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Oberhavel MAZ-Landtagskandidaten-Check (Frage 2): Die aktuelle Schulsituation
Lokales Oberhavel MAZ-Landtagskandidaten-Check (Frage 2): Die aktuelle Schulsituation
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19:40 13.08.2019
Wahlplakate zur Brandenburger Landtagswahl. Quelle: Bernd Gartenschläger
Oberhavel

Die MAZ stellt den Landtagskandidaten des Wahlkreises 9 bis zum Ende der Woche täglich eine Frage per WhatsApp. Am Dienstag lautete diese: Die aktuelle Schulsituation – sehen Sie da Nachholbedarf? Was muss getan werden, um die Bedingungen für Schüler und Lehrer zu verbessern?

Björn Lüttmann (SPD)

„Wir haben die Ausbildungszahl neuer Lehrerinnen und Lehrer verdoppelt. Sie müssen möglichst schnell in die Klassen, gern im Team mit mehr Schulsozialarbeitern. Der Ausbau der Schulplätze muss weitergehen, damit kurze Schulwege garantiert werden. Dabei würde ich mir wünschen, dass barrierefrei gebaut wird, große Essräume und am besten eine eigene Schulküche entstehen, um unseren Kindern gesundes Essen zu garantieren.“

Nicole Walter-Mundt (CDU)

„Der Wechsel auf die weiterführende Schule kann schwieriger sein als gedacht. Das zeigte uns jüngst der Fall Rico aus Glienicke. Der zwölfjährige Junge hätte für seinen Schulweg fast 90 Min. pro Wegstrecke benötigt. Sport und Freizeit sind da kaum noch möglich. Unzumutbar! Ein seperates Schulbusangebot für den ländlichen Raum und mindestens eine Gesamtschule mehr, dafür möchte ich mich einsetzen.“

Elke Bär (Die Linke)

„Wir brauchen Schulneu- und Erweiterungsbauten! Zum Beispiel beim OSZ in der André-Pican-Straße. Wir müssen uns nach den Bedürfnissen der Lernenden richten - nicht umgekehrt. Die Anpassung der Schulanfangs- und -endzeiten, kostenloses Mittagessen für Alle, die bessere Anbindung mit Bussen und das freie WLAN an allen Schulen sind ein Muss, in meinen Augen.“

Andreas Galau (AfD)

„Unterrichtsausfall (2,4%) und Vertretungsstunden (13,2%) sind in Oberhavel immer noch zu hoch. Seiteneinsteiger zur Kompensation (bis zu 25%!) statt qualifiziertem Lehrpersonal sind auf Dauer keine Lösung! Der Lehrerberuf muß attraktiver werden: bessere Bezahlung, weniger Bürokratie. Mehr Lehramtsstudienplätze. Ausstattung in Schulen verbessern.“

Heiner Klemp (Grüne/B90)

„Schulen müssen da sein, wo die Schülerinnen und Schülern sind. Wir bestehen auf einer Begrenzung der Fahrtzeiten und einer wohnortnahen Verteilung der Schulen. Weil Brandenburg jahrelang viel zu wenig Lehrer*innen ausgebildet hat, werden nun viele Quereinsteiger*innen in die Klassen gesetzt. Diese brauchen deutlich mehr Unterstützung und Anleitung.“

Heinz Ließke (BVB/Freie Wähler)

„Durch den Zuzug junger Familien in die Region besteht großer Bedarf für den Bau von Schulen und Kindergärten. In Oranienburg, Liebenwalde und Leegebruch wurden entsprechende Beschlüsse gefasst und mit dem Bau auch begonnen. Neue Einrichtungen bedeuten auch neue Lehrer*innen und Kindergärtnerinnen. Das muss aber über entsprechend ausgebildete Mitarbeiter sichergestellt werden. Wenn wir ein modernes Land entwickeln wollen, dann bedarf es gebildeter Menschen. Mit der Einstellung von Seiteneinsteigern wird das auf Dauer nicht gelingen,das diesen die pädagogischen Grundlagen fehlen. Es müssen ausreichend Mitarbeiter vorhanden, um keine Ausfallstunden zu erzeugen. Die Lehrer müssen von Bürokratie befreit werden, um sich auf den Unterricht konzentrieren zu können. Die Schulen müssen über schnelles Internet verfügen. Hierzu gehört auch, dass jede Schule über einen IT-Techniker verfügt.“

Ria Nicola Schulz (Die Piraten)

„Die Schule, als der Ort, an dem unsere Kinder einen Großteil ihres Tages verbringen, ist ein zentraler Dreh- und Angelpunkt in ihrem Leben. Hier sollen sie lernen, sich bilden, auf ihren Beruf und die Gesellschaft vorbereitet werden. Es ist auch der Ort an dem soziale Kontakte/Netzwerke entstehen, Erfahrungen gesammelt werden, sich Vorstellungen und Ideen bilden. Es ist schlicht ein elementarer Teil ihrer Lebenswelt. Lehrer*innen sollen unsere Kinder nun fördern und fordern, ihnen Wissen vermitteln, sie bilden und dabei individuell auf die Kinder eingehen. Um all das leisten zu können, brauchen sie eine gute Fach- und eine gute pädagogische Ausbildung. Außerdem sind dafür grundlegende Voraussetzungen an den Schulen zu erfüllen. Entsprechende Räume, Arbeitsplätze, qualifizierte, effektive Fort- und Weiterbildungen, Feedback, Ansprechpartner usw.. Auch das zahlenmäßige Schüler*innen-Lehrer*innen-Verhältnis muss ermöglichen, dass effektiver, konstruktiver, motivierender , wertschätzender Unterricht stattfinden kann. Davon sind wir noch weit entfernt. Zudem sollten alle Schulen durch Schulsozialarbeiter*innen unterstützt werden. Hier müssen die Stellen ebenfalls an die Schüler*innenzahl angepasst werden. Ich denke auch, dass Austausch und Zusammenarbeit zwischen dem Fachpersonal an den Schulen und den Eltern noch deutlich verbessert werden können. Auch die Einbeziehung und Mitbestimmung der Kinder sollte noch deutlich zunehmen. Schulen sind Lebensräume unserer Kinder und mit diesem Gedanken sollten wir sie auch gestalten und schätzen.“

Daniel Langhoff (FDP)

„Danke für die Frage, Bildung ist Zukunft –also wichtig! Da sehe ich die Praxis beispielsweise als Fördervereinsmitglied im Louise-Henriette-Gymnasium und der Grundschule Schmachtenhagen und sage, dass wir eine tolle Basis haben mit Potential. Ich setze mich als Lokalpatriot dafür ein, dass die Leitung der Schulen mehr Kompetenzen erhalten für Entscheidungen und das das Schulamt als Dienstleister für die RektorInnen dient und nicht parteipolitische Neigungen zu Gängelungen führen!“

Maximilan Horn (Die Partei)

„Ich bedanke mich für diese Frage. Ich sehe einen Nachholbedarf in unserem Schulsystem. Man sollte die Klassen mit noch mehr Schülern füllen, um so Personal einzusparen. Wenn die Klassen dann größer, und mehr Schüler vertreten sind, kann man viel mehr Bildung in die Köpfe der Kinder pressen Am Ende soll das Abitur in der Grundschule möglich sein.“

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MAZ vom 12. August 2019: „MAZ-Landtagskandidaten-Check (Frage 1): Welches sind Ihre wichtigsten Ziele?

Von MAZonline

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