Vielfalt: 4/5

Das macht ingesamt 18 von 25 Punkten im Weihnachtsmarkt-Check.

Von Stefanie Fechner

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